Spendenübergabe an Kriegswitwe Anja Ozabera in Schytomyr am 13.08.2017 – Bericht 9/2017

Anja Ozabera ist eine Kriegswitwe mit zwei Kindern, die von EuroMaidan NRW e.V. neu in die Hilfsliste aufgenommen wurde. Unser ukrainischer Freund und zuverlässiger Mitarbeiter Oleg Boyko hatte von ihr erfahren und als hilfsbedürftig empfohlen.

Am 13.08.2017 fuhr ich (Wolf Reyscher) früh morgens von Volodymyr-Volynsky nach Bila Tserkva und machte Halt in Schytomyr. Ich hatte Hilfsgüter für Oleg Boyko’s  Hilfsprojekt in meinem Wohnmobil, die ich vorbei bringen wollte: mehrere Kartons und Taschen mit gut erhaltener gebrauchter Kleidung, Kinderspielzeug und einen zusammenklappbaren Rollstuhl. Und ich hatte die Geldspende für Anja Ozabera von Noelie Uhlmann mitbekommen. Oleg wollte mich dorthin begleiten. Da meine Russisch-Kenntnisse nicht so umfangreich sind, dass ich alles auch ohne Probleme verstehen würde, holten wir auf dem Weg zur Witwe noch einen Bekannten von Oleg ab, der sich freundlicher Weise bereit erklärt hatte für uns übersetzte.

Anja Ozabera lebt in einem Mehrfamilienhaus in einer Nebenstrasse, nicht allzu weit vom Bahnhof entfernt. Sie hat dort von der Armee eine Dreizimmerwohnung gekauft bekommen, die beim Einzug neu renoviert war. Anja empfing uns auf der Zufahrtsstrasse zu den Häusern dieses Quartiers. Bis ganz heranfahren konnten wir mit dem Wohnmobil nicht. Bei ihr waren ihre beiden Söhne. Der Empfang war herzlich, und von der Art her ist Anja sehr freundlich, offen und völlig unkompliziert. Sie bat uns in ihre Wohnung. Ein Zimmer der Wohnung ist das Wohnzimmer, eines ist das Schlafzimmer der Kriegswitwe, und das dritte Zimmer ist für die beiden Söhne. Sie schlafen dort in einem Etagenbett, dass Anja zuvor gekauft hatte. Der große Kleiderschrank im Kinderzimmer war bei Einzug schon vorhanden. Insgesamt ist die Wohnung einfach eingerichtet, sie ist sauber und hat trotz der Einfachheit Stil. Aber es fehlen noch ein paar Möbel!

Wir setzen uns im Wohnzimmer auf die Couch und unterhalten uns. Ich gebe den beiden Jungen kleine Geschenktüten, die Noelie Uhlmann zuvor gepackt hatte. Sie enthalten Haribo, Schulhefte, Stifte, Wasserfarben, und ein paar andere Dinge mehr für die Schule. Alles das ist in Ukraine sehr teuer. Zuerst wollen die beiden Kinder nicht, dann trauen sie sich aber doch. Es ist ja auch nicht einfach, wenn drei fremde Männer plötzlich da sind und sich teilweise auch noch in einer fremden Sprache unterhalten.

Anja und ihre gefallener Ehemann Aleksander waren schon in ihrer Schulzeit zusammen, da waren Anja 19 Jahre alt und Aleksander 18 Jahre alt. Sie trennen nur wenige Monate. Nach der Schule musste Aleksander zur Armee, er wurde Sergeant und Instruktor, und sie wartete drei Jahre bis zu seiner regulären Entlassung. Sie heirateten im Mai 2009. Da war Anja schon schwanger. Im selben Jahr brachte sie Evgenij zur Welt. Er war ein Wunschkind, so wie es auch der 2012 geborene Vladislav war.

2016 verpflichtete sich Aleksander erneut für die Armee. Er war Kommandant einer Abteilung des Nachrichtendienstes. September 2016 mussten er und seine etwa 30 köpfige Gruppe an die Front in die ATO. Im November 2016 trat Aleksander auf eine Mine des Feindes und wurde getötet…

Für Anja brach ihre Welt zusammen…

Durch die Hilfe der Armee hat sie zumindest erst einmal keine Probleme mit der Wohnsituation. Anja Ozabera arbeitet heute ebenfalls für die Armee und hat dort einen 3-Jahres-Vertrag für eine Verwaltungstätigkeit. In der Regel wird dieser Vertrag nach diesen drei Jahren verlängert um weitere drei Jahre. Eine Garantie gibt es dafür allerdings nicht. Für Ukrainische Verhältnisse bekommt sie ein «normales» Gehalt. Doch 8000 Griwna (nach jetzigem Stand etwa 265€) im Monat reichen natürlich nicht aus, um gleichzeitig für sich und die beiden Kinder zu sorgen. Die Erstausstattung für den Beginn des neuen Schuljahres kostet schon mehr als 2000 Griwna für jedes Kind, die laufenden Kosten für die Schule sind darin nicht enthalten. Nahrungsmittel sind teuer, die Nebenkosten der Wohnung verknappen das monatliche Budget ebenfalls um einen erheblichen Betrag. Wer in Ukraine war in letzter Zeit und dort Freunde oder Bekannte hat, der weiß das selbst.

Anja Ozabera möchte einen Schreibtisch kaufen (eigentlich braucht sie zwei, denn beide Söhne müssen für die Schule lernen) und einen kleinen Computer.

Im Namen des Vereins “EuroMaidan NRW e.V.” zahle ich Spendengelder für Evgenij und Vladislav in Höhe von 750,00 € an Kriegswitwe Anja aus und wir füllen die Quittungen aus. Deutscher Verein – deutsche Ordnung. So muss das auch sein. Nachdem diese Formalitäten erledigt sind, reden wir noch ein paar Minuten über Allgemeines, und dann verlassen wir zusammen die Wohnung.

Evgenij probiert vor dem Haus das Fahrrad aus, dass Oleg Boyko ihm mitgebracht hatte. Oleg hat es selbst besorgt und repariert. Auch hier reden wir noch ein paar Minuten, dann verabschieden wir uns.

Anja Ozabera sagt mehrfach während unseres Besuches vielen Dank für die großzügige Unterstützung. Ich sehe in ihren Augen, wie viel Ihr diese Hilfe bedeutet. Wir können ihren emotionalen Schmerz nicht lindern. Aber wir können helfen, dass sie zumindest finanziell einen großen Schritt vorwärts gehen kann. Ich bedanke mich bei allen Spendern, die diese Hilfsaktion ermöglicht haben. Gemeinsam sind wir stark. Und starke Menschen braucht nicht nur unser Land. Danke!

Wolf Reyscher  im Auftrag von Euromaidan NRW e.V.


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Spendenübergabe an Kriegswitwe Ewhenija Tishchenko in Bila Zerkwa am 14.06.2017 – Bericht 8/2017

Vor meinem Flug nach Ukraine fragte mich Noelie Uhlmann, ob ich in Bila Zerkwa eine Geldspende für EuroMaidan NRW e.V. übergeben könne. Selbstverständlich sagte ich gerne zu.

Über den Telefondienst „Viber“ und mit Hilfe von Facebook stellte ich (Wolf Reyscher) den ersten Kontakt her und traf Vereinbarungen für unser Treffen. Kriegswitwe Ewhenija Tishchenko ist völlig unkompliziert. Wir verstanden uns ohne Probleme, das Organisatorische war einfach und schnell geregelt.

In Bila Zerkwa angekommen, verabredeten wir uns für den 14.06 in ihrer Wohnung für 12:30 Uhr. Ich gab zuvor noch den vorsichtigen Hinweis, dass ich die bekannte (und wohl auch teilweise berüchtigte) deutsche Pünktlichkeit auch im Urlaub wahren werde und somit tatsächlich um Punkt 12:30 Uhr vor der Türe sei. Ewhenija nahm es mit Humor und wartete auf unser eintreffen.

Mit meiner Frau Vika war ich dann auch wirklich Punkt 12:30 Uhr vor der Tür.Ewhenija holte uns vor dem Haus ab und wir gingen zusammen in ihre neue Wohnung. Sie hatte diese Wohnung erst vor Kurzem bezogen. Und schon beim Betreten fiel mir auf, dass noch einiges renoviert werden muss. In der Wohnung wartete ihr 5 Jahre alter Sohn Yaroslav. Die 9 Jahre alte Tochter Darina war noch in der Schule. Yaroslav ist aufgeweckt und ging offen auf uns zu. Es war eine Freude zu sehen, dass er voller Energie war und uns alles Mögliche zeigen wollte.

Kriegswitwe Ewhenija zeigte uns sein Zimmer. Wir hatten den beiden Kindern ein Stifteetui mit vielen Buntstiften mitgebracht und vorgedruckte Motivbögen zum Ausmalen. Er freute sich sichtlich über unsere kleinen Geschenke. In seinem Zimmer war unter anderem eine Sprossenwand für Sportübungen an der Wand angebracht, es stand ein sogenanntes „Whiteboard“ im Raum, ein großes Bett und ein Wandschrank.

Auf dem Whiteboard zeigte Yaroslav uns, wie gut er malen kann. Er malte eine Familie mit seiner Mutter und seinem Vater. Sein Vater fehlt ihm sehr. Ich sah, wie schwer das Ewhenija fiel, und schlug vor, dass wir in die Küche gingen und dort unsere mitgebrachte Torte anschneiden sollten.

Wir setzten uns in die Küche, und Vika und ich unterhielten uns mit Ewhenija über sie und ihren gefallenen Ehemann, über ihre Kinder, über die Wohnung. Ihr Ehemann hatte selbst Kettenhemden hergestellt für Mittelalterspiele. In einer Vitrine in Yaroslavs Zimmer hatte Ewhenija uns zuvor sein Kettenhemd, sein Schwert und seinen Helm gezeigt – beeindruckende Handarbeiten.

Yaroslav kam plötzlich in die Küche, mit Boxhelm und Boxhandschuhen, und zeigte, was für ein toller Kämpfer er ist. Ich spielte eine Weile mit ihm, wir hatten beide Spaß. Ich wollte ihm zwei kleine Boxschläge beibringen, aber es war mir kaum möglich, ihn mal fünf Sekunden zum Zuhören zu bringen, so viel Energie wollte aus ihm heraus.

Wir nutzten eine kleine Pause, um für EuroMaidan e.V. die Summe von 600€ zu übergeben. Ewhenija wusste ja zuvor bereits, wieviel Geld sie als dringend benötigte Unterstützung erhalten würde. Sie füllte die Formulare aus und unterschrieb die Quittungen, und bedankte sich herzlichst und sehr dankbar für diese wertvolle Hilfe.

Sie will damit die Wohnung fertig stellen, damit es den Kindern nicht an Wohnqualität fehlt. Nach etwa einer Stunde Aufenthalt, Torte essen und Tee trinken, und nach angeregtem und immer freundlichem und offenem Gespräch mussten Vika und ich aber langsam aufbrechen. Ewhenija hatte einen Termin, und wir mussten ebenfalls wieder nach Hause. Auch auf uns wartete noch ein Termin.

Sie zeigte uns noch die anderen Zimmer in der Wohnung: ihr eigenes Zimmer und das der Tochter Darina. Hier machten wir auch unser Foto auf dem Sofa. Alle Zimmer sind sauber und soweit wie möglich schon bearbeitet. Die elektrischen Leitungen zu den Deckenlampen wurden schon erneuert, Tapete geklebt, die Fußböden belegt. Es ist aber immer noch einiges an Arbeit zu machen. Besonders das Badezimmer muss eigentlich vollständig erneuert werden. Das ist das nun anstehende Projekt. Wir verabschiedeten uns herzlich.

Ewhenija ist für uns eine freundliche und völlig unkomplizierte junge Frau mit offenem Charakter und feinem Humor. Ich denke, Vika und ich werden sie auf jeden Fall wiedersehen. Wir bedanken uns in Ewhenijas Namen sehr herzlich für die geleistete Hilfe bei allen Spendern. Das Geld wird helfen, ihr und ihren beiden kleinen Kindern eine normale Wohnsituation zu schaffen. Danke!

Wolf Reyscher  im Auftrag von Euromaidan NRW e.V.


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Spendenübergabe an Witwe Natalija Salewska in Malyn (Oblast Schytomyr) 26. Mai 2017 – Bericht 7/2017

Leider konnte ich dieses Jahr an der Osterfahrt in die Ukraine aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen. Da ich aber mit meinem Bruder Ende Mai ohnehin eine Wohnmobiltour durch die Ukraine vorhatte, habe ich zuvor mit Klaus  H. Walter Kontakt aufgenommen und vereinbart speziell für Natalija Salewska einen kleinen Spendenaufruf zu starten. Nach einer tollen Rundreise mit längeren Stops in Poltawa und Kyjiw haben wir dann am 26. Mai 2017 Frau Salewska und ihren Sohn in Malyn besucht.

Zunächst war es nicht ganz einfach das Haus zu finden, es hat etwas gedauert bis wir gemerkt haben, dass in der Hausnummer ein Tippfehler enthalten war. Für meine spärlichen Russischkenntnisse war das eine echte Herausforderung ;-). Aber in der Ukraine findet man immer Hilfe. Danke an die beiden Frauen des örtlichen Gemischtwarenladens für ihre Nachsicht, Ausdauer und erfolgreiche Hilfe.
Natalija ist uns dann prompt auf der Straße quasi über den Weg gelaufen. Kurz darauf kam Frau Natalija Tschernjajewa aus Radomyschl, welche als Volontärin für den Euromaidan NRW e.V. tätig ist und Natalija und Matwij betreut, im Schlepptau ein junges Mädchen als Dolmetscherin.

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Nachdem wir uns dann unterhalten und kennenlernen konnten, haben wir dem 7-jährigen Matwij einen vollen Rucksack (gefüllt u.a. mit Schulsachen, Taschenlampe, Schleckereien, Socken…) übergeben und uns alle an seiner deutlich sichtbaren Begeisterung gefreut.
In der Küche haben wir uns dann bei Kaffee, frischem Gebäck und Schokolade aus dem Hause Roshen über die aktuelle Situation unterhalten und die notwendigen Formalien erledigt. Wir konnten dann Natalija € 400,00 und die mitgebrachten Geschenke übergeben. Auch ihr war Freude und Erleichterung deutlich anzusehen.
Natalija hat vom ukrainischen Staat für den Verlust ihres Lebensgefährten und Vater von Matwij  eine Entschädigung erhalten und davon die Wohnung in Malyn gekauft. Küche, Bad und ein Zimmer sind bereits renoviert und mit den notwendigen Möbeln ausgestattet. Ein weiteres Zimmer befindet sich noch im Umbau und wird demnächst fertig gestellt.
Natalija hat aus erster Ehe einen erwachsenen Sohn, welcher in Polen studiert und sie ab und an besuchen kommt.
Nach einem sehr emotionalen Abschied haben wir dann mit einem guten Gefühl – an der richtigen Stelle etwas geholfen zu haben – Malyn in Richtung Lwiw verlassen.
Danke an Eckart für die Spendenunterstützung.
Holger Weiblen
(im Auftrag von Euromaidan NRW e.V.)


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Spendenübergabe an Svetlana Shepovalova für den Kriegsvollwaisen Mykita Baula – Kyiw, 08.04.2017 – Bericht 5/2017

Ursprünglich waren wir : Svetlana Shepovalova und ich (Wolf Reyscher) zuvor schon verabredet gewesen, aber das erste Treffen war kurzfristig ausgefallen. Glücklicher Weise fanden wir am 08.04.2017, am Tag vor meiner Rückreise nach Deutschland, die Zeit, uns kurz in Kyiv zu treffen. Mit dabei war wieder meine Ehefrau Vika.

Treffpunkt war wie zuvor bei der Spendenübergabe an die Witwe Anastasija Tomilin die UBahn-Station Kreschtschatik. Svetlana wartete schon, als wir quasi auf die Sekunde genau eintrafen. Da sie auch an diesem Tage nicht viel Zeit hatte und Vika und ich auch noch etwas vorhatten, gingen wir in ein nahe gelegenes Cafe, um dort die Übergabe durchzuführen.

Ich bestellte für uns alle Kaffee, während die beiden Frauen uns einen Platz zum Setzen suchten und sich unterhielten. Wir verstanden uns von Anfang an gut, wir waren schon zuvor per Textnachrichten schnell beim „Du“, und die Kommunikation verlief ohne größere Probleme.

Svetlana erschien in Vertretung für den  Kriegsvollwaisen Mykita Baula. Dieser lebt in einem Dorf bei Fastiw im Gebiet Kyiw (siehe Bericht 1/2017 von Noelie Uhlmann) bei seiner Großmutter. Es war Vika und mir nicht möglich, selbst dorthin zu fahren, da wir weder ein Auto zur Verfügung noch die notwendige Zeit für die lange An- und Abfahrt aufbringen konnten.

Svetlana war schon zuvor als Kontaktperson für den kleinen Jungen sehr hilfreich zur Hand und hatte sich gerne bereit erklärt, die Unterstützung des Vereins EuroMaidan NRW e.V. für Mykita anzunehmen und weiter zu leiten. Vika und Svetlana unterhielten sich über die Verwaltungen in der Gebietsadministration des Oblast Kyiv sowie den Ukrainischen Städten Kyiv und Bila Tserkva und über die Bürokratie, die notwendig ist, um Witwen und Waisen offizielle Hilfe zukommen zu lassen. Einfach ist das alles nicht, auch wenn ich nicht alle Einzelheiten verstand.

Nach ein paar Minuten gingen wir zur Aushändigung der Geldspende über. Svetlana Shepovalova erhielt von mir 85€ als Spende an Mykita Baula von dem Verein EuroMaidan-NRW e.V..

Sie zählte das Geld entsprechend meinem Wunsch nach und füllte die vorbereiteten Formulare aus und unterschrieb den Empfang des Geldes für Mykita.

Svetlana wollte entweder noch am selben Tag oder aber am Folgetag zu Mykita und zu seiner Großmutter und das Geld dort bestimmungsgemäß übergeben. Nach Übergabe des Geldes und Erledigung der Formalitäten verließen wir zusammen das Cafe und verabschiedeten uns voneinander, nicht ohne dass Svetlana sich noch einmal persönlich und im Namen von Mykita und seiner Großmutter für die schnelle und unbürokratische Hilfe herzlich bedankte.

Die Quittungen für diese Geldspende und die zuvor an Anastasija Tomilin übergab ich an Noelie Uhlmann am folgenden Tag nach meiner Rückkehr nach Deutschland.

Wolf Reyscher, 23.04.2017


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Spendenübergabe an Witwe Anastasia Tomilin (34) in Kyiw, 02.04.2017 – Bericht 4/2017

Kurzer Bericht zur Spendenübergabe an Witwe Anastasia Tomilin in Kyiw.

Wir, meine Frau Vika Reyscher und ich (Wolf Reyscher), trafen uns heute mit Frau Anastasia Tomilin in Kyiw im Auftrag des EuroMaidan NRW e.V. für eine Spendenübergabe.

Ursprünglich wollte Frau Svetlana Shepovalova ebenfalls zu unserem Treffen kommen, da ich auch ihr eine Spende übergeben sollte. Leider musste sie kurzfristig absagen, so dass hierfür ein zweites Treffen vereinbart wird.

Anastasia Tomilin und ich verabredeten zuvor, dass wir uns in der Stadt treffen. Das war für sie mehr Zeitaufwand, da sie erst nach Kyiw Zentrum fahren musste. Aber es war auch angenehmer, da wir uns einerseits nicht kannten und sie andererseits in ihrer kleinen Einzimmerwohnung nicht extra Platz schaffen und die Kinder beschäftigen musste. Die Verabredung verlief schon im Vorfeld einfach und völlig unkompliziert. Letztendlich warteten wir keine zwei Minuten am Kreschtschatik, bis Anastasia Tomilin mit einer Freundin pünktlich eintraf. Sie hatte leider aber verständlicher Weise nur wenig Zeit, da die beiden Kinder zu Hause warteten.

Wir gingen einfacher halber zu McDonalds direkt an der Metrostation und ich bestand unter Protest der beiden Frauen darauf, sie einzuladen. Sie nahmen die Einladung erst an, als ich sagte, ein „Nein“ nicht zu akzeptieren.

Während Vika und Anastasia Tomilin’s Freundin bestellten, suchten Frau Tomilin und ich eine Sitzplatz im Freien. Wir unterhielten uns dann in erster Linie darüber, wie lange ich schon nach Ukraine fahre und warum. Über sich selbst wollte sie nicht viel sagen. Und ich bohrte auch nicht weiter nach. Ich bin fremd für sie. Die grundsätzlichen Zusammenhänge sind hinlänglich bekannt und wurden bereits im Bericht 3/2017 erläutert.

Frau Tomilin machte auf mich einen sympathischen Eindruck, dabei zurückhaltend aber sehr freundlich. Nachdem unsere Begleitungen mit der Bestellung ebenfalls an unserem Tisch saßen, unterhielten wir uns zu viert. Ich gebe zu, dass ich nicht alles verstand, aber größtenteils konnte ich der Unterhaltung folgen. Wir sprachen über Alltagsdinge, wobei aber auch der Humor nicht zu kurz kam.

Bei all der Geselligkeit mussten wir aber die Uhr im Auge behalten und schritten deshalb nach dem Essen zur Geldübergabe. Ich händigte Anastasia Tomilin einen Briefumschlag aus mit 385€. Sie zählte das Geld wunschgemäß nach, anschließend füllte sie den Spendenbescheid des EuroMaidan NRW e.V. sowie die Empfangsquittung aus.

Für die Spender und diesen Bericht machte Vika noch ein paar Fotos während der Übergabe. Frau Tomilin bedankte sich herzlichst für die finanzielle Hilfe, die sie wirklich dringend benötige. Nach ein paar weiteren Minuten mussten sie und ihre Freundin dann aber auch wieder zurück fahren zu den Kindern. So verabschiedeten wir uns und ich kann aus Überzeugung sagen: hier wurde wieder der richtigen Witwe geholfen.

Danke an die Spender und Unterstützer des EuroMaidan NRW e.V.!


Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung und hoffen natürlich auf weitere Spenden für diese und andere Witwen und Waisen.

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Spendenaufruf für Familie Tomilin aus dem Gebiet Kyiw – Spendenaufruf 1/2017

Dies ist das allerletzte gemeinsame Familienfoto…

Die Witwe Anastasia Tomilin ist 34 Jahre alt, sie hat zwei Töchter, Valeria ist 9 Jahre alt und besucht die 3. Klasse, die kleine Sofia ist 5 Jahre alt und besucht noch den Kindergarten, wird aber in diesem Jahr schon eingeschult.

Diese kleine Familie lebt im Gebiet Kyiw und wandte sich mit einer Bitte um Hilfe an uns.

Volodymyr Tomilin (41) war ein guter Vater, Ehemann und Sohn seines Landes.

Im Februar 2015 wurde er in die Armee einberufen und an die Front geschickt. Er diente in der 79. Brigade. 14 Monaten befand er sich in der ATO-Zone, und als er danach nach Hause zurückkehrte, war seine Familie überglücklich, denn er lebte, er war da!

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Volodymyr suchte sich einen Job und fand auch einen. Und so kümmerte er sich um seine Familie, bis er am 7. Januar 2017 im Morgengrauen zur Arbeit gehen wollte und von vier freilaufenden, bissigen Hunden angegriffen wurde. Sie haben ihn buchstäblich zu Tode zerrissen. Jede Hilfe kam leider zu spät, denn Volodymyr starb noch direkt an der Unfallstelle. Die Bisse von diesen auf Angriff ausgebildeten Hunde waren tödlich für ihn…

Die Witwe Tomilin hat zwar Anzeige erstattet, aber ob da etwas herauskommen wird, bezweifelt sie sehr. Sie glaubt nicht daran, weil dieselben Hunde schon mehrmals Menschen angegriffen haben, die jedoch mehr Glück als ihr Mann gehabt und überlebt hatten. Sie alle bekamen dennoch weder Recht noch eine Entschädigung…

Es ist sehr bitter, traurig und schmerzhaft für die Witwe, so etwas zu akzeptieren. Die Lebensumstände der Familie sind seitdem sehr schlecht. Zu dritt leben sie in einer Wohnung die gerade mal 30 qm groß ist. Ob sie jetzt eine eigene Wohnung, die ihnen versprochen wurde, bekommen würden? Die Witwe Anastasia weiß es nicht. Ein großer bürokratischer Aufwand mit Problemen und Hindernissen kommt auf sie zu. Sie muss schauen, dass es irgendwie weitergeht, denn sie hat ab jetzt die alleinige Verantwortung für die zwei süßen Mädchen und sich selbst zu tragen. Sie muss viel wegstecken, und es ist nicht leicht.

Sie hat eine Behinderung zweiten Grades, welche sie am 8. Juni 2015 durch eine schreckliche Explosion in einem Nahverkehrszug (Elekritschka) erlitten hat, auch hier läuft das Ermittlungsverfahren seit eineinhalb Jahren, aber es bewegt sich gar nichts. Der Kyiwer Verkehrsverbund leistet keinerlei Unterstützung und zeigt keine Schuldanerkenntnis oder Reue. Ihnen ist es auch egal, dass Anastasia aufgrund ihren Nachlässigkeit ihre Familie nicht mehr versorgen kann.

Ein Überdruckbehälter des Türöffnungsmechanismus explodierte genau unter ihr, wodurch ihr ein Bein komplett zerfetzt wurde. Zu dem Zeitpunkt befand sich ihr Mann im Krieg, und es brach ihm das Herz, dass er nicht da sein konnte, um seine Frau zu unterstützen. Die Ärzte wollten ihr das Bein schon komplett amputieren, als ein Arzt vorschlug, es doch zu versuchen und sie zu operieren. Während der Operation stellte sich heraus, dass in ihrem Bein 10 cm Knochen fehlten, die bei dem Unfall zerstört wurden. Seitdem wurde sie mehrere Male operiert und hat doch noch einen langen Weg zur Genesung vor sich. Durch den Unfall verlor sie ihre Anstellung als Managerin in der Firma, in der sie arbeitete. Alles muss jetzt privat finanziert werden, und das alles macht ihr zu schaffen.

Sie bekommt keine Vergünstigungen, weil sie keine Kriegswitwe ist.  Wie soll sie das alleine ohne jegliche Hilfe bewältigen?

Das Schiksal dieser Familie hat uns sehr betroffen, und deshalb bitten wir Euch von ganzem Herzen, die Witwe Tomilin und ihre Kinder finanziell zu unterstützen. Damit wir alle Spenden richtig einordnen können, gebt bitte bei Spendenüberweisungen unbedingt den Verwendungszweck an.

Herzlichen Dank im Voraus für Eure Hilfe und Unterstützung!


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Spendenübergabe an die Familie Ustimenko am 10.12.2016, Gebiet Kyiw – Bericht 2/2017

Am 05.12.2016 schrieben wir einen dringenden Spendenaufruf für die Familie, den ihr hier nachlesen könnt: Aufruf 9/2016 (dort gibt es auch die Links auf frühere Berichte von Besuchen bei dieser Familie).

Einige Spenden kamen auf das Konto des Vereins, auch noch, während wir uns schon in der Ukraine befanden. So kam ein Spendenbetrag in Höhe von 400,00 € zusammen, den wir am 10.12. an Tetjana übergeben haben.

Tetjana wartete schon auf uns, es war schon dunkel draußen, als wir bei ihr ankamen. Wie immer freundlich wie ein Sonnenschein, empfing sie uns und bot uns sofort Kaffee und Tee an. Dabei erzählte sie uns, was sie noch für die Kinder kaufen möchte und, versprach uns, ein Foto zu senden sobald die Möbel da sind – was sie auch tat.

Es war schön, wieder hier zu sein, wir fühlten uns alle wohl. Tetjana erzählte uns, dass es ihr gut geht. Die Kinder sind gesund, und das ist auch das Allerwichtigste für sie. Sie freute sich, dass Menschen gespendet haben und sie Dinge anschaffen kann, die wirklich wichtig sind.

Sie bedankte sich mehrmals bei allen Spendern aus Deutschland, die sie und ihre Kinder nicht vergessen haben und seit geraumer Zeit unterstützen. Solange wir in der Küche saßen, schrieben, oder besser gesagt versuchten die Mädels, einen Brief an den Hl. Nikolaus zu schreiben. Am Ende musste Tetjana doch helfen, und dann nahm der Helfer des Nikolaus, Oleg Boyko, ihren Brief an sich und versprach, dass er ihn weiterleiten wird.  🙂

Schön, dass die Kinder noch daran glauben können.

Da Alexander und Oleg noch nach Schytomyr zurückfahren mussten, war unser Treffen entsprechend kurz. Wir zahlten Tetjana die Geldspende aus und verabschiedeten uns. Zum Schluss machten wir noch ein paar Fotos für euch, damit ihr seht wie die Familie heute aussieht und lebt.


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