Spendenübergabe an Witwe Natalija Salewska in Malyn (Oblast Schytomyr) 26. Mai 2017 – Bericht 7/2017

Leider konnte ich dieses Jahr an der Osterfahrt in die Ukraine aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen. Da ich aber mit meinem Bruder Ende Mai ohnehin eine Wohnmobiltour durch die Ukraine vorhatte, habe ich zuvor mit Klaus  H. Walter Kontakt aufgenommen und vereinbart speziell für Natalija Salewska einen kleinen Spendenaufruf zu starten. Nach einer tollen Rundreise mit längeren Stops in Poltawa und Kyjiw haben wir dann am 26. Mai 2017 Frau Salewska und ihren Sohn in Malyn besucht.

Zunächst war es nicht ganz einfach das Haus zu finden, es hat etwas gedauert bis wir gemerkt haben, dass in der Hausnummer ein Tippfehler enthalten war. Für meine spärlichen Russischkenntnisse war das eine echte Herausforderung ;-). Aber in der Ukraine findet man immer Hilfe. Danke an die beiden Frauen des örtlichen Gemischtwarenladens für ihre Nachsicht, Ausdauer und erfolgreiche Hilfe.
Natalija ist uns dann prompt auf der Straße quasi über den Weg gelaufen. Kurz darauf kam Frau Natalija Tschernjajewa aus Radomyschl, welche als Volontärin für den Euromaidan NRW e.V. tätig ist und Natalija und Matwij betreut, im Schlepptau ein junges Mädchen als Dolmetscherin.

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Nachdem wir uns dann unterhalten und kennenlernen konnten, haben wir dem 7-jährigen Matwij einen vollen Rucksack (gefüllt u.a. mit Schulsachen, Taschenlampe, Schleckereien, Socken…) übergeben und uns alle an seiner deutlich sichtbaren Begeisterung gefreut.
In der Küche haben wir uns dann bei Kaffee, frischem Gebäck und Schokolade aus dem Hause Roshen über die aktuelle Situation unterhalten und die notwendigen Formalien erledigt. Wir konnten dann Natalija € 400,00 und die mitgebrachten Geschenke übergeben. Auch ihr war Freude und Erleichterung deutlich anzusehen.
Natalija hat vom ukrainischen Staat für den Verlust ihres Lebensgefährten und Vater von Matwij  eine Entschädigung erhalten und davon die Wohnung in Malyn gekauft. Küche, Bad und ein Zimmer sind bereits renoviert und mit den notwendigen Möbeln ausgestattet. Ein weiteres Zimmer befindet sich noch im Umbau und wird demnächst fertig gestellt.
Natalija hat aus erster Ehe einen erwachsenen Sohn, welcher in Polen studiert und sie ab und an besuchen kommt.
Nach einem sehr emotionalen Abschied haben wir dann mit einem guten Gefühl – an der richtigen Stelle etwas geholfen zu haben – Malyn in Richtung Lwiw verlassen.
Danke an Eckart für die Spendenunterstützung.
Holger Weiblen
(im Auftrag von Euromaidan NRW e.V.)


Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

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Spendenübergabe an Witwe Anastasia Tomilin (34) in Kyiw, 06.03.2017 – Bericht 3/2017

Am Wochenende fragten mich Klaus H. Walter und Noelie Uhlmann von Euromaidan NRW e.V., ob ich noch Euro in bar in Kyiw habe und wenn ja, ob ich davon etwas an die Witwe Anastasia Tomilin (34) auszahlen könne. Sie schickten mir den Link zum Spendenaufruf, und für mich war klar, dass ich helfe. Insgesamt wurden für Anastasia 600 Euro gesammelt, doch so viel hatte ich nicht mehr in bar. So machten wir aus, dass ich meine verbliebenen 250 Euro, die ich noch aus Deutschland hatte, am Montag auszahle. Das würde zumindest für die erste Zeit helfen.

Die Wohnung von Anastasia, in der sie mit ihren beiden Töchtern Walerija (9) und Sofija (5) in Kyiw lebt, war von mir zu Hause fast 2 Stunden entfernt. Als ich dort ankam, war ich viel zu früh und spazierte deshalb noch durch die Wohngegend, wo sich Parks mit Spielplätzen befinden. Als ich dann anrief, dass ich da sei, erklärte mir Anastasia, wie ich zur Wohnung komme. Sie holte mich dann vom Fahrstuhl ab, und wir gingen zusammen in ihre Wohnung.

Obwohl der Verlust ihres Mannes noch keine zwei Monate her war, machte sie einen stabilen Eindruck. Nur ab und zu kamen ihr die Tränen, was allerdings nur zu verständlich war. Die beiden Kinder waren ebenfalls in der Wohnung, ebenso ihre Schwägerin. Allerdings spielten die Kinder zusammen in „ihrem Zimmer“ – in Anführungszeichen deshalb, weil es sich eigentlich um eine Einraumwohnung handelt, wobei der eine Raum durch eine Schiebetür getrennt ist. Dort lebt die Familie bereits seit über 10 Jahren.

Das Unglück ereignete sich Anfang des Jahres, zum orthodoxen Weihnachten am 7. Januar. Sie waren zu Besuch bei ihren Eltern in der Nähe von Borispil. In der Nachbarschaft lebt ein alter Mann mit über 80 Jahren, der vier Kampfhunde hielt. Besser gesagt, die Hunde sind auf ihn gemeldet, denn eigentlich gehören sie einem seiner Söhne, der nur selten da ist. Doch die Hunde wurden vernachlässigt und nur höchstens einmal in der Woche gefüttert. Entsprechend aggressiv müssen sie gewesen sein, als Wolodymyr am 7. Januar früh morgens zur Arbeit nach Kyiw gehen wollte. Das Gehege der Hunde was schlecht verschlossen, und so konnten sie den vorbeigehenden Mann überfallen. Die Bisswunden waren letztlich tödlich.

Der alte Mann wurde zwar angezeigt, doch erhielt er nur eine Strafe in Höhe von 400 Hrywnja (umgerechnet etwa 15 Euro). Eine Entschädigung von dort ist nicht zu erwarten. Weder Reue, noch Hilfe kam. Die Hunde wurden dem alten Mann zwar weggenommen, aber soweit Anastasia weiß, sind inzwischen wieder neue Hunde bei ihm.

Anastasia hat eine Ausbildung als Werbefachfrau, doch vor zwei Jahren erlitt sie in der Zeit, als ihr Mann in der ATO-Zone im Einsatz war, einen Unfall. In einem Vorortzug stand sie bereit, um auszusteigen, doch unter ihr explodierte eine Gaskartusche der Schiebetürvorrichtung, wodurch sie am Bein schwer verletzt wurde. Es folgten mehrere Operationen, und in Kürze steht wieder eine an. Doch die Verkehrsbetriebe weigern sich, eine Schuld anzuerkennen und ihr eine Entschädigung zu bezahlen. Sie hat einen Behindertenstatus und erhält vom Staat monatlich knapp über 1.000 Hrywnja (ca. 35 Euro). Nur durch die Hilfe von Verwandten und Bekannten kommt sie über die Runden. Für die Wohnung zahlt sie die Nebenkosten, und die Miete wird ihr erlassen. Trotzdem ist es finanziell natürlich sehr, sehr eng.

Zwar stehen sie auf einer Warteliste für eine eigene Wohnung, doch das wird wohl lange dauern, weil der Todesfall nicht „kriegsbedingt“ war und andere Schicksale Vorrang haben.

Sie möchte sich in ihrem Beruf weiter bilden und dann wieder arbeiten, sobald die Operationen abgeschlossen sind. Den Kindern geht es den Umständen entsprechend gut. Auf mich machten sie einen fitten Eindruck, aber Anastasia meinte, dass sie schon ab und zu fragen, wo ihr Papa denn sei.

Sofija (5) erzählte, dass sie einmal Kardiologin werden wolle. Sie singt in einem Chor und kann bereits lesen. Im Juni wird sie dann 6 Jahre alt und kommt im September in die Schule. Walerija (9) war etwas ruhiger. Die Schule gefällt ihr, und auf meine Frage, welche Fächer ihr am besten gefallen, sagte sie zu meiner Verwunderung: Mathematik und Naturwissenschaften. Fremdsprachen gefielen ihr nicht so sehr, aber als sie hörte, dass ich aus Deutschland komme, meinte sie, dass sie vielleicht Deutsch statt Englisch lernen solle.

Beide Kinder sagten, dass sie Freunde haben und nicht immer zu Hause seien. Anastasia verbringt zwar viel Zeit in der Wohnung, doch kommen immer wieder Verwandte und Bekannte vorbei. Außerdem gibt es als Hausfrau genug zu tun. Und demnächst möchte sie mit der Fortbildung beginnen.

Nach gut einer Stunde wollte ich die kleine Familie dann nicht länger stören und verabschiedete mich. Wir werden uns bestimmt wieder sehen. Ein angenehmes Treffen, obwohl einen das damit verbundene Schicksal nicht kalt lassen kann.


Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung und hoffen natürlich auf weitere Spenden für diese und andere Witwen und Waisen.

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Herzlichst Jörg Drescher und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe an Kriegswitwe Olena (22), Schytomyr, 9.12.2016, Bericht 49/2016

Eigentlich war der Besuch bei der Kriegswitwe Olena schon für den gestrigen 8.12.2016 geplant,  da sie sich aber am vorherigen Tag auf dem Truppenübungsplatz befand, verlegten wir das Treffen auf den 9. Dezember. Wir nahmen sie erst kurz vor unserer Abreise in unser „Hilfsprogramm für Witwen und deren Kinder“ auf, eine andere Witwe, die durch euch seit zwei Jahren unterstützt wird, hatte uns gebeten, Olena auch zu helfen, denn die beiden arbeiten zusammen.

Am frühen Morgen rief mich Oleg an und sagte, der Fahrer Oleksandr stünde um 9:00 Uhr bei uns vor dem Hotel, um uns zu der Kriegswitwe zu bringen. Oleg selber kann uns an diesem Tag nicht begleiten, da er arbeiten muss und für heute keinen freien Tag bekommt. Er würde uns lieber am 10. Dezember begleiten, wenn wir die Stadt Schytomyr verlassen werden, um weiter nach Fastiw und Kyiw zu fahren. Etwas später rief er mich nochmal an und sagte, dass es etwas später wird, und Oleksandr erst um 9:30 Uhr bei uns sein wird.

Das passte uns auch sehr gut, denn so konnten wir noch andere Dinge erledigen und in Ruhe wenigstens eine Tasse Kaffee trinken, denn auf Frühstück mussten wir leider seit dem Beginn unserer Reise immer verzichten. Als wir zum Hotel zurückkehrten, stand Oleksandr schon da. Er begrüßte uns ganz lieb, und wir fuhren sofort los.

Ich weiß nicht mehr, wie lange wir unterwegs waren, aber irgendwann kamen wir endlich in einem Vorortbezirk an dem in einer Sackgasse gelegenen Häuschen an, wo die junge Kriegswitwe zur Zeit Unterschlupf gefunden hat. Sie kam ganz schnell raus und bat uns hinein. Eigentlich wohnt sie in einem Dörfchen in der Nähe von Schytomyr, übernachtet aber bei dem Cousin ihres gefallenen Mannes, wenn sie in der Stadt bleiben muss.

Zu dritt, Klaus, Olena und ich, setzen wir uns an einen Tisch und versuchen passende Worte zu finden, um dieses Gespräch anzufangen. Also erklären wir ihr erstmal, wer wir sind und warum wir sie kennenlernen wollen.

Als sie in Tränen ausbricht, sagen wir nichts mehr. Die Tränen quellen schneller aus ihren Augen, als sie sie abwischen kann, denn sie laufen wie ein bitterer Regen an ihren Wangen herunter. Die Zeit bleibt stehen. Was ist hier das richtige in so einer Situation? Eine Antwort haben wir nicht. Wir bieten ihr einfach Tempotaschentücher an, die sie dann entgegen nimmt, um sich die Tränen zu trocknen.

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Olena ist 22 Jahre alt, sie ist Mutter eines ganz süßen Jungen Namens Jegor. Jegor ist zweieinhalb Jahre alt. Olena zeigt uns sein Foto auf dem Handy. Diesen kleinen Spatz kann man nur ins Herz schließen. Jegor befindet sich bei seiner Oma, denn Olena muss arbeiten, um den Unterhalt für sich und den Kleinen zu verdienen.

Während sie uns die Fotos zeigt und weiter über ihr Leben, über ihren Mann und das Kind erzählt, hören ihre Tränen nicht auf zu fließen. Es ist kaum zu ertragen, aber wir reißen uns zusammen, bewahren die Ruhe und lassen sie erzählen. Vielleicht hilft ihr das, wenn jemand einfach da sitzt und ihr zuhört.

Irgendwann bei unseren Fragen zu ihrem Ehemann kippt die Situation um. Vor lauter Weinen und Schluchzen zittert ihr junger Körper, und so frage ich sie, ob ich sie umarmen darf, und sie nickt zustimmend. Und so stehen wir da und halten uns in den Armen, diese junge, zerbrechliche Kriegswitwe und ich. Da kann ich meine Gefühle auch nicht mehr kontrollieren, und Tränen kommen auch in mir hoch… Schnell muss ich mich zusammenreißen, denn meine Tränen werden ihr auch nicht helfen.

Wir setzen uns wieder hin und sie erzählt uns etwas mehr.

Olena und Wolodymyr haben sich schon in der 8. Klasse, als sie noch die Schule besuchten, ineinander verliebt. Später, als die beiden die Schule beendet hatten, begann Olena eine Ausbildung zur Geburtshelferin und Wolodymyr nahm ein Studium in Kyiw auf, welches er später aber abbrach, um zu Olena zurückzukehren. Er fand Gelegenheitsjobs und versuchte so, den Unterhalt für die junge Familie zu bestreiten. Olena wurde schwanger, die beiden waren überglücklich und konnten es kaum abwarten, bis das Kind da war und sie endlich Eltern wurden. Wolodymyr verwöhnte seine Frau, wo er nur konnte, denn er liebte sie wirklich sehr.

„Bei uns war es so, ich war die, die das Kind erzogen hat, und der Papa liebte Jegor einfach abgöttisch und erlaubte ihm alles.“

Für kurze Zeit erstrahlen ihre Augen mit einem besonderen Leuchten, aber kurz danach, sind sie wieder mit Tränen gefüllt.

Im März 2014 traf Wolodymyr eine Entscheidung, eine wichtige Entscheidung für ihn als Mann. Er beschloss, sich freiwillig zu melden und an die Front zu gehen. Was er kurz danach auch tat. Als er diese Entscheidung traf, war Olena schon schwanger, aber er konnte nicht anders. Als die Geburt nahte, bekam Wolodymr im Juli 2014 zehn Tage Urlaub und kam nach Hause, und zusammen brachten sie den kleinen Jegor zur Welt. Die Familie war überglücklich, Wolodymyr kümmerte sich so liebevoll um Olena und ihren gemeinsamen Sohn, aber leider ging sein Urlaub viel zu schnell vorbei, und er musste zurück an die Frontlinie.

Das zweite Mal als Sohn und Ehefrau ihn sehen konnten, war im Dezember 2015. Während seines Besuches verstand Wolodymyr, dass er gerne bei seiner Familie bleiben wollte, um den kleinen Sonnenschein aufwachsen sehen zu können. Er sagte zu Olena, dass er seinen Kontrakt bei der Armee kündigen würde, um für immer Nachhause zu kommen.

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Am 21.12.2015 um 14:59 haben die beiden zum allerletzten Mal miteinander telefoniert. Er versprach, dass er sich um 20:00 Uhr noch melden würde. Seine Einheit stand zu dem Zeitpunkt in Piski im Gebiet von Donezk. Um 20:00 Uhr, klingelte das Handy nicht, und am Tag darauf auch nicht. Olena versuchte, seinen Kollegen zu erreichen, aber keiner ging dran.

Später wurde sie dann angerufen und sie bekam mitgeteilt, dass ihr Wolodymyr (21)  am 23.12.2015 gefallen ist. Zusammen mit ihrer Schwiegermutter fuhr Olena nach Dnipropetrowsk (heute Dnipro) zum Metschnikowa-Krankenhaus, um dort seinen leblosen Körper in Empfang zu nehmen, damit sie ihn nach Hause bringen und dort begraben konnten.

Olena ist seit Kurzem ebenfalls der Armee beigetreten. Sie hat einen Dreijahresvertrag unterschrieben und arbeitet dort als Sanitätsunteroffizierin. Eine Kriegswitwenrente steht ihr nicht zu, weil sie jetzt berufstätig ist, aber ihr Sohn wird demnächst seine Waisenrente erhalten, nachdem alle bürokratischen Schritte geklärt sind. Es dauert halt etwas länger, da die Eltern ihre Ehe nicht offiziell registriert hatten. Unterstützung bekommt sie von ihrer Mutter (41), sie passt auf den Jungen auf und bringt ihn zum Kindergarten. Sobald Olena frei hat, fährt sie zu ihm und ihrer Mutter in das Dorf bei Schytomyr, wo sie eigentlich auch wohnt. Ihr Vater ist im Jahr 2001 verstorben.

Sie sagt zu uns: „Wolodymyr war und ist immer mein Herz und meine Seele! Es ist sehr schwer, ohne ihn, allein zu sein! Ich habe immer nur mit dem einen Gedanken gelebt, er ist da, er lebt. Es ist sehr schwer, nach Hause zurückzukehren und ihn dort nicht vorzufinden, dann sehe ich unseren Sohn an, denn er ähnelt seinem Vater so sehr.“ Sie bricht wieder in bittere Tränen aus, und so beschließen wir, das Treffen hier zu Ende zu bringen, damit sie endlich wieder zur Ruhe kommen kann. Zudem muss sie auch los, denn ihr Sohn Jegor wartet auf seine Mama.

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Wir zahlen ihr für ihren Sohn einen Unterstützungsbetrag von 350.00 € aus, wofür sie sich ganz herzlich bedankt. Bei der Verabschiedung erfahren wir noch, dass unsere ursprüngliche Information, derzufolge sie noch im Dezember zusammen mit einem großen Teil ihres Bataillons an die Front verlegt werden soll, nicht mehr stimmt, da sie eine alleinerziehende Mutter ist, kann sie am Standort Schytomyr bleiben.


Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

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Herzlichst Noelie Uhlmann, Klaus H. Walter und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.

 

Spendenübergabe an Witwe Iryna Ponotschowna, Schytomyr, 8.12.2016, Bericht 48/2016

Unser Termin bei der Witwe Iryna war ursprünglich für 17:00 Uhr geplant. Da eine andere Witwe sich aus beruflichen Gründen sich auch noch heute mit uns treffen konnte, verlegten wir diesen Termin auf etwas früher und fuhren nach einer kurzen Kaffeepause alle zusammen zu ihr nach Hause.

Die Witwe Iryna Ponotschowna haben wir erst ganz kurz vor unserer Abreise aus Deutschland ins Hilfsprogramm aufgenommen. Wer sie ist, wie sie wohnt und welchen Bedarf sie hat, wissen wir bei unserer Ankunft noch nicht im Detail.

Wir kommen nach abenteuerlicher Fahrt durch ein Schytomyrer Wohngebiet über halb vereiste Gässchen an der Adresse (die der Hausnummer nach eigentlich an der Hauptstraße nach Kyiw liegen sollte) vor einem maroden Gebäude an.

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Es sieht einfach fürchterlich aus, doch als wir reingehen, erscheint und riecht es noch viel schlimmer, als wir uns das vorstellen konnten. Kein Licht in den Fluren – nur komplette Dunkelheit. Gut, dass Iryna uns entgegen kommt, um uns zu ihr in ihre sogenannte „Wohnung“ zu begleiten: Dieses Gebäude hier war früher ein Wohnheim, welches später zur Privatisierung freigegeben wurde. Die Leute, die hier wohnten, fingen an, ihre kleinen Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnungen zu kaufen, damit sie nicht auf der Straße landeten. Genauso tat es auch die Mutter von Iryna damals, das heißt, Iryna wurde hier groß und lebt weiterhin mit ihrer Mutter und ihren zwei Kindern in derselben kleinen Wohnung. Zwei winzige Zimmer, die sie sehr sauber hält, eine Gemeinschaftsküche, und seit kurzem hat sie eine eigene (frisch renovierte) Toilette am Ende des Etagenflurs. Als sie uns dies berichtet, merkt man, dass sie sich darüber freut. Aber uns macht das Ganze sehr traurig und sprachlos.

Iryna Ponotschowna ist 33 Jahre alt. Sehr jung, wenn man nur diese Zahl anschaut, aber ihr Gesicht ist geprägt von Leid und vielleicht auch von Hilflosigkeit, denn am Haaransatz können wir sehen, dass ihr Haar mit ihren 33 Jahren komplett ergraut ist. Sie ist sehr offen mit uns und beantwortet unsere Fragen mit einer gewissen Leichtigkeit.

Iryna hat zwei Kinder, ihre Tochter Viktoria ist neun Jahre alt und besucht die 4. Klasse. Der kleine Sohn Nasar ist gerade 21 Monate alt, er hält gerade seinen Mittagsschlaf und schläft in dem kleinen Nebenraum.

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Iryna wuchs ohne Reichtum auf. Als sie die Schule abschloss, konnte sie aus finanziellen Gründen kein Studium beginnen, und daher suchte sie sich eine Ausbildungsstelle als Verkäuferin, was sie auch erfolgreich abgeschlossen hat. Danach arbeitete sie als Verkäuferin in einem Ladengeschäft. Dabei hat sie ihren zukünftigen Ehemann Oleksyj kennengelernt. Er kam immer in den Laden, um seine Einkäufe zu tätigen, und so haben die beiden sich kennengelernt. Zwei Jahre ging es so, bis die beiden so weit waren, eine Familie zu gründen. Iryna hatte schon ihre Tochter Viktoria, die aus ihrer ersten Ehe stammt, was Oleksyj sehr locker sah und das kleine Mädchen richtig ins Herz schloss. Er war für das Kind immer da, denn er war zu ihrem Vater geworden, der sie tröstete, wenn sie weinte, und der ihr seine Liebe schenkte.

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Oleksyj Jewdoschtschuk wurde 31 Jahre alt. Am 12.Dezember 2014 wurde er in die Armee einberufen. Zu diesem Zeitpunkt war Iryna schon schwanger. Kurz danach, im März 2015, brachte sie Nasar zur Welt. Sie konnte ihren Sohn nicht sofort taufen lassen, denn Oleksyj bekam nicht frei. Erst im September 2015 durfte er für ein paar Tage nach Hause. Das war eine sehr schöne Zeit, als diese Familie wieder vereint war.

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Am 17. Mai 2016 wurde ihr Ehemann Oleksyj in Nowoaleksiiwka (Oblast Cherson) bei Henitschesk an der Demarkationslinie zur annektierten Krim umgebracht, zuerst zwei Schüsse in den Rücken und dann zwei Schüsse in den Hinterkopf. Der Schuldige befindet sich in Untersuchungshaft. (Es gibt ukrainischsprachige Zeitungsartikel über seine Ermordung und Beerdigung: Cherson online, Maidan-News, Journal Schytomyr). In einem dieser Artikel heißt es sinngemäß: “Die aktive Kriegsteilnahme im Donbas hat er überlebt, aber bei einem Einsatz an der Krim-Grenze kam er zu Tode.”

Am 19. Mai 2016 fand die Beerdigung statt. Oleksyj hatte schon immer gesagt: „Wenn ich irgendwann sterbe, dann möchte ich sehr gerne auf dem Friedhof neben meinem Opa beerdigt werden.“ Seinen allerletzten Wunsch hat Iryna ihm erfüllt, denn der Großvater war für ihr eine verehrte Respektsperson gewesen.

„Er war ein sehr ehrlicher Mensch, sehr direkt und auch sehr mutig. Wir liebten uns sehr, er war einfach ein wundervoller Mensch, Vater und Ehemann!“

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Im Auftrag des Vereins überreichten wir Iryna für ihre Kinder einen Unterstützungsbetrag von 400,00€. Sie bedankt sich sehr herzlich für diese finanzielle Unterstützung bei uns und bei allen Spendern. Sie verabschiedet uns mit netten Worten, und wir wünschen ihr und ihrer Familie alles Gute.


Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

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Sachspendenübergabe an das Kinderheim/Internat „NowoBorowa“, Schytomyr, 8.12.2016 – Bericht 45/2016

Das Kinderheim/Internat „NowoBorowa“ kennt ihr aus unseren zwei vorherigen Berichten, die am 27.02.16, Bericht 11/2016 bzw. am 13.10.2016 – Bericht 39/2016, veröffentlicht wurden.

Bei der vorherigen Spendenübergabe wurden wir sofort gefragt, ob es uns möglich wäre, das Haus weiter zu unterstützen, denn sie brauchten noch weitere neun Matratzen. Als wir nach Deutschland zurückkamen schrieben wir einen Bericht darüber, wie die Spendenübergabe verlief, und baten sofort um weitere Spenden für die noch fehlenden Matratzen. Dieser Aufruf wurde erhört, und somit konnten wir jetzt eine erneute Spendenübergabe durchführen.

Am 8. Dezember um 8:30 Uhr ( in Deutschland ist es 7:30), wurden wir von Lesja Morosowa und Ruslan Morosow mit ihrem Auto abgeholt und fuhren sofort zu einer Bank, damit wir die 350,00€ in ca. 9.000,00 Hrywnja wechseln konnten.

Nachdem dies erledigt war, fuhren wir  zu einer Großbäckerei, um unsere Bestellung von Lebkuchen abzuholen. Die Mädchen sollen nicht nur gut schlafen, sondern auch etwas Leckeres zum Naschen bekommen. Bevor wir aus Deutschland losflogen, telefonierte ich mit Lesja und bat sie darum. zum Laden zu fahren und die ukrainischen Adventslebkuchen im Voraus zu bestellen, was Lesja auch tat.

Am Tag danach erzählte sie mir per Skype ganz stolz, dass sie die Kekse bestellt habe und dass alles ok sei. Da ich immer alles zweimal prüfen mag und etwas misstrauisch bin, bat ich sie, mir die bestellten Kekse zu beschreiben. Dabei stellte sich raus, dass sie die falschen bestellt hatte, also suchte ich ein Foto der Kekse raus und schickte es Lesja. Sie druckte das Foto aus und fuhr sofort wieder dahin, stornierte die Bestellung und zeigte der Verkäuferin das Bild. Ende gut – alles gut, denn die richtigen, leckeren und großen Lebkuchen waren bestellt.

Gegenwärtig stehen wir im Geschäft, und Lesja sagt zur Verkäuferin: „Zeigen Sie uns bitte die Bestellung. Ich hoffe, das sind die richtigen, denn wenn nicht muss ich alle fünf Kartons Kekse allein und ohne Hilfe aufessen.“ Das Geschäft füllte sich mit lautem Lachen. Es waren aber die richtigen! Wir bezahlen die 5 Kartons, und erleichtert und glücklich gehen wir zurück zum Auto.

Wir fahren zu dem uns bekannten Laden, bei dem wir die Matratzen im Voraus aus Deutschland vorbestellt haben, damit die Übergabe an einem Tag durchgeführt werden kann. Selber werden wir dieses Mal das weit außerhalb von Schytomyr liegende Haus und seine Bewohnerinnen nicht besuchen können, da wir einen ausgefüllten Arbeitsplan haben. Daher kam Ljudmila Pawmotschenko mit dem Barkas-Lieferwagen des Heims nach Schytomyr, wo wir alles an sie übergeben wollen. Wir steigen alle aus den Autos aus, begrüßen uns und gehen schnell in den Laden rein, denn draußen sind es gefühlte -15 Grad.

Der Chef des Ladens ist auch schon da. Nach einem kurzem Gespräch werden wir uns einig und bezahlen die vorbestellten neun Matratzen ( 7.560,- UAH) , die gleich auch geliefert werden. Ich frage ihn, ob wir seinen Tisch benutzen dürfen um die Übergabe offiziell zu dokumentieren, und er stimmt zu.

Zusammen mit Frau Pawmotschenko führen wir die Übergabe durch, und alle Quittungen sind unterschrieben. Wir sind erleichtert, dass alles so reibungslos verlief, und die Mitarbeiterin  des Heimes ist überglücklich.

Als Dank für die mehrfache Sachspende überreichte uns Ljudmyla Pawmotschenko eine Urkunde:

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Ljudmyla Pawmotschenko ist überglücklich und verspricht mir, dass sie ein paar Fotos machen werde, wie die Mädchen die Lebkuchen verteilen werden, und sie mir zusenden würde, was sie auch tat:

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Draußen vor dem Laden fuhr auch schon bald ein Lieferwagen vor, der die Matratzen aus einem Lager brachte. Im Nu waren die Matratzen aus dem Lieferwagen in den Barkas umgeladen, die Kartons mit den Lebkuchen dazu – und weiter ging es zum nächsten Termin.

Wir bedanken uns ganz außerordentlich bei Lesja Morosowa und Ruslan Morosow, die uns bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Sachspendenübergabe ganz uneigennützig geholfen und diese erst möglich gemacht haben. Sie haben vorher die Lebkuchen bestellt, uns in ihrem Privatfahrzeug kostenlos durch die Stadt gefahren und bei der Beladung tatkräftig mitgeholfen. Дякую вам за ваші зусилля, Лесю і Руслане! Vielen Dank für Ihre Bemühungen, Lesja und Ruslan!

Wir sind unseren Spendern und Unterstützern sehr dankbar, dass wir auf diese Weise eine Abteilung des Kinderheims mit neuen Matratzen für alle größeren Mädchen ausstatten konnten. Herzlichen Dank nochmals!

Leider gibt es noch weitere Abteilungen des Kinderheims, für die ebenfalls Ersatz für die durchgelegenen alten Matratzen benötigt wird, insofern ist unsere Hilfe sicherlich auch zukünftig von Nöten. Wir bitten ganz herzlich um weitere Spenden zugunsten dieses Kinderheims.


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Auszahlungsreise Dezember und Weihnachtsspendenübergabe an Oleg Boyko, Schytomyr, 8.12.2016 – Bericht 44/2016

Einer Einladung zur Gala der Wohltätigkeitsverbände von Schytomyr folgend flogen Noelie Uhlmann und Klaus H. Walter für den Verein Euromaidan NRW e.V. am 7. Dezember für ein paar Tage in die Ukraine.

Natürlich verbanden wir dies mit Auszahlungen an Witwen und Waisen sowie einer Sachspendenübergabe an ein Kinderheim (darüber werden wir in den nächsten Tagen noch jeweils separate Berichte veröffentlichen) – und mit der Auftragserteilung und Spendenübergabe an Oleg Boyko für den Versand von Weihnachtsgeschenken für viele Kinder in Familien von gefallenen Soldaten in der ganzen Ukraine.

Am 12.11.2016 hatte unser Verein einen Aufruf für eine Weihnachsspendenaktion gestartet und gehofft, dass viele Menschen den Aufruf lesen und danach auch spenden werden. Wir haben uns intensiv überlegt, welche Kinder in diesem Jahr Geschenke erhalten sollen, dabei mussten wir teilweise sehr schwere Entscheidungen treffen. Unser ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Ukraine, Oleg Boyko, wird den größten Teil der Arbeit übernehmen. Und so stellten wir die Liste zusammen. Zuerst waren es 49 Kinder am Anfang, aber schon damals wussten wir, dass diese Liste noch nicht endgültig ist. Und so waren kurz danach schon 52 Kinder eingetragen, und die Zahl ging immer wieder höher… 56… 63. Heute, am 13.12.2016, haben wir insgesamt 69 Kinder auf unserer „Weihnachtsliste“.

Kurze Übersicht wie es weitergeht: Oleg Boyko ruft Kriegswitwen an und fragt, was deren Kinder sich wünschen. Alles dokumentiert er sorgfältig und sammelt weitere Angaben. Manche Kinder werden über ihre Wünsche ein Bild malen und den Brief dann “an den Hl. Nikolaus” (an Olegs Adresse) versenden.

Beispielsbild: Wunschzettel für den Weihnachtsmann
Beispielsbild: Wunschzettel für den Weihnachtsmann

Danach muss er einkaufen. Das wird echt schwer, denn die Wünsche der Kinder haben Priorität, und es ist nicht immer einfach, genau das zu finden, was sie sich wünschen. Manche Geschenke kann er persönlich an einige Kinder abgeben, die übrigen muss er per Post versenden. Dieses Jahr werden Kinder aus vielen Regionen der Ukraine beschert wie: Schytomyr, Oblast Schytomyr, Kiyw, Oblast Kyiw mit Fastiw, Bila Zerkwa, Wyschhorod u.a., Oblast Chmelnizkij, Wolhynien, Oblast Saporischschja mit Melitopol u.a.

Am 8.12.2016 trafen sich die Vertreter des Vereins mit Oleg Boyko und übergaben ihm 1.200€ in bar. Wie diese Summe entstanden ist, verstehen wir bis heute nicht und sind äußerst dankbar für alle, die gespendet haben.

675, 00€ wurden für die Weihnachtsspendenaktion auf Facebook durch kleinere und größere Spenden gesammelt, und dann gab es noch weitere Zusagen. Das reichte aber nicht für unseren großen Bedarf. Maximilian Greiner hörte von unserer Not und erklärte sich bereit, eine größere Spende an unseren Verein zu überweisen, und Dank ihm konnten wir die Weihnachtsaktion abschließen. Das hieß für uns, dass alle Kinder, die auf der „Weihnachtsliste“ standen, persönliche Geschenke erhalten werden! Herzlichen Dank allen Spendern, Weihnachten ist gerettet!

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Nachtrag: Am 13.12.2016 berichtete Oleg Boyko auf Facebook über die ersten Einkäufe:

“Das Team des Hl. Nikolaus beginnt, die Läden und Onlineshops zu leer zu kaufen … Auf der Liste stehen 69 Kinder von gefallenen Helden …
Vielen Dank an unsere Freunde, Spender aus Deutschland !!!”


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Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen und Waisen

Herzlichst Klaus H. Walter, Noelie Uhlmann und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.

Spendenübergabe an die Kriegswaisen Iwan und Oleksandra in Wolodymyr Wolynski – Anfang Oktober 2016 – Bericht 34/2016

Nach unserem Spendenaufruf 7/2016 vom 11. September waren trotz der kurzen Zeitspanne erfreulicherweise einige Spenden zusammengekommen, die wir (Julia Kosinczky, Klaus H. Walter und Jörg Drescher) auf unserer Auszahlungsreise durch Wolhynien den beiden Kindern und ihrer Großmutter Anna Golowina überbringen konnten.

Nach unserem Besuch bei Nadija Uporowa (siehe Bericht 27/2016) war diese so freundlich, uns den Weg zum Haus der Großmutter der beiden Kriegswaisen zu zeigen – Google Maps hatte leider für diesen Stadtteil von Wolodymyr Wolynski keine Straßenbezeichnungen, so dass auch ein Navigationsgerät den Weg nicht gefunden hätte.

Anna Golowina hatte sich kurz freigenommen – sie arbeitet als Krankenschwester in einer Schule – und prompt kam während unseres Besuchs ein Anruf aus der Schule, ein Kind habe sich (leicht) verletzt, so dass wir unseren Besuch auf ein Minimum beschränken mussten. Sowohl Iwan als auch Oleksandra waren aber zuhause und freuten sich über die mitgebrachten Haribo-Tüten.

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Der Vater dieser Kinder, der 33-jährige Dmitri Golowin aus der Stadt Wolodymyr-Wolynskyj ist einer derjenigen, die ihr Leben für die Freiheit und die Einheit der Ukraine gaben. Er war (nach einer Scheidung und dem Wegzug der Mutter nach Moskau) alleinerziehender Vater von zwei Kindern – dem jetzt zwölfjährigen Iwan und der achtjährigen Oleksandra. Als er einen Einberufungsbefehl vom Militär bekam, widersetzte er sich nicht und gab auch nicht an, dass er alleinerziehender Vater war. „Wer sonst schützt uns?“ sagte er mit Überzeugung zu seiner Mutter, die ihren Sohn gebeten hatte, nicht in den Krieg zu gehen. Aber jetzt ist die Großmutter Anna Golowina die einzige Person, die sich um die Enkelkinder kümmern kann, denn Dmitri Golowin fiel am 1. Februar 2015 in Troizke bei Debalzewe. (Sein Eintrag im „Gedenkbuch der Helden“ – ukrainischsprachig)

Wir übergaben der Großmutter für die beiden Waisen den Gesamtbetrag von 600.- Euro aus den für die beiden eingegangen Spenden (und dann aufgerundet):


Wir danken ganz herzlich für Ihre bisherige Unterstützung, Ihr tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und Waisenkinder in der Ukraineso dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

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Herzlichst

Klaus H. Walter, Julia Kosinczky und Jörg Drescher für das Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”