Spendenübergabe an die Witwe Oksana O. in Kiyw, 6. Juli 2015 – Bericht 34

Am späten Nachmittag, immer noch bei großer Hitze, fahren wir an den westlichen Rand der Innenstadt von Kyiw, wo die Witwe Oksana ganz in der Nähe einer U-Bahn-Station wohnt.

Im Spendenaufruf für Oksana und ihre beiden Töchter heißt es:

Ihr Ehemann hieß Aleksej, geboren am 30.8.1974 in Kyiw. Er war erfolgreicher Absolvent der Suworow-Militärschule und des Instituts für Panzertruppen in Charkiw. Nach dem Abitur und mehreren Jahren Militärdienst ließ er sich aus gesundheitlichen Gründen ausmustern.

“Wir waren eine glückliche Familie,” sagt seine Frau Oksana (42) “mit unseren Töchtern Julia (16) und Daria (6).

“Zum Zeitpunkt, als Aljoscha (Aleksej) in die ATO-Zone ging, erwarteten wir unsere dritte Tochter – Maria, die jetzt sieben Monate alt ist. Mein Mann ging als Freiwilliger in das Kriegsgebiet, wir haben nicht versucht, ihn zu überreden, dazubleiben.

Am 3.9.2014 starb er an den Folgen eines Beschusses mit “Tornado-Raketen” in der Ortschaft Dmytriwka in der Oblast Luhansk. Er sah seine lang erwartete dritte Tochter nicht mehr… “

Kyiwer Stadthäuser haben meist einen befahrbaren Innenhof, meist die einzige Möglichkeit zu parken. Dann muss man nur noch den richtigen Hauseingang finden und dort einen Code eingeben (und wissen, in welche Etage man muss). All diese Hürden gemeistert, kamen wir zur Wohnungstür, an der uns eine erkennbar gestresste Oksana hereinbat. Wir wurden in ein Zimmer komplimentiert, in dem ein großes Bett und himmelviele Schränkchen und Kommoden mit viel Spielzeug, Wäsche usw. standen, ein Stuhl wurde herbeigezaubert.

Der Witwe Oksana und ihren Töchtern fehlt das Familienoberhaupt sehr. Anscheinend hat der gefallene Vater sich zu Lebzeiten um alles gekümmert, hat gut verdient und der Familie einen gewissen Mittelklasse-Lebensstandard (würde man bei uns sagen) bieten können. Die Wohnung ist für ukrainische Verhältnisse absolut in Ordnung und liegt in sehr verkehrsgünstiger Lage. Jetzt aber fehlt der für alles sorgende Vater, Oksana ist eigentlich eine richtige “Stadtlady”, offensichtlich aus gutem Elternhaus, gebildet, eine sorgende Mutter – und jetzt plötzlich in der für sie völlig ungewohnten Situation, auf Hilfe von Dritten angewiesen zu sein, was für sie schwer zu akzeptieren ist.

Die älteste Tochter Julia hat die Sekundarschule erfolgreich beendet und wird nach dem Sommerferien an der nahegelegenen Universität ein Studium aufnehmen. Die mittlere Tochter Dascha kommt jetzt in die Schule, was für die Mutter bedeutet, dass sie gleich zweimal für die “Grundausstattung” sorgen muss.

Und die Kleinste, das Baby, das kurz nach dem Tod des Vaters geboren wurde, beginnt gerade damit, sich eigenständig aufzurichten und die erste Schritte an der Hand zu gehen, ein Sonnenschein von Kind, aber aktiv!

Julia (links), die älteste Tochter, mit der kleinen Mascha und die auf dem Bett herumtollende Dascha
Julia (links), die älteste Tochter, mit der kleinen Mascha und die auf dem Bett herumtollende Dascha

Außer den drei Töchtern und der Mutter war noch eine weitere junge Frau anwesend, die Frau eines Militärkameraden des gefallenen Vaters, deren Mann nach einer schweren Verletzung in der ATO-Zone in einem Krankenhaus behandelt wird. Sie hilft Oksana häufiger bei der Kinderbetreuung – eine echte Freundin der Familie.

Inzwischen sind die bürokratischen Dinge im Zusammenhang mit dem Tod von Aleksej O. erledigt, die Witwe bekommt die Waisenrente für die drei Töchter, die Wohnung war bezahlt und die Erbübertragung ist abgeschlossen, insofern gibt es keine rechtlichen Probleme mehr.
Das Einzige, was nicht so richtig geklappt hat, ist einen Urlaubsaufenthalt aus den vielfältigen Angeboten für Witwen, die von den Freiwilligen-Organisationen organisiert werden, zu finden, da das Altersspektrum der Kinder (fast 18, 6 und knapp 1 Jahr alt) für keines der Programme passend ist – ein Kind hätte immer zuhause bleiben müssen, und das wollte Oksana verständlicherweise nicht.

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Oksana und ihre drei Töchter Julia, Mascha und Dascha

Der kleine Wirbelwind und auch die mittlere Tochter Dascha machten es für Oksana schwer, sich zu konzentrieren, insgesamt, empfanden wie die Atmosphäre als sehr angespannt und hektisch. Nun gut, wir haben die Spendenübergabe durchgeführt und 600 € in bar ausgehändigt; Fotos wurden nur ganz wenige gemacht, Oksana wollte das nicht so wirklich – und Datenschutzgründe sind für uns heilig.

Mit dem Geld kann sie jetzt einen Schreibtisch für Dascha und die Ausstattung für den Schulbeginn kaufen und auch für Julias Studium die anfangs nötigen Dinge finanzieren.

Da wir aber (auf Grund der Hitze ?) vor dem Besuch vergessen hatten, die obligatorischen Haribo-Gummibärchen mitzunehmen, baten wir zum Ende unseres Besuchs, dass jemand zum Auto mit runterkommen möge. Oksana kam dann selbst mit, und im Freien, dann ohne Kinder, war sie wie verwandelt. Sie erzählte noch viel, konnte plötzlich scherzen, völlig entspannt.

Dies ist das allerletzte gemeinsame Foto der Familie, Oksana war damals schwanger mit der dritten gemeinsamen und lang erwünschten Tochter.
Dies ist das allerletzte gemeinsame Foto der Familie, Oksana war damals schwanger mit der dritten gemeinsamen und lang erwünschten Tochter.

Wir bitten Euch um Unterstützung für diese und andere Familien von Kriegsgefallenen. Mit Euren Spenden helft Ihr diesen Familien sehr, über die Runden zu kommen und die nötige psychologische Hilfe zu finanzieren. Oder auch ganz einfach, um sich das Nötigste für das alltägliche Leben leisten zu können.

Spenden bitte über PayPal (hilfsprogramm.de.ua@gmail.com)

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Kontoinhaber: Euromaidan NRW e.V., Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn

Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

(falls eine Spendenbescheinigung erwünscht ist, bitte die Anschrift – Straße, Hausnr., PLZ und Ort im Verwendungszweck angeben)

Vielen herzlichen Dank im Voraus,

Euer Team Euromaidan NRW e.V.

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Spendenübergabe an die Witwe Tanja U. bei Kiyw, 6. Juli 2015 – Bericht 33

Der Tag wurde immer heißer, der Weg (Landstraße möchte ich das nicht nennen) in das Dorf, in dem Tanja wohnt, war trotz der relativen Nähe zur Hauptstadt schon “landestypisch” mit Schlaglöchern übersät. Völlig überraschend stand zwischen den Ortschaften plötzlich ein “Märchenschloss” im Neuschwanstein-Stil mitten auf dem freien Feld – ein Hotel mit dem Namen “Zoopark 12 Monate” (nach dem russischen Märchen “Von den zwölf Monaten” benannt).

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Das Dorf selbst besteht aus ca. 4,5 Kilometern “Straße”, beidseitig locker bebaut, dahinter Felder. Sonst nichts, kein Laden, kein Restaurant, außer zwei kleinen Kirchlein und einem Buswartehäuschen fiel uns kein “öffentliches” Gebäude auf. (Hinterher haben wir rausgefunden, dass es hinter den Bäumen eine Schule sowie in der früheren Kolchose eine Groß-Hühnerzuchtanlage gibt – dort war übrigens auch der gefallene Soldat beschäftigt gewesen.)

Immerhin kannte google.maps den Namen der Hauptstraße, dennoch hatten wir zuerst an einem falschen Haus gerufen (Klingel gab’s nicht – dafür einen Wachhund), das war aber noch die Lenin-Str. und nicht die gesuchte Lesja-Ukrainka-Straße (Genau in der Mitte des Dorfes ändert sich die Straßenbezeichnung).

Endlich das Haus von Tanja gefunden, traten wir durch ein Hoftor aus Blech ein und standen in einem grasüberwachsenen Hof mit einem alten Lada links, geradeaus einem Schuppen und einem Brunnen sowie rechts einer Holzhütte, wenn auch mit einer Veranda aus Stein – das war das Wohnhaus. Das “Haus” ist 101 Jahre alt, das Holz z.T. morsch, das Dach ist zwar renoviert, aber die “Außenisolierung” lässt sehr zu wünschen übrig. Geheizt wird mit einem Bollerofen mit Holzbefeuerung.

Im Spendenaufruf für Tanja und ihre beiden Töchter heißt es:

Tanja ist erst 28, und schon ist sie Witwe. Ihr Mann Alexander (31) war ab dem 31. März 2014 in der ATO-Zone – in der 72. Brigade – bis zum Tag seines Todes am 29. August 2014. Er starb durch den Schuss eines Scharfschützen, der in der Nähe des Ortes Wolnowacha im Donezker Gebiet im Gebüsch verborgen war. Eine Möglichkeit zu überleben gab es nicht, da der Heckenschütze offensichtlich genau wusste, wie er diesem Mann mit nur einem Schuss das Leben entziehen konnte.

Tanja kümmert sich um die gemeinsamen Kinder. Sie hat zwei Töchter, Hanna (8) und Daria (4)…

Ja, und jetzt standen die drei vor uns. Die hübsche junge Witwe bat uns hinein, zunächst kommt man durch eine Art Veranda, dort werden Mäntel, Schuhe u.ä. abgestellt, dann weiter in eine kleine Küche (da das Haus weder Gas- noch Wasseranschluss hat, gibt es auch kein richtiges Spülbecken und keinen “normalen” Herd sondern nur Elektroplatten und auf Regalen aufgeschichtetes Geschirr und Töpfe – alles sauber aber erkennbar ärmlich).

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Dann weiter in einen Vorraum mit einem kleinen Esstisch, an dem wir Platz nahmen. Die beiden Mädchen sind richtig lieb, sie beschäftigen sich viel mit der Hauskatze mit zwei kleinen Kätzchen. Nebenan gab es noch ein Schlafzimmer mit Schlafcouchen und kleinen Schränken sowie ein ganz kleine Schlafecke mit Schreibtisch und PC – alles sehr beengt.

Tanja erzählt ein wenig über ihr Leben, seit ihr Mann im vergangenen August bei Wolnowacha im Krieg gefallen ist. Sie arbeitet im örtlichen Kindergarten als “Krankenschwester-Kindergärtnerin”, denn sie hat eine abgeschlossene Ausbildung als Zahnarzthelferin – bekommt dafür allerdings nur den Mindestlohn von 1500.- Hrywnja – nach derzeitigem Kurs ca. 60.- Euro pro Monat. Einen Zahnarzt gibt es nicht im Dorf, deswegen kann sie auch nicht ihren erlernten Beruf ausüben.

Hanna geht in die Schule des Dorfes und hat die beiden ersten Klassen mit gutem Erfolg durchlaufen, sie kommt nach den Ferien in die 3. Klasse. Dascha geht in den Kindergarten, in dem auch ihre Mutter arbeitet.

Leider sind die Schwiegereltern als Eigentümer des Hauses eingetragen, so dass Tanja befürchtet, von dort vertrieben zu werden, auch der Bruder des Gefallenen erhebt Ansprüche, z.B. auf das schrottreife, abgemeldete Auto. In dieser Sache, die ihr sehr zu schaffen macht (besonders wegen des Hauses), braucht sie noch psychologische Hilfe und Rechtsberatung durch die Freiwilligen bzw. Anwälte, die sich im Rajon Wyschhorod um die Kriegerwitwen kümmern.

Insgesamt kann man sagen, dass Tanja sich mit ihrer Lage abgefunden hat, sie hat eine Arbeitsstelle und die Kinder entwickeln sich gut. Sie würde gerne das Haus “wintersicher” machen, was aber durch die mangelhafte Bausubstanz schwierig ist und auf Grund der rechtlichen Unsicherheit über die Eigentumsverhältnisse sowie das angespannte Verhältnis mit den Schwiegereltern mit Risiko behaftet ist.

Ihre finanzielle Situation ist prekär, zudem hat sie praktisch alles vorhandene Geld für ein Grabmal ausgegeben – im Unterschied zur Witwe Tatjana im Nachbardorf haben hier weder die Gemeinde noch Armeekameraden mitgeholfen.

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Tanja beklagt sich – z. T. mit Tränen in den Augen – über die endlosen bürokratischen Schritte, die notwendig waren, bis sie die Waisenrente für die Kinder bekam. Nach ihren Worten gehen die zuständigen Behördenmitarbeiter – bei Armee- und Zivilbehörden – mit den Angehörigen der Opfer nicht gerade menschlich um, z.T. werde man regelrecht angeschrien. Angeblich waren z.B. die Dokumente für die posthume Ordenverleihung monatelang “verschwunden”, was die Sache endlos verzögert hat und erst kürzlich abgeschlossen werden konnte.

Tanja hat es geschafft, auf die Warteliste für eine „richtige Wohnung“ zu kommen (auf die sie als Kriegerwitwe offiziell einen Anspruch hat), aber die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam, sehr langsam.

Neben der Essecke ist eine Gedenkecke für den gefallenen Vater der Kinder aufgebaut, Tanja und ihre Töchter zeigen stolz den Bohdan-Chmelnyzkyj-Orden, der dem Kriegsopfer posthum verliehen wurde.

Wir überreichen ihr einen Unterstützungsbetrag von 525,– Euro, der zum größeren Teil von der LÖWEN-Apotheke – H. G. Busen aus Mönchengladbach gespendet wurde – vielen Dank dafür – aufgestockt durch den Erlös des oben zitierten Spendenaufrufs und einen zweiten vom Mai.

Tanja bedankt sich der bei Löwen-Apotheke, Mönchengladbach
Tanja bedankt sich der bei Löwen-Apotheke, Mönchengladbach

Die drei freuen sich auf die anstehende Urlaubsreise nach Montenegro, die vom Parlamentsabgeordneten des Wahlkreises Wyschhorod für alle sieben Witwen von dort organisiert wurde.

Ein sehr angenehmer Besuch muss auch mal zu Ende gehen, der Tag war zu heiß, um sich im Freien aufzuhalten (37°!), eigentlich wollten wir auf dem Rückweg nach Kyiw noch in den Park von Wiktor Janukowytschs skandalumwobenen Kitsch-Palast Meschyhirja – aber dort auf dem Parkplatz war uns das alles zu heiß und stressig und wir fuhren weiter “nach Hause” – schließlich hatten wir gegen Abend noch einen weiteren Witwenbesuch vor.

Wir bitten Euch um Unterstützung für diese und andere Familien von Kriegsgefallenen. Mit Euren Spenden helft Ihr diesen Familien sehr, über die Runden zu kommen und die nötige psychologische Hilfe zu finanzieren. Oder auch ganz einfach, um sich das Nötigste für das alltägliche Leben leisten zu können.

Spenden bitte über PayPal (hilfsprogramm.de.ua@gmail.com)

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Kontoinhaber: Euromaidan NRW e.V., Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn

Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

(falls eine Spendenbescheinigung erwünscht ist, bitte die Anschrift – Straße, Hausnr., PLZ und Ort im Verwendungszweck angeben)

Vielen herzlichen Dank im Voraus,

Euer Team Euromaidan NRW e.V.

Spendenübergabe an die Witwe Tatjana K. bei Kiyw, 6. Juli 2015 – Bericht 32

Der erste Witwenbesuch! Ein heißer Tag in Kyiw, wir hatten uns für 10 Uhr bei der Witwe Tatjana in einem Dorf ca. 30 km nördlich der Stadt angemeldet, die Straßenadresse war uns zwar bekannt, aber google.maps konnte uns die Straße nicht genau zeigen. Nun gut, ein älterer Passant gab uns freundlich Auskunft, er kannte das Schicksal der Witwe.

Tatjana und ihr Sohn Andrij erwarteten uns schon vor dem Haus, sie kommentierten unsere Ankunft mit “Die Deutschen kommen nie zu spät”.

Sie bewohnen im Anwesen der Schwiegereltern eine Ein-Zimmer-Einliegerwohnung, schön mit dem Nötigsten eingerichtet, alles piccobello sauber.

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Tatjana hat eine Halbtags-Arbeitsstelle bei der Post in der Rajonshauptstadt Wyschhorod, verdient allerdings nur einen Minimallohn; Andrij bekommt eine Waisenrente (ebenfalls nur ein geringer Betrag, wie landesüblich), die Bürokratie dafür ist nach vielen Monaten inzwischen erledigt. Die Schwiegereltern, mit denen Tatjana ein gutes Verhältnis hat, unterstützen sie, indem sie sie dort wohnen lassen und mit Erzeugnissen aus der eigenen Kleinlandwirtschaft wie Milch, Butter, Eier usw.

Andrijko ist ein aufgeweckter Sechsjähriger, der sich in der Schule gut macht, er hat das erste Schuljahr hinter sich. Anfangs nach der Todesnachricht war es schwer für ihn in der Schule, aber zum Schuljahresende sagte die Lehrerin, er habe sich stark verbessert. Rechnen gefällt ihm nach seiner eigenen Aussage besser als Lesen.

Gemeinsam mit seiner Mutter freut er sich auf den anstehenden Urlaub in Montenegro (der Parlamentsabgeordnete des Wahlkreises Wyschhorod hat es organisiert, dass allen sieben Witwen von dort mit ihren Kindern ein zweiwöchigen Aufenthalt am Mittelmeer finanziert werden konnte).

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Ihr gefallener Mann Oleksandr war in der 72. Brigade und hat nach seiner Einberufung drei Monate lang sein Land vor den Aggressoren geschützt. Am 11. Juli 14 wurde er im Dorf Tscherwonopartisansk im Gebiet Luhansk durch eine Landmine getötet.

Oleksandr wurde per Präsidentenerlass Nr. 747/2014 vom 29. September 2014, “für seinen außergewöhnlichen Mut und sein Heldentum bei der Verteidigung der nationalen Souveränität und der territorialen Integrität der Ukraine”, mit dem Orden “Für Mut» III. Grades (posthum) ausgezeichnet – Andrij zeigte uns stolz den Orden.

Für den Verein Euromaidan NRW e.V. übergaben wir den Betrag von 350.- € an Tatjana – den Erlös des Spendenaufrufs für sie, aufgestockt durch Spenden für “Witwen allgemein”.

Nach dem Besuch bei ihr fuhren beide noch gemeinsam mit uns zum Friedhof des Dorfes, um das Grab ihres Mannes bzw. Vaters zu besuchen. Ganz prominent am Kriegerdenkmal (der Gefallenen aus früheren Kriegen) haben die Gemeinde und die Freiwilligen sowie Armeekameraden ein aufwändig gestaltetes Grab errichtet. Danach hielten wir auch noch an der Dorfschule, an deren Außenfassade im Eingangbereich eine Gedenkplatte für den gefallenen Oleksandr angebracht ist, dort ging er – wie jetzt auch sein Sohn Andrij – zur Schule.

Unterstützung für Witwen – wir bitten um Spenden an

Bank: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn,

Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

Wir bedanken uns im Voraus

Eurer Team EuroMaidan NRW e.V.