Spendenübergabe an Witwe Wioletta Juldascheva mit fünf Kindern, Kyiw 1.03.2016 – Bericht 14/2016

Für diese Familie schrieben wir am 22.01.2016 einen Spendenaufruf, den ihr hier noch einmal nachlesen könnt: Aufruf 1/2016.

Die Witwe Wioletta wohnt mit ihren Kindern in der Stadt Charkiw. Das Treffen findet aber in Kyiw statt, da ich nur für kurze Zeit für Spendenübergaben in der Ukraine sein werde. Ich würde es zeitlich einfach nicht schaffen, sie in Charkiw zu besuchen, weil wir nach wie vor grundsätzlich alle Spenden persönlich übergeben wollen. Also suche ich nach einem Kompromiss, und Wioletta sagt mir auch sofort zu, denn diese Frau verbindet viel mit Kyiw. Ihr Mann Temur liegt hier beerdigt, und zwei ihrer älteren Kinder studieren seit kurzem hier. Außerdem hat sie hier viele Freunde gefunden, welche sie herzlich empfangen und ihr Heim sehr gerne mit ihr teilen.

Wir treffen uns am 1.März 2016 in Kyiw auf dem Maidan und gehen zusammen ins Hotel „Ukraina“, wo ich während meines Aufenthaltes übernachte. Wioletta kommt nur mit einem ihrer fünf Kinder, Aristarch, zum Treffen. Die anderen zwei sind in der Uni, und die anderen sind krank geworden – sie macht sich Sorgen. Da die anderen Kinder nicht dabei sein können, verspricht sie mir noch am gleichen Abend, ein Familienfoto zu machen und es mir zu zusenden. „Das ist doch kein Problem, denn wichtig ist, dass Sie überhaupt hergekommen sind!“ sage ich ihr, und so gehen wir aufs Zimmer, damit wir uns in Ruhe unterhalten können.

Wioletta ist 39 Jahre alt, aber im Leben sieht sie viel jünger aus. Sie hat fünf tolle Kinder: Margarita (18), Georgyj (17), Wladislaw (17) der schon von Geburt an unter infantiler Zerebralparese leidet, Aglaja (10) und das Nesthäkchen Aristarch (9).

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Die Geschichte dieser Frau, Flüchtling und Witwe ist sehr bewegend, und ich bin sehr dankbar, dass ich sie an diesem Tag kennenlernen durfte.

Wir machen es uns bequem, und ich kläre sie erstmal darüber auf, wer wir sind und warum wir helfen. Wioletta hatte uns damals um Hilfe gebeten, und ich frage sie, wie sie auf uns kam. Sie beantwortet mir die Frage mit : „Ich musste an dem Tag die Überreste meines Mannes aus der Leichenhalle abholen. Ich holte ihn ab und fuhr zurück nach Kyiw. Er lag im seinem Sarg, und ich saß neben ihm. Wärend der Fahrt klingelte mein Handy. Es war Maksym aus Melitopol. Er sagte mir, dass es einen Verein in Deutschland gibt, der versucht, die Witwen so weit es geht zu unterstützen. Ich solle mich doch bitte an den Verein wenden, denn alleine mit fünf Kindern sei nicht einfach, besonders da eines der Kinder so krank ist. Und so tat ich es dann auch. Danke, dass Sie meinen Hilferuf gelesen haben.“

Als sie mir dies erzählt, höre ich zuerst nur den Anfang. Es ist nicht der erste Fall, in dem Witwen die Leichen ihrer Liebsten selber abholen müssen. Sie dienten doch dem Staat, der Ukraine. Warum kümmert sich das Militär nicht darum. Naja, die Situation kann man leider nicht mehr verändern. Daher sollten wir uns in diesem Fall jetzt auf ihre Zukunft konzentrieren und versuchen, so weit es uns allen möglich ist, solche Familien zu unterstützen und ihnen den nötigen Halt schenken und geben!

Ich frage Wioletta, ob ich etwas über ihre Vergangenheit erfahren dürfe, worauf sie sehr überrascht reagiert: „Danach hat mich bisher noch nie jemand gefragt.“

Liebe Leser, damit ihr euch besser hineinversetzen könnt, kehren wir zurück in das Jahr 2005 und gegebenenfalls sogar früher, in den Ort Luhansk und sehen, wie die Familie früher lebte und was für Menschen sie vom Charakter her sind, wer sie überhaupt sind.

Wioletta verliebte sich und heiratete den Mann ihres Lebens, wie sie damals dachte. Mit ihm bekam sie ein Kind. Einen Jungen Namens Wladislaw, der leider nicht gesund zur Welt kam. Dies belastete ihren Ehemann so sehr, dass er ihr die Schuld daran gab, dass das Kind unter infantiler Zerebralparese litt. Die Ehe ging daran zu Bruch, und er verließ sie. Er ließ sie und den gemeinsamen Sohn ganz allein auf sich selbst gestellt. Ihre Mutter und ihr Opa halfen ihr, wo sie nur konnten.

Fünf lange Jahre lebte sie mit Wladislaw allein. In ihrer Freizeit ging sie in eine Sporthalle, wo sie gerne Sport trieb, und lernte dort ihren zweiten Ehemann kennen. Temur Juldaschew war ein sehr sportlicher Mensch, Sport war sein Beruf, und die Berufung seines Lebens. Er trainierte auch in dieser Sporthalle und sah Viola zwischendurch. Kontakt zueinander nahmen die beiden zunächst nicht auf. Sie beobachteten sich nur aus der Ferne. Bis Wioletta eines Tages nicht mehr genügend Zeit hatte und aufhören musste, zum Sport zu gehen.

Als Temur sie nicht mehr sah, ergriff er die Initiative, und er fand sie auch. Die beiden trafen sich wieder. Wioletta war schon immer ein sehr offener Mensch, und so erzählte sie Temur über sich und dass sie ein krankes Kind habe. Und so fragte sie ihn, was er also mit ihr wolle. Was er ihr darauf antwortete, bringt mich heute zum nachdenken: „Ich habe auch zwei Kinder und zahle Unterhalt! Dein Kind ist mein Kind!“ Er gab nicht auf, und mit viel Liebe und Geduld gewann er Wiolettas Vertrauen und bewies ihr, dass es wahre Liebe wirklich gibt!

Und so heirateten die beiden am 1. Seprember 2005. Temurs Kinder Margarita und Georgyj lebten bei ihrer Mutter. Sie besuchten regelmäßig das frisch getraute Elternpaar und lernten sich alle kennen. Das Verhältnis zwischen allen Parteien stimmte. Wioletta war glücklich, denn sie war endlich angekommen.

Am 8. Oktober 2006 starb ihre Mutter. Temur gab seiner Frau Halt, denn sie war schwanger und musste geschont werden. So ging eine wichtige Person aus ihrem leben, und ein kleines Leben kam rein. Beide Eltern waren überglücklich, und Aglaja stellte alles auf den Kopf.

Ein Jahr nach Aglaja kam Aristarch zur Welt. Die beiden liebten Kinder und waren sehr glücklich, dass sie so eine große Familie hatten.

Das Jahr 2010 war ein Schlag für die Familie, denn die leibliche Mutter von Margarita und Georgyj, war eines Nachts bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Für Wioletta und Temur gab es nichts zu besprechen, denn sie waren ein Team, ein Herz und eine Seele. Sie holten die beiden Kinder sofort zu sich. Es gab zwar noch eine Oma, die mit ihren 67 Jahren aber nicht mehr in Frage kam, um die beiden Halbwaisen großzuziehen. Also erklärten sie es den Kindern so gut sie konnten, und sie verstanden es.

So eine kleine Wohnung für sieben Personen. Das Glück kam in dieser Familie nach so einem Schlag nur langsam zurück. Sie bekamen eine Drei-Zimmer-Wohnung in Luhansk, denn Temur diente in der Armee. Ach, was waren sie doch zufrieden damit.

Im November 2013 begann der Maidan in Kyiw, und Temur nutzte jede Minute, um dabei zu sein. Schon damals, als auf dem Maidan die ersten Menschen starben, sagte er Wioletta, dass das alles nur der Anfang sei. Was er wohl damit meinte, können wir ihn leider nicht mehr fragen, aber wir können ja selber sehen was in der Ukraine seitdem passiert.

Ende Februar/Anfang März, sagte Temur seiner Frau, dass sie bitte all ihre Sachen und die der Kinder packen, zu seiner Mutter fahren und da bleiben solle. Er dachte, dass sie da Ruhe haben und beschützt sein würden. Temur fing selber an, ein Bataillon zu bilden, und in der Nacht patrouillierten sie in der Stadt. Er geriet ins Visier russischer Journalisten und des Fernsehen. Und so kam die Lawine ins Rollen. Wioletta wurde zum FSB zitiert und wurde dort verhört.

Am 29. April 2014 geriet Temur in Gefangenschaft, und Wioletta kehrte zurück nach Luhansk. Sie musste bei ihrem Mann sein! Sie traf eine Entscheidung für alle, dass sie so lange dort bleiben würden, bis ihr Mann Temur zurückkommt. 35 Tage verbrachte er in Gefangenschaft, bis schon wieder ein Schutzengel half und ihn da rausholte. Die beiden sahen sich nur ganz kurz, da Wioletta die Stadt noch am gleichen Tag wieder verließ. Sie fuhr mit allen Kindern nach Kiyw. Und so war die Familie wieder getrennt.

Temur entschied sich, an die Front zu gehen. Er kam auch nach Kyiw, aber dort wurde er Sicherheitskontrollen unterzogen, da er ja kurz vorher noch in Gefangenschaft war und seine Mutter in Russland lebte. Bis alle Angelegenheiten geklärt waren, durfte er in der ukrainischen Armee offiziell nicht dienen. Was macht ein Soldat, der sein Leben lang der Ukraine gedient hat? Er verlässt die Armee und geht als Freiwilliger an die Front. Alle Entscheidungen standen sehr fest. Wioletta bat ihn mit Tränen in den Augen, dass er das nicht tun solle, dass er sie nicht alleine mit fünf Kindern lassen soll. Er entgegenet nur: „Du bist eine sehr starke Frau, du schaffst es, denn ich glaube an dich!“

Am 24. August 2014 fiel er am Berg Saur Mohyla, sein Leben wurde ihm durch nur einen Scharfschützenschuß genommen. Danach kam die Ungewissheit. Da seine Leiche nicht vorhanden war, hoffte die ganze Familie, dass jemand sich vielleicht nur geirrt hatte. Im Oktober 2014, fanden Volontäre ein Grab, in dem drei Soldaten lagen. Gott sei Dank wurde ein Test durchgeführt, negativ – wieder Hoffnung… Im Dezember 2014 erhielt Wioletta einen Anruf mit der Nachricht, dass ihr Mann noch lebe.

Am 15.01.2015 wurde die Familie abermals angerufen, sie sollten bitte nach Saporischschja kommen und wieder einen Test machen.

Die Behörden raubten der Witwe die letzte Geduld und Nerven. Wioletta begab sich mit den Kindern auf die Flucht und zog nach Charkiw. Dort wurde ihr geholfen, und sie bekam eine Mietwohnung. Aber ab dann kamen nur Probleme auf sie zu. Bei der Anmeldung hieß es, die zwei älteren Kinder seien ja nicht ihre leiblichen Kinder, demzufolge könne sie auch keinen Antrag auf Hilfszahlungen stellen, und so weiter. Und Temurs Leiche war bis dahin auch noch nicht gefunden. Diese Zeit war einfach sehr schwer für sie.

Im Mai 2015 werden ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigt, Temurs Leiche wurde gefunden wurde und mittels DNS-Test identifiziert. So holte sie seine sterblichen Überreste in Saporischschja ab.

Am 26. Mai 2015 wurde Temur in Kyiw beerdigt. Viele Menschen kamen, um sich von ihm zu verabschieden.

Somit wurden Wiolettas Gefühle abermals in ein tiefes Chaos geworfen. „Ich wusste früher, wie ich zu leben hatte, ich wusste was mich erwartete, denn Temur war mein Mann! Jetzt habe ich das Gefühl, dass er unser Engel und Beschützer ist. Einmal träumte ich sogar von ihm. Er kam, um sich von mir zu verabschieden. Sogar jetzt, während wir uns treffen, glaube ich, dass er derjenige war, der mich mit Ihnen zusammen geführt hat. Dass er mir den Weg durch andere Menschen nach Deutschland gezeigt hat. Wenn nicht seine Hilfe wäre, wüsste ich wirklich nicht, wie ich all die Schikanen der Ämter überstanden hätte. Unsere zwei Kinder studieren jetzt kostenlos an der Sport-Uni, und das ist alles seine Hilfe, von oben, wo er sich gerade befindet.“

Ich frage sie, ob es noch etwas gibt, was sie Temur nicht geschafft hat zu sagen.

Sie sagt: “Ja, ich würde mich bei ihm entschuldigen, dass ich seine Handlungen nicht immer verstanden habe. Ich würde ihn jetzt mehr bei dem Ganzen unterstützen als damals.”

Der kleine Aristarch sitzt ganz geduldig daneben, und kommt manchmal während des Gespräches auf Mutters Schoss. Aber nun ist dann auch die Zeit gekommen, um die Geldspende und die Süßigkeiten an die Familie zu übergeben. Ich gebe Aristarch all die Süßigkeiten aus Deutschland und bitte ihn um Hilfe, er möge bitte alles zwischen sich und seinen Geschwistern teilen. Mit Freuden übernimmt er diesen Auftrag und teilt alles gerecht auf.

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Die Witwe Wioletta Juldascheva bekommt im Namen des Vereins „EuroMaidan NRW e.V. einen Hilfsbetrag in Höhe von 1.000,00 € ausgezahlt. Sie bedankt sich ganz herzlich für die immens große Hilfe!

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Wir, der Verein EuroMaidan NRW e.V., möchten uns unsererseits auch ganz herzlich bei allen Spendern und Organisatoren des Benefizkonzerts, das am 4. Januar 2016  in Bonn-Beuel veranstaltet worden war, bedanken. Nur mit eurer Hilfe, euren Spenden und eurer Unterstützung war es uns möglich, die insgesamt 15 Auszahlungen durchzuführen. Meine Berichte für diese Reise sind somit beendet. Demnächst schreibt unsere Kollegin Elena Ykraina über ihre Reise und das Treffen mit zwei Familien aus dem Gebiet Cherson.


Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung:
Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Herzlichst, Noelie Uhlmann und das Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

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Spendenübergabe an Witwe Aljona und Sohn Iwan, Kyiw 29.02.2016 – Bericht 13/2016

Es ist das allererste Treffen mit Aljona. Über diese Familie schrieben wir in einem Spendenaufruf im Januar 2016.

Ich kenne mich in Kyiw überhaupt nicht aus, und da ich mich mit der Witwe Olena Lesnitzkaja treffe, um ihr einige Salben zu übergeben, welche Andreas Brandes ihr besorgte, frage ich sie, ob sie mich zu Aljona begleiten könne. Die beiden Frauen kennen sich schon, und langsam wächst daraus eine feste Freundschaft. Olena sagt mir zu, und zusammen mit ihrer kleinen Tochter, fahren wir hin.

Aljona ist 27 Jahre alt und wohnt zusammen mit ihrem Sohn Iwan (7). Wir treffen uns in ihrer neuen Wohnung, die sie soweit renoviert hat, in der aber hier und da noch etwas fehlt oder nicht zu Ende gebracht wurde. Die Wohnung ist 58 qm groß. Um so eine große Wohnung zu bekommen, musste sie leider die ihr zustehende Entschädigungssumme ausgeben. Das heißt die Regierung hat ihr die einmalige Zahlung ausgezahlt, aber sie konnte nicht die ganze Summe bekommen, denn die Schwiegereltern haben darauf bestanden, dass das Geld geteilt wird. Für Aljona spielt das keine Rolle, denn sie würde das alles hier aufgeben, Hauptsache ihr geliebter Mann würde zurück kommen…

Wir werden ganz lieb empfangen. Die Kinder kennen sich schon, und daher fangen sie sofort an mit einander zu spielen.

Wir drei setzen uns in die Küche, und sofort wird uns Tee, Kaffee und Kuchen angeboten. Aljona ist sehr offen und verhält sich so, als ob wir uns schon lange kennen.

Hier erlebe ich sehr rührende Momente, die ich zu schätzen weiß.

Sie war gerade 18 Jahre alt, als sie ihren verstorbenen Mann kennenlernte. Er musste in die Armee, und sie wartete auf ihn. Als er wieder nach Hause kam, heirateten die beiden sofort. Seine Eltern waren dagegen, aber er liebte sie, und so traf er seine erste wichtige Entscheidung! Sie lebten in einem Wohnheim, das Zimmer war 11 qm groß, und es war Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche zugleich. Sie hatten sich, und das war alles, was für die beiden zählte.

„Wissen Sie,“ ihre Stimme zittert. „ich bin nicht froh hier zu sein, ich bin nicht froh in dieser Wohnung, und ich möchte hier nicht sein. Mit welchem Preis haben wir dafür bezahlt. Wäre ich lieber weiter in dem 11-qm-Zimmer geblieben, aber mit ihm zusammen.“

Sie weint und versucht schnell, sich die Tränen wegzuwischen, aber die Tränen sind schneller als ihre Hände. Es sind nicht einfach Tränen, es ist ein Schmerz, der einfach überwältigend ist…

Das Schicksal traf diese Frau mehr als nur einmal. Schon als kleines Kind musste sie erfahren, was Leid bedeutet. Ihr Opa zog alleine drei Kinder groß, so wurde er auch zu ihrem Vater. Als Ruslan sie heiraten wollte, fragte er den Opa nach seinem Segen und hielt um ihre Hand an. „Opa war sehr streng, aber auch sehr gerecht. Wenn ich an ihn denke, möchte ich sofort lachen.“ Und das ist wahr, denn auf ihrem Gesicht erscheint ein nettes Lächeln, während sie gerade jetzt in Gedanken in ihrer Erinnerung bei Opa ist. Eine junge Frau – mit einem wunderschönem Lächeln. Aljona erzählt auch über ihre Mutter und wie sehr diese ihren Schwiegersohn mochte.

“Es war alles so herzlich, mit viel Liebe gefüllt. Leider verlor ich meinen Halt in diesem Leben, denn es riss mich emotional sehr mit…”

Zuerst kam ihr Ehemann Ruslan (30) nicht nach Hause.

„Nur noch vier Tage bis zu seinem Geburtstag, und nur zwei Wochen bis zur Rotation (Auswechseln der Soldaten)! Andere Männer kamen nach Hause, er aber nicht…“

Am 30. Januar 2015 – in Debalzewo …

„Ich musste hinfahren um ihn abzuholen. Gott segne alle Menschen, die mir damals geholfen haben. Ohne die Hilfe der Menschen hätte ich es niemals geschafft. Es war so, als ob Blitz und Donner mich durchfuhren. Die Menschen die mir vorher geholfen hatten, halfen mir ebenso durch die Beerdigung meines Mannes, welches ich nie vergessen werden kann.”

“Leider verkraftete meine Mutter das alles nicht. Sie war krank, sie hatte Krebs und dann am 10. Februar 2015 erlitt sie einen Infarkt und verließ mich auch. Der Tod von Ruslan hat sie sehr verändert, und ich musste mit ansehen wie sie vor meinen Augen wegschmolz.“

„Ich habe jetzt nur noch Iwan, und er ähnelt seinem Vater so sehr. Zu meinen Schwiegereltern haben wir keinen Kontakt. Wir haben nur uns zwei. Damals als ich geheiratet habe, wurde ich schwanger und verlor unser Kind, aber wir gaben nicht auf. Ruslan war sicher, dass unser Kind kommen wird und dass es ein Junge werden wird. Das Kind war noch nicht unterwegs, aber Ruslan sagte, dass der Junge Iwan heißen würde. Und so kam es dann auch, denn am 9. Oktober war der Feiertag des heiligen Iwan, und unser Iwan erblickte das Licht. Wie glücklich wir waren! Ruslan war ein sehr zärtlicher Mensch. Alles an ihm war besonders. Jetzt gibt es bestimmt solche Männer nicht mehr. Ruslan gab sich immer so viel Mühe, dass alle Menschen in seiner Umgebung sich wohl und geliebt fühlten.“

Eine sehr bewegende Zeit für mich in dieser Wohnung, denn diese junge Frau öffnete mir ihre Seele. Ich kann ihr nichts geben, ich kann nur da sitzen und ihr aufmerksam zuhören und darüber nachdenken, warum dieses Schicksal gerade sie ausgesucht hat.

Aljona führt uns durch die Zwei-Zimmer-Wohnung und zeigt mir auch Bilder aus Zeiten, als ihre Welt noch anders aussah. Als der kleine Iwan die Fotos seines Vater nimmt, zeigt er sie mir sehr rasch, und hiervon mache ich auch ein Foto. Dann aber zieht er sich zurück und drückt die Fotos ganz fest an seine kleine, zerbrechliche Brust.

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Aljona sagt mir, dass der kleine Mann sehr zurückhaltend geworden ist, denn er versteht sehr wohl, dass etwas passiert ist. Zur Kontrolle bringt sie ihn zum Psychologen, denn sie macht sich sehr große Sorgen um ihn. Für sich hat sie kaum Zeit.

In der Nacht putzt sie Büros für 1200 Hrywnja (nach derzeitigem Kurs etwa 40 Euro), und bei Tag klebt sie Tapeten und streicht hier und da an. Das Geld fehlt ihr einfach überall. Eine Baufirma kann sie sich nicht leisten, und so stecken in dieser Wohnung viel zu viele ihrer Gefühle und eigener Kraft.

Der kleine Iwan bekommt Süßigkeiten aus Deutschland geschenkt, und seine Mutter einen Hilfsbetrag in Höhe von 350,00€ ausgezahlt, damit die beiden sich etwas leisten können.

Aljona bedankt sich ganz herzlich bei allen Spendern für die Hilfe, und sendet euch liebe Grüße. „Ich kann meinen Dank nicht in Worte fassen, und ich bete nur, dass all die Menschen die uns unterstützen gesund bleiben und dass Gott sie segnet!“

Die Witwe Aljona weiß, dass dieses Gespräch hier in einen Bericht umgesetzt wird. Sie hat nichts dagegen, sondern im Gegenteil. Sie möchte, dass viele Menschen im fernen Deutschland ihre Geschichte lesen und ihren Mann kennenlernen, so wie sie ihn kannte. Nämlich den besonderen Menschen, der er war und für immer für sie bleiben wird!

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Herzlichst, Noelie Uhlmann und das Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe an Olga Litvin, Schytomyr 27.02.2016, Bericht 12/2016

Wir treffen uns zum dritten mal mit Olga Litvin und ihrer Tochter Sonja, um den Spendenbetrag zu übergeben und um neue Affen-Figuren abzuholen. Die zwei vorherigen Berichte könnt ihr unter diesen Links nachlesen: Bericht 36 vom Besuch am 08.07.2015 und Bericht 59 vom Besuch am 10.10.2015.

Sonja hat sich richtig chic angezogen, um uns zu empfangen, und während wir sie betrachten, drücken Oleg, Alexander und ich ihr unsere Komplimente aus. Sonja strahlt, denn sie mag Komplimente, sie ist aber auch ein bildhübsches Mädchen. Ihre Oma kommt auch zu uns und begrüßt uns ganz herzlich. Danach gehen wir in Olgas Zimmer. Ich schaue mich um, da ich nach den Äffchen Ausschau halte, aber Olga hält diese noch vor mir versteckt, ;-).

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Oleg wird sofort von Sonja beschäftigt, und die Beiden toben sich so richtig aus, während Olga sich mit uns unterhält. Wir reden über die Schule, das Leben, weitere Entwicklungen in der Stadt und über den Kurzurlaub, den die Beiden sich vor kurzem gegönnt haben.

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Natürlich reden wir auch über die Äffchen, die Olga jetzt gemacht hat. Nach dem japanischem/chinesischen Horoskop ist 2016 das Jahr des Affen, und so kommen neue Figuren raus. Endlich bringt Olga sie herein, und ich darf sie betrachten. Sie sind so süß und wunderschön wie die Schäfchen. Olga hat schon Abnehmer für sie, aber diese hier fahren mit mir nach Deutschland. Es ist wirklich eine gute Idee, solche Figuren zu machen, um sie den Menschen anzubieten. So hat Olga viel Zeit für ihre Tochter und gemeinsame Freizeit Aktivitäten. Mutter und Tochter haben sich gemeinsam Dauerkarten für das Schwimmbad geholt. Gelegentlich besuchen sie auch noch ein Sportstudio.

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Die Zeit mit den Beiden vergeht sehr schnell. Man fühlt sich hier sehr wohl und irgendwie auch fast wie in einem Märchen, zwischen den ganzen Äffchen, die sehr bunt und knuddelig aussehen. Olga freut sich sehr darüber, dass die Menschen in Deutschland ihre Figuren so lieb haben und dass sie zwischendurch sehen kann, wo sie sich gerade befinden (auf der Facebook-Seite “Glücksbringer auf Reisen”).

Der Uhrzeiger geht schon fast auf 23 Uhr zu, und so wird es langsam Zeit für uns zu gehen. Daher nehme ich die Spendenübergabe vor und zahle im Namen des Verein „EuroMaidan NRW e.V.“ einen Betrag in Höhe von 280,00 € an Olga Litvin aus.

Sonja verabschiedet sich ganz lieb von uns. Morgen werden wir uns wieder sehen und einfach zusammen etwas Zeit verbringen. Wir sind zu einem Konzert eingeladen worden. Dieses Konzert ist den Menschen gewidmet, die ihre Zeit und Kraft in die Ukraine investieren. Und nebenbei erfahre ich an diesem Abend, dass der Verein EuroMaidan NRW e.V. eine Auszeichnung/schriftliche Danksagung für seine Arbeit erhalten wird.

P.S. einige Figuren sind immer noch obdachlos und würden sich freuen, wenn sie ein warmes Zuhause und ein paar liebe Besitzer finden könnten. Mehr Infos findet ihr auf ihrer eigenen Seite “Glücksbringer auf Reisen”. Bei Fragen wendet euch an Noelie Uhlmann, um mehr Einzelheiten zu erfahren.


Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

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Herzlichst, Noelie Uhlmann und das Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe an das Kinderheim-Internat „Nowaborowa“, Gebiet Schytomyr 27.02.16, Bericht 11/2016

Lesja Morosowa kümmert sich um die Kontaktaufnahme und teilt mir mit, was in dem Haus fehlt. Vor kurzem wurden Betten gespendet, die orthopädischen Matratzen fehlen aber. Ist es möglich so etwas zu besorgen? Ich prüfe die Kasse und stimme zu.

Wir hatten noch 9.058 UAH (umgerechnet 307,50€) zur Verfügung, also fahren wir durch die Stadt und suchen nach dem besten Angebot – und werden fündig. Wir bestellen die Matratzen für den 27.02., denn am dem Tag fahren wir auch erst dahin.

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Morgens früh treffen wir uns alle vor dem Geschäft und kaufen acht Matratzen für 8.000 Hrywnja. Für die restlichen 1.058 Hrywnja kaufen wir Orangen und Bananen. Vollgeladen fahren wir los. Unterwegs treffen wir den Direktor des Hauses. Er musste leider dringend weg und teilt uns mit, dass seine Stellvertreterin uns empfangen wird. Er entschuldigt sich für seine Abwesenheit bei uns. Ljudmyla Pawljutschenko ist die Stellvertretetende Direktorin und wartet auch schon auf uns vor dem Eingang. Sie sagt: „Sie brauchen nichts tragen, die Mädchen kommen jetzt gleich und werden alles mitnehmen.“

In diesem Haus leben nur weibliche Bewohnerinnen, 82 Personen insgesamt. Und da kommen sie auch schon.

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Ich stehe etwas abseits und merke den großen Unterschied zum vorherigem Haus. Ich bin in meinen Gedanken versunken, und dann bemerke ich, wie jemand von der Seite auf mich zurennt. Noch bevor ich überhaupt etwas verstanden habe, umarmt mich jemand ganz fest und streichelt meine Haare. Ehrlich gesagt, ich stand unter Schock und verstand erstmal nicht was los ist, aber dann sehe ich eine kleine Jugendliche/Frau, ein „Sonnenschein-Kind“, so werden die Kinder mit Down Syndrom in der Ukraine genannt, die mich umarmt. Und so stand ich eine Weile mit ihr da. Sie schaut mich von Kopf bis Fuß an, nimmt meine Hände in ihre und sagt: „Du bist schön!“ Jetzt, wenn ich das alles aufschreibe, bekomme ich immer noch eine Gänsehaut. Man kann in diesen Berichten nicht alles beschreiben, weil man manche Gefühle und Gesehenes nicht in Worte fassen kann, leider…

Lesja bittet alle Mädchen, sich im Speisesaal zu versammeln, denn wir werden gleich nach den Formalitäten dahin kommen und möchten sofort die Orangen, Bananen und Süßigkeiten aus Deutschland an die Bewohnerinnen verteilen. Die Mädels nehmen alles Mitgebrachte dankend entgegen. Unterwegs ruft Lesja einem Mädchen nach und macht mich mit ihr bekannt. Sie hat keine Hände… Später werden mir ihre Arbeiten gezeigt. Dieses Mädchen näht sehr gerne, und ihre Arbeit macht mich sprachlos… Wie geht das ohne Hände?

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Das Personal hier unterscheidet sich von dem vorherigem Haus – und die Bewohnerinnen auch, denn die Mädchen sind offen und suchen nach Kontakt. Fördermaßnahme gibt es hier allerdings weniger als in Teteriw. Lesja bemerkt meinen Blick und versteht mich ohne Worte. “Ja hier ist anderes Personal, das beeinflusst das Hausleben.”

Zwar wird hier auch viel mit den Kindern gemacht, aber Mitarbeiterinnen mit professioneller Ausbildung, die sich in ihrem Beruf auskennen, fehlen hier. Mir wird ein Haus gezeigt, das mit schönen Sachen gefüllt ist, welche die Bewohnerinnen dieses Kinderheimes mit Hilfe der Betreuer gemacht haben. Sich von etwas zu trennen, fällt den Pädagogen sehr schwer. Früher haben sie die Sachen für Auktionen weitergegeben, aber die Sachen verschwanden, und den Erlös dafür sahen sie auch nie wieder. Auf diese Weise wurde hier das Vertrauen in die Menschen zerstört!

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Danach gehen wir ins Büro des Direktors, um die Übergabe zu beglaubigen und führen mit Frau Pawljutschenko alle Formalitäten durch. Während sie die Quittungen unterschreibt, schaue ich mich hier um und sehe, dass die Decke bald jemandem auf dem Kopf fallen wird, und die Tapeten rollen auch schon fast runter. Die Stellvertreterin schaut mich an und sagt: „Ja so leben wir hier, bei uns ist überall so ein Zustand.“

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Alles ist unterschrieben – also gehen wir zu den Mädchen, die auf uns im Speisesaal warten. Die Mädchen sitzen an Tischen und essen aus Metalltellern einen Brei aus Graupen. Wir verteilen das Obst und machen ein paar Fotos.

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Danach  werden uns die Schlafräume gezeigt, die Badezimmer, und der Waschraum. Schaut einfach bitte die Fotos an, denn mir fehlen die Worte! Das ist wirklich ein Zustand der Not!

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Wir wollen schon gehen, als eine Erzieherin auf uns zu kommt und sagt: „Wartet doch bitte, die Mädchen möchten euch ein paar Lieder und Gedichte vorsingen bzw vorlesen. Und so kommen wir in einen Raum, wo die gespendeten Matratzen liegen. Wir setzen uns mit manchen der Mädchen darauf und hören den anderen zu.

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Sie sangen etwas über Mutterliebe, über die mütterlichen Hände, die einem Wärme spenden, und dass sie irgendwann zurückkommen werden, dass die Mamas das Allerwichtigste für sie sind. Sehr traurige Lieder, die sie mit so viel Gefühl sangen.

https://www.youtube.com/watch?v=4q7UtbIYbe4

https://www.youtube.com/watch?v=JDXI4TzGkn8

https://www.youtube.com/watch?v=MD6EX2q3Qew

Wir bedanken uns für das Konzert und bewegen uns in Richtung Ausgang, als die Mädels uns hinterher kommen und sich für die Süßigkeiten und das Obst bedanken. Sie fragen auch, ob und wann wir wieder mal vorbei kommen werden. Sie suchen nach körperlichem Kontakt. Ein rührender Abschied, den ich für lange Zeit nicht aus meinem Gedächtnis verbannen werden kann.

Nachtrag vom 14.03.2016: Oleg und Lesja besuchten das Haus erneut und haben uns ein Foto zugesandt, auf dem wir sehen können, dass die gespendeten Matratzen tatsächlich benutzt werden. Sie bedankten sich noch mal ganz herzlich für Eure Hilfe und Unterstützung!

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Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung:

Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Kinderheim Nowaborowa

Falls eine Spendenbescheinigung erwünscht ist, bitte die Anschrift – Straße, Hausnr., PLZ und Ort im Verwendungszweck angeben.

Herzlichst Noelie Uhlmann und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

 

Spendenübergabe an das Kinderheim-Internat „Teteriw“, Gebiet Schytomyr – 26.02.16, Bericht 10/2016

Unsere Reisen in der Ukraine werden immer sehr sorgfältig geplant, aber manchmal wechseln wir den Kurs während der Reise, wenn wir Hilferufe hören.- Und so war es auch dieses Mal. Kurz vor der Abreise teilte Oleg Boyko mir mit, dass es zwei Häuser gebe, die Hilfe brauchen, und ob wir sie uns ansehen könnten. Etwas versprechen kann unser Vorstand nicht, denn zuerst müssen wir sehen, ob die Lage wirklich so schlecht ist, wie uns erzählt wird. Manchmal überschätzen die Leiter eine Situation und nehmen nicht wahr, dass es ihnen im Gegensatz zu anderen Häusern vergleichsweise gut geht.

Am 25.02.2016 machte mich Oleg mit einer Frau namens Lesja Morosova bekannt, sie ist die Vorstandsvorsitzende und Gründerin des gemeinnützigen Vereins ‘Blagotworitelnij Fond’ (Благотворителний Фонд) in Schytomyr. Sie unterstützt Kinderheime, in denen Kinder/Jugendliche und Erwachsene mit besonderen Bedürfnissen wohnen. Im Kinderheim „Teteriw“ hat sie früher selber sechs Jahre lang gearbeitet und gibt mir die Infos sozusagen aus erster Hand. Unser Gespräch verläuft sehr offen und ehrlich. Ich stelle viele Fragen und bekomme ehrliche und ausführliche Antworten.

Es gibt dort zwei Häuser, die sich überhaupt nicht voneinander unterscheiden. In beiden Häusern leben Menschen vom 5. bis zum 35. Lebensjahr mit gleichen Diagnosen und Erkrankungen. Diese Menschen leiden entweder an einer oder mehreren dieser Erscheinungen – wie Down Syndrom, psychische sowie physischen Erkrankungen, aber auch Menschen, die körperlich oder geistig anderweitig benachteiligt sind. Der Unterschied liegt nur darin, dass in dem einen Haus nur weibliche und im anderen Haus nur männliche Personen leben, die in ihrem Alltag nur mit Hilfe von Fremden zurechtkommen.

Bevor wir zu der Besichtigung fahren, nehmen wir Kontakt mit den beiden anderen Kinderheimen auf, die wir seit zwei Jahren betreuen. Ein Notzustand ist dort momentan nicht zu spüren. Natürlich fehlt dies oder das noch, aber keine Not. Also ist die Entscheidung gefallen, und wir werden die Kinderheime „Teteriw“ und „Nowaborowa“ auf dieser Reise besuchen, um uns ein klares Bild machen zu können.

Lesja telefoniert mit dem Direktor des Kinderheimes-Internat „Teteriw“, Oleg Gontscharow, und fragt nach, was sie am dringendsten gebrauchen können, denn ein Verein aus Deutschland würde gerne vorbei kommen, um das Haus kennenzulernen. Er verhält sich zurückhaltend und bittet um Entwicklungspiele und etwas Obst wie Mandarinen, Bananen und Orangen. Die Bewohner dieses Hauses bekommen nur Äpfel zum Essen und derlei „exotisches“ Obst steht halt nicht auf ihrem Essplan und wird von den Behörden auch nicht genehmigt.

Am 26.02.2016 fahren wir, Oleg, Lesja und ich, also zum Einkaufen und geben 5.706 Hrywnja (umgerechnet 194,00 €) für all die Sachen aus und fahren zum Kinderheim. Der Direktor steht schon vor der Eingangstür, als wir das Gelände des Heims betreten, aus dem kurz danach ein paar Jugendliche heraus kommen, die sehr ordentlich und sauber angezogen sind. Alle helfen, das Auto zu entladen, und wir machen zusammen ein Gruppenbild mit den Sachspenden für euch liebe Spender, damit ihr seht, was alles eingekauft wurde.

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Wir werden hineingebeten und zuerst gehen wir ins Büro, um alle Formalitäten zu erledigen, denn die Sachspenden müssen registriert werden. Während der Erledigung dieser Aufgabe lerne ich auch den Direktor etwas kennen. Er ist ein ganz netter Mann, der mir viel erzählt und gleichzeitig meine Fragen beantwortet wie: “Was bekommen Sie als Finanzierung von der Stadt? Warum werden die Kosten hierfür übernommen, aber dafür nicht? Erhalten Sie Spenden von anderen Menschen, Vereinen? usw. Herr Gontscharow erklärt alles sehr präzise und ausführlich und wirkt dabei nicht genervt darüber, dass ich so viel wissen möchte. Im Gegenteil, er bietet mir eine Führung durch das Haus an, damit ich sehen kann, wie das Haus lebt.

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Einmal kamen Spender aus Deutschland, als er gerade nicht hier war, und haben die Kleidung einfach an die Bewohner gegeben, ohne die Spende zu registrieren. Natürlich freute er sich für die Spenden, aber er fand es nicht gut, dass die Hilfe nicht registriert wurde.

„Alles muss seine Ordnung haben, nur so können wir alles prüfen und später den Spendern nachweisen, dass die Sachen nicht einfach verschwunden sind,“ sagt er zu mir.

Denn manche Bewohner besuchen ihre Eltern während der Ferien und kommen danach ohne etwas zurück, das heißt, dass danach der Bedarf abermals vorhanden ist. Die Kinder können natürlich nichts dafür, denn sie vergessen naturgemäß ganz schnell vieles.

Wir gehen die Quittungen durch, die dann auch unterschrieben werden. Nachdem die Kopien an den Direktor ausgehändigt werden, sind die Formalitäten erledigt, und wir gehen zu den Bewohnern.

Zuerst sehen wir den Speisesaal, es ist alles ganz einfach hier – aber sauber.

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„Mit dem Essen haben wir kein Problem, das ist halt kein Luxus, aber keiner verhungert hier,“ sagt der Direktor.

Die nächsten Räume, die uns gezeigt werden, sind Therapieräume, in denen die Kinder basteln, malen, spielen, singen, Sport treiben und psychologische Hilfe bekommen können. Jeder Betreuer darf nur fünf Kinder betreuen. Niemand läuft im Treppenhaus oder in dem langen Flur herum. Das Haus ist wirklich groß.

83 Bewohner wohnen hier, und alle sind männlich. Wir sehen die kleinsten, die ab dem 5. Lebensjahr hier wohnen können, Jugendliche, aber auch Erwachsene, die schon 30 Jahre alt sind. Die Gruppen sind auch nach dem Alter unterteilt. Im Großen und Ganzen hat das Haus eine gute Wirkung auf mich gemacht.

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Die Lehrer, Therapeuten und überhaupt alles Personal fühlen sich nicht durch uns gestört. Im Gegenteil, sie erzählen, was sie machen und wie ihre Arbeit hier aussieht. Sie alle sind gut ausgebildete Mitarbeiter, die ganz genau wissen, was die Kinder brauchen und wie sie mit ihnen umgehen müssen. Die meisten Bewohner sind sehr zurückhaltend, manche kommen jedoch auf mich zu, begrüßen mich und zeigen, was sie gerade machen. Hier ist der größte Bedarf, denn Lern-Materialien, Entwicklungspiele, Bastelzeug wird hier sehr dringend gebraucht, damit das Personal mit den Kindern arbeiten und sie weiter fördern kann.

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Gerade entsteht ein Computerraum. Der Lehrer freut sich über jeden Computer, den er bekommen kann. Vor kurzem haben sie Tests gemacht, und es wurde festgestellt, dass die Bewohner ein großes Interesse daran zeigen, es werden extra Lernspiele gespielt und der Raum wird gerne besucht.

Was dem Haus richtig Sorgen bereitet, ist der Waschraum, denn eine alte Gewerbewaschmaschine ist kaputt gegangen, und eine neue bekommen sie nicht. Die Stadt sagte: „Wendet euch an die Spender, vielleicht können die euch helfen.“ So eine dreiste Antwort.

Eine solche Maschine kosten etwa 2.300€

Ich verstehe das nicht, 83 Bewohner wohnen hier, aber wie sollen sie waschen? Sollen wir lieber einen Aufruf starten und das Geld zusammen sammeln, damit eine große Gewerbewaschmaschine hier rein kommt?!

Nach der Besichtigung werden wir in die Aula gebeten, und fünf Jugendliche geben ein Konzert für uns. Sie singen ukrainische Lieder. Ach war das schön! Mir wird mitgeteilt, dass sie schon Konzerte gegeben haben und, dass alles wieder mal dank Spendern, die die Reise finanziert haben. Der Direktor zeigt mir ganz stolz viele Medaillen, die sie für Gesangs- und Sportaktivitäten bekommen haben.

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https://www.youtube.com/watch?v=eudt_u9_UqY

https://www.youtube.com/watch?v=Z-vcnPaYr28

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Wir sehen auch einen Raum, in dem gebastelte Sachen stehen und viele Motankas, ukrainische Puppen. Drei davon werden uns mitgegeben in der Hoffnung, dass die Menschen in Deutschland sich für so etwas interessieren werden.

Ich weiß nicht mehr, wie lange wir dort waren, aber es wird Zeit langsam zu gehen, und so bedanken wir für das tolle Konzert. Ich entschuldige mich für den Trubel, den wir hier heute verursacht haben, worauf der Direktor sagt: „Nein, die Jungs freuen sich sehr, wenn Besuch kommt, danke, dass Sie heute da waren und danke für die Spenden! Unseren großen Dank an all die Menschen aus Deutschland, die uns heute so einen schönen Tag geschenkt und ermöglicht haben!“

Er bringt uns nach draußen, und hier erinnere ich mich daran, dass ich noch Süßigkeiten aus Deutschland im Auto habe, die mir Klaus H. Walter mitgegeben hatte. Ganz schnell hole ich die Tüten heraus und übergebe es dem Direktor. Er strahlt und bedankt sich: „Da werden die Jungs sich aber freuen, wir werden sofort alles verteilen. Dankeschön!“

Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

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Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Kinderheim Teteriw

Falls eine Spendenbescheinigung erwünscht ist, bitte die Anschrift – Straße, Hausnr., PLZ und Ort im Verwendungszweck angeben.

 

Herzlichst Noelie Uhlmann und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

 

Spendenübergabe an die Witwe Nadija, 26.02.2016 – Schytomyr – Bericht 09/2016

Vor knapp einem Jahr hatten wir Nadija zuletzt besucht, den Bericht von damals könnt ihr unter diesem Link nachlesen: Bericht 8 vom 29.03.2015:

Nadija war schon nach Hause gekommen, als wir bei ihr ankommen. Sofort werden uns Tee und Kekse serviert. Wir setzen uns an einen Tisch, und Nadija erzählt, wie es ihr so geht und wie dieses Jahr so vergangen ist. Ihre Augen füllen sich sofort mit Tränen.

„Heute ist der Tag, als ich und mein Mann zusammengekommen sind. Wissen Sie, die Zahl 26 war immer eine gute Zahl für mich, bis mein Mann von mir ging.

Am 26. Dezember habe ich Geburtstag, am 26. Februar ist unser Jahrestag, und am 26.Januar starb mein Mann.

Diese Zahl hat mir so viel gegeben und dann doch alles genommen…“

Seit einem halben Jahr nehme ich psychologische Hilfe in Anspruch. Wenn ich auf der Arbeit bin, geht der Tag so schnell um, da habe ich keine Zeit nachzudenken, aber sobald ich hier in unserer gemeinsamen Wohnung ankomme, zieht sich die Zeit nur sehr langsam dahin. Gut, dass ich eine Katze „Lilu“ habe. Übrigens, die schenkte mir damals auch mein Mann. Sie tröstet mich. Ansonsten ist alles sehr einsam, und der Schmerz ist auch noch nicht weniger als damals.”

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Nach der Arbeit besucht Nadija regelmäßig ihre Schwiegermutter, und dort vergisst sie auch die Zeit. Die ältere Dame braucht Hilfe, und Nadija leistet sie sehr gern. Ihre Kinder sind alle schon groß und haben eigene Familien und Sorgen. Nadija geht einmal in der Woche in die Kirche, und das gibt ihr etwas Kraft.

„Dieses Jahr bekam ich zu Weihnachten Geschenke. Die Brigade meines Mannes hat mich nicht vergessen und gratulierte mir. Es war sehr schön von ihnen.“

Sie zeigt uns, was sie als Geschenk bekommen hat. Eine Karte und Wanduhren. Sie haben mich auch ein paar mal auch zu einem Konzert eingeladen. Es war schön da zu sein.

Nadija kümmert sich um alle, nur nicht um sich, da die Mittel dafür nicht ausreichen. Eine kleine hübche zierliche Frau, die man eigentlich nicht alleine lassen will. Aber es wird nun leider Zeit für uns zu gehen. Im Namen des Vereins, übergeben ich einen Hilfsbetrag in Höhe von 250,00 € an Nadija.

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Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

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Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Falls eine Spendenbescheinigung erwünscht ist, bitte die Anschrift – Straße, Hausnr., PLZ und Ort im Verwendungszweck angeben.

Herzlichst Noelie Uhlmann und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe an die Witwe Marina und ihre zwei Kinder, 26.02.2016 Schytomyr – Bericht 08/2016

Wir kennen Marina schon aus zwei vorherigen Berichten, die ihr hier nachlesen könnt: Bericht 16 vom 14.10.2014 und Bericht 9 vom 29.03.2015.

Heute treffen wir Marina erneut, denn sie kann eure Unterstützung und Hilfe nach wie vor gebrauchen. Vor Kurzem bekam sie eine kleine Wohnung (1 Zimmer) durch die Stadt. Kurz überlegt legte sie das ganze Geld dazu, das sie von der Regierung ausgezahlt bekommen hatte, und so ist sie nun stolze Besitzerin einer Wohnung, die 2 Zimmer hat. Ihre Tochter und ihr Sohn werden hier jeweils ihr eigenes Zimmer haben. Marina ist sehr stolz auf ihre eigene Wohnung, denn hier kann sie niemand rauswerfen!

Als Marina die Wohnung gekauft hat, befand sie sich in einem äußerst maroden Zustand, jetzt sieht es aber schon besser aus. Die Wände wurden bis zur Grundierung gereinigt, der Boden auch, denn in der Wohnung war auch Schimmel. Das Bad sieht fast fertig aus. Alles wird hier nur mit Spenden renoviert. Örtliche Volontäre helfen, wo sie nur können. Seit neun Wochen sind die alle hier beschäftigt, und das Resultat sieht man schon jetzt.

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Wir treffen uns in der neuen Wohnung von Marina. Da kommt sie angeflogen, mit einem Lächeln im Gesicht fängt sie sofort an mir zu erzählen, welche Hürden sie mit der Wohnung überwinden musste und wie es weiter gehen wird. Dass sie ihren Arbeitsplatz im Krankenhaus gekündigt hat und jetzt in der Armee dient. Seit dem 20.05.2015 gehört sie zu der Brigade, bei der auch ihr Mann war. Sie war schon zweimal in der ATO-Zone. So ist sie ihrem Mann näher und hat viele Kollegen kennengelernt, die ihren Mann kannten. Sie arbeitet dort weiterhin als Ärztin.

Aber sie muss alles können, was die Soldaten auch tun. So hat sie schon mit dem Fallschirm ihre ersten Sprünge aus einem Flugzeug absolviert. Beim Erzählen strahlt sie übers ganze Gesicht. Sie ist glücklich, denn sie hat sich gefunden. Sie sieht einfach umwerfend aus.

„Am Tag bin ich Mutter, Soldatin! Da gibt es keine Zeit zu grübeln. Ich bin freundlich, und mein Lächeln verlässt nicht mein Gesicht. Aber in der Nacht werde ich zu einer schwachen Frau, und mein Kopfkissen versteht mich sehr gut, aber so was erlaube ich mir nur in der Nacht…“, sagt sie mir.

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Ich frage, sie was für Sorgen sie noch habe, denn vielleicht kann unser Verein und die Sponsoren ihr helfen. „Ach, ich habe viele Sorgen. Die erste ist, dass die Kinder keine Möbel für ihr Zimmer haben, kein Bett, Schrank, nichts. Das hat Priorität und muss zuerst besorgt werden.“ Ich umarme sie und sage ihr: „Deshalb hat der Verein mich hergeschickt, denn wir haben gehört, dass sie Hilfe gebrauchen können.“

Aber bevor ich zur Spendenübergabe gehe, überreiche ich die Süßigkeiten an ihren Sohn mit der Bitte, die anderen an seine Schwester weiter zu geben. Die Kleine konnte leider nicht dabei sein. Die Kinder besuchen die Schule, und nach der Schule gehen sie ihren Hobbys nach. Der kleine-große Mann verspricht mir, dass er alles gerecht durch zwei teilen wird. Ich bedanke mich bei ihm, dass er die Arbeit für mich erledigt, und widme mich wieder seiner Mutter.

Ein Hilfsbetrag in Höhe von 500,00 € wird an diese Familie ausgezahlt, damit die Witwe ihren Kindern eine schöne und kindgerechte Einrichtung für ihr Kinderzimmer besorgen kann.

Marina ist sehr dankbar und drückt mich so fest, dass ich keine Luft bekomme. Sie bittet mich an die Spender und den Verein „EuroMaidan NRW e.V.“ ihren großen Dank auszusprechen. Ihr Sohn, zieht sie am Arm und sagt: “ja und auch von mir Danke.”

„Mama, werden wir jetzt wirklich neue Möbel bekommen?” „Ja.“, sagt seine Mutter und umarmt ihn ganz lieb. Wir machen noch ein paar Fotos und unterhalten uns darüber, wie es ihr auf ihrer neuen Arbeit geht. Sie erklärt mir, welche Schulen die Kinder besuchen und dass alles nicht weit von der Wohnung entfernt ist. Diese Frau, sie fasziniert mich. So viel Kraft und Freude strahlt sie aus.

Um Marina mache ich mir persönlich keine Sorgen, denn sie steht mit beiden Füßen fest auf dem Boden. Natürlich sollten wir zwischendurch hier wieder vorbeischauen und sehen, ob sie weiterhin Hilfe benötigt, aber jetzt verlasse ich die Familie mit einem guten Gefühl.

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Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

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oder per Banküberweisung:

Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Falls eine Spendenbescheinigung erwünscht ist, bitte die Anschrift – Straße, Hausnr., PLZ und Ort im Verwendungszweck angeben.

Herzlichst Noelie Uhlmann und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”