Call for donations for the war orphans Olha and Oleh from Kyiv region

These are 20 year old student of veterinary medicine, Oleh Liesnytskyi, and his seven year old sister Olha.

Their father Yaroslav Myalkin (33) was a gunman (sniper) in the 3rd platoon of the 1st Airborne Battalion of the 95th Separate Airborne Brigade.
Yaroslav was killed on 5 May 2015 near Avdiivka in Donetsk region.

On 8 August 2018, the war widow and mother of the two, ophthalmologist Elena Liesnytska (40), died in a clinic in Kyiv as a result of cancer.

Since then Oleh has been taking care of his little sister with the help of one of the grandmothers. Fortunately, in the meantime Oleh was granted the education rights for his sister by a court, although the age gap between the two children is officially not large enough. Obviously the judges have understood that this is the best solution for all family members – and especially for Olha. Both grandmothers have pledged their support Oleh in educating Olha.

However, Oleh and Olha are still facing all the big problems of everyday life: the orphan pensions are very low, Olehs opportunities to work in addition to studying (which should have absolute priority) are also limited. Thank God, their housing conditions are sufficient, they don’t need money for rent etc. apart of the (fairly high) „local taxes“. Oleh’s tuition fees are also not small, and it had always been a huge challenge for their deceased mother to be able to pay his tuition fees on a semester basis.

This is why we decided as Euromaidan NRW e.V., to take the step and to ask our donors and supporters for a recurring regular support for the livelihood of these two children (even smaller amounts are welcome, but please as „planable“ as possible, preferably by standing order). We came up with the idea because three of our supporters have set up standing orders independently of each other, two of them in favor of these two war orphans, who will need it in the foreseeable future.

Please arrange a standing order with your bank (or via online banking) to ​​the account mentioned below – any amount is welcome.

If you want to donate within Ukraine, let us know by private message, we will then provide you with the necessary bank card number – to avoid huge banking fees for the double transfer.


We sincerely thank you for your already existing support, your great dedication and the practical help that these and other widows and orphans in Ukraine are in dire need of – and of course hope for further donations.

Individual donations please via PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

or by bank transfer or standibg order to the account number:
IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Köln-Bonn eG – Account owner: EuroMaidan NRW e.V. – Purpose of transfer: Donations for Oleh and Olha

Sincerely

Team Germany for Ukraine “Deutschland für die Ukraine” and “EuroMaidan NRW e.V.”

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Spendenaufruf für die Kriegswaisen Olha und Oleh aus dem Gebiet Kyjiw – Aufruf 1-2018

Dies sind der 20-jährige Student der Veterinärmedizin Oleh Ljesnytskyj und seine siebenjährige Schwester Olha.

Ihr Vater Jaroslaw Mjalkin (33) war Schütze im 3. Zug des 1. Luftlandebataillons der 95. separaten Luftlandebrigade.
Jaroslaw wurde am 5. Mai 2015 in der Nähe von Awdijiwka im Gebiet Donezk getötet.

Am 8. August 2018 starb die Kriegswitwe und Mutter der beiden, die Augenärztin Elena Ljesnytska (40) in einem Klinikum in Kyjiw an den Folgen einer schweren Krebserkrankung.

Seitdem kümmert sich Oleh mit Unterstützung einer der Großmütter um seine kleine Schwester. Erfreulicherweise hat das zuständige Familiengericht inzwischen Oleh die Erziehungsberechtigung für seine Schwester zugestanden, obwohl der Altersabstand zwischen den beiden Kindern eigentlich nicht ausreichend groß ist. Offensichtlich haben die Richter verstanden, dass dies für alle Familienangehörigen – und besonders für Olha – die beste Lösung ist. Beide Großmütter haben Oleh ihre Unterstützung zugesagt.

Dennoch stehen Oleh und Olha noch vor den großen Problemen des Alltags: Die Waisenrenten sind sehr gering, Olehs Möglichkeiten, neben dem Studium – das absoluten Vorrang haben sollte – noch einen Job auszuüben, sind ebenfalls eingeschränkt. Gott sei Dank sind die Wohnverhältnisse ausreichend, sie müssen außer den (ziemlich hohen) „Kommunalabgaben“ keine sonstigen Beträge wie Miete o.ä. aufwenden. Olehs Studiengebühren sind ebenfalls nicht klein, es war auch bisher schon für ihre verstorbene Mutter jedes Mal eine riesengroße Herausforderung, die semesterweise zu zahlenden Studiengebühren aufbringen zu können.

Deswegen haben wir uns als Verein entschlossen, den Schritt zu wagen und unsere Förderer und Unterstützer um eine regelmäßige Unterstützung zum Lebensunterhalt dieser beiden Kinder zu bitten (gerne auch kleinere Beträge, aber möglichst „planbar“, d.h. am liebsten per Dauerauftrag). Wir kamen auf die Idee, weil drei Unterstützer unabhängig voneinander Daueraufträge eingerichtet haben, zwei davon zugunsten dieser beiden Kriegsvollwaisen, die es auch auf absehbare Zeit nötig haben werden.

Bitte richten Sie möglichst einen Dauerauftrag bei Ihrer Bank (oder per Online-Banking) auf das u.a. Konto ein – jeder Betrag ist willkommen.


 

Wir danken ganz herzlich für Ihre bisherige Unterstützung, Ihr tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und Waisenkinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Einzelspenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Dauerauftrag bzw. Einzel-Banküberweisung:
Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Köln-Bonn eG – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Oleh und Olha

Herzlichst

Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe an Kriegswitwe Ewhenija Tishchenko in Bila Zerkwa am 14.06.2017 – Bericht 8/2017

Vor meinem Flug nach Ukraine fragte mich Noelie Uhlmann, ob ich in Bila Zerkwa eine Geldspende für EuroMaidan NRW e.V. übergeben könne. Selbstverständlich sagte ich gerne zu.

Über den Telefondienst „Viber“ und mit Hilfe von Facebook stellte ich (Wolf Reyscher) den ersten Kontakt her und traf Vereinbarungen für unser Treffen. Kriegswitwe Ewhenija Tishchenko ist völlig unkompliziert. Wir verstanden uns ohne Probleme, das Organisatorische war einfach und schnell geregelt.

In Bila Zerkwa angekommen, verabredeten wir uns für den 14.06 in ihrer Wohnung für 12:30 Uhr. Ich gab zuvor noch den vorsichtigen Hinweis, dass ich die bekannte (und wohl auch teilweise berüchtigte) deutsche Pünktlichkeit auch im Urlaub wahren werde und somit tatsächlich um Punkt 12:30 Uhr vor der Türe sei. Ewhenija nahm es mit Humor und wartete auf unser eintreffen.

Mit meiner Frau Vika war ich dann auch wirklich Punkt 12:30 Uhr vor der Tür.Ewhenija holte uns vor dem Haus ab und wir gingen zusammen in ihre neue Wohnung. Sie hatte diese Wohnung erst vor Kurzem bezogen. Und schon beim Betreten fiel mir auf, dass noch einiges renoviert werden muss. In der Wohnung wartete ihr 5 Jahre alter Sohn Yaroslav. Die 9 Jahre alte Tochter Darina war noch in der Schule. Yaroslav ist aufgeweckt und ging offen auf uns zu. Es war eine Freude zu sehen, dass er voller Energie war und uns alles Mögliche zeigen wollte.

Kriegswitwe Ewhenija zeigte uns sein Zimmer. Wir hatten den beiden Kindern ein Stifteetui mit vielen Buntstiften mitgebracht und vorgedruckte Motivbögen zum Ausmalen. Er freute sich sichtlich über unsere kleinen Geschenke. In seinem Zimmer war unter anderem eine Sprossenwand für Sportübungen an der Wand angebracht, es stand ein sogenanntes „Whiteboard“ im Raum, ein großes Bett und ein Wandschrank.

Auf dem Whiteboard zeigte Yaroslav uns, wie gut er malen kann. Er malte eine Familie mit seiner Mutter und seinem Vater. Sein Vater fehlt ihm sehr. Ich sah, wie schwer das Ewhenija fiel, und schlug vor, dass wir in die Küche gingen und dort unsere mitgebrachte Torte anschneiden sollten.

Wir setzten uns in die Küche, und Vika und ich unterhielten uns mit Ewhenija über sie und ihren gefallenen Ehemann, über ihre Kinder, über die Wohnung. Ihr Ehemann hatte selbst Kettenhemden hergestellt für Mittelalterspiele. In einer Vitrine in Yaroslavs Zimmer hatte Ewhenija uns zuvor sein Kettenhemd, sein Schwert und seinen Helm gezeigt – beeindruckende Handarbeiten.

Yaroslav kam plötzlich in die Küche, mit Boxhelm und Boxhandschuhen, und zeigte, was für ein toller Kämpfer er ist. Ich spielte eine Weile mit ihm, wir hatten beide Spaß. Ich wollte ihm zwei kleine Boxschläge beibringen, aber es war mir kaum möglich, ihn mal fünf Sekunden zum Zuhören zu bringen, so viel Energie wollte aus ihm heraus.

Wir nutzten eine kleine Pause, um für EuroMaidan e.V. die Summe von 600€ zu übergeben. Ewhenija wusste ja zuvor bereits, wieviel Geld sie als dringend benötigte Unterstützung erhalten würde. Sie füllte die Formulare aus und unterschrieb die Quittungen, und bedankte sich herzlichst und sehr dankbar für diese wertvolle Hilfe.

Sie will damit die Wohnung fertig stellen, damit es den Kindern nicht an Wohnqualität fehlt. Nach etwa einer Stunde Aufenthalt, Torte essen und Tee trinken, und nach angeregtem und immer freundlichem und offenem Gespräch mussten Vika und ich aber langsam aufbrechen. Ewhenija hatte einen Termin, und wir mussten ebenfalls wieder nach Hause. Auch auf uns wartete noch ein Termin.

Sie zeigte uns noch die anderen Zimmer in der Wohnung: ihr eigenes Zimmer und das der Tochter Darina. Hier machten wir auch unser Foto auf dem Sofa. Alle Zimmer sind sauber und soweit wie möglich schon bearbeitet. Die elektrischen Leitungen zu den Deckenlampen wurden schon erneuert, Tapete geklebt, die Fußböden belegt. Es ist aber immer noch einiges an Arbeit zu machen. Besonders das Badezimmer muss eigentlich vollständig erneuert werden. Das ist das nun anstehende Projekt. Wir verabschiedeten uns herzlich.

Ewhenija ist für uns eine freundliche und völlig unkomplizierte junge Frau mit offenem Charakter und feinem Humor. Ich denke, Vika und ich werden sie auf jeden Fall wiedersehen. Wir bedanken uns in Ewhenijas Namen sehr herzlich für die geleistete Hilfe bei allen Spendern. Das Geld wird helfen, ihr und ihren beiden kleinen Kindern eine normale Wohnsituation zu schaffen. Danke!

Wolf Reyscher  im Auftrag von Euromaidan NRW e.V.


Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung:

Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V.
IBAN-Nr. DE12380601861502025011
BIC GENODED1BRS
Verwendungszweck : UA Spende

Falls eine Spendenbescheinigung erwünscht ist, bitte die Anschrift – Straße, Hausnr., PLZ und Ort im Verwendungszweck angeben.

Herzlichst, das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe an die Witwe Anastasia Sirich und ihre zwei kleinen Söhne – Nowohrad-Wolynskyj am 15.10.16 – Bericht 43/2016

Familie Sirich haben wir im Jahr 2015 kennengelernt. Wir besuchten sie persönlich am 31. März 2015 um ihnen die für sie gesammelten Spenden zu übergeben. Den damaligen Bericht könnt ihr hier nachlesen: Spendenübergabe am 31.05.2015, Bericht 17/2015

Heute ist der 15. Oktober 2016, und für uns ist eine Reise nach Nowohrad-Wolynskyj geplant. Wir warten nur auf unseren Fahrer Oleksandr, der meinen Sohn und mich dorthin bringt. Um 18:00 Uhr kommt Oleksandr, und wir fahren endlich los. Die Volontärin Svitlana Kruchok wartet schon vor Ort auf uns. Da wir kein Navi haben, brauchen wir zwar etwas mehr Zeit, um die richtige Adresse zu finden, aber Ende gut – alles gut, dachte ich mir damals.

Im Gespräch mit Svitlana kommt raus, dass die Kriegswitwe überhaupt nicht weiß, dass Besuch aus Deutschland komm, da sie vorher nicht erreichbar war. Bei meim Versuch die Witwe anzurufen geht sie zum Glück ans Telefon. Da sie auch unterwegs ist, kann sie mich nur schlecht verstehen und sagt, dass sie sich zurückmelden wird. Also heißt es erstmal warten und bangen und hoffen, dass unser Treffen doch noch zustande kommt und dass wir nicht umsonst so weit gefahren sind.

Nach ca. 15 Minuten meldet Anastasia sich zurück und ist erfreut darüber, dass wir sie besuchen wollen. Allerdings ist sie zur Zeit nicht bei ihren Schwiegereltern auf dem Dorf sondern befindet sich mit ihren Kindern in der Stadt Nowohrad bei ihrer Mutter, während im Dorf das Haus von innen gestrichen wird. Sie gibt uns eine Adresse durch, und wir fahren los. Nach einigem hin und her werden wir endlich fündig, und da steht sie schon an der Straße und wartet auf uns.

Bevor wir am Ziel ankommen, fangen wir schon im Auto an uns zu unterhalten. Anastasia erzählt uns, warum sie hier ist und über die Probleme, die sie zu bewältigen versucht. Man merkt sofort, sie möchte sich den Schmerz und die Ungerechtigkeit aus der Seele reden. Tief im Gespräch verwickelt betreten wir das ganz kleine Haus ihrer Mutter. Von außen sah es zwar ok aus, aber von innen … ganz, ganz alt und sehr renovierungsbedürftig.

Drei Generationen leben in diesem Haus, hier gibt es keinen Platz für die Witwe und ihre beiden Söhne. Jetzt verstehe ich auch, warum sie sich damals für ein Leben auf dem Dorf bei ihren Schwiegereltern entschieden hatte.

Eine eigene Wohnung, die sie bekommen sollte, hat sie leider immer noch nicht bekommen. Sie hat immer wieder die Behörden aufgesucht, aber immer wieder bekam sie zur Antwort, dass sie sich doch noch gedulden solle. Eine einmalige Auszahlung hat sie inzwischen erhalten, und die Kinder sowie auch sie selbst erhalten eine Witwen- bzw. Waisenrente.

Während des Gesprächs möchten die beiden Jungs immer bei ihrer Mutter sein, denn ohne Mama geht hier wohl garnichts. Beide Kinder werden demnächst eine Sprachtherapie besuchen. Anastasia wird auch bald anfangen als Malerin zu arbeiten.

Etwas Schönes hat diese Familie dieses Jahr dennoch erlebt, denn sie waren im Urlaub am Asowschen Meer, im Ort Kyriliwka. Zwar mussten sie selber die Anreisekosten übernehmen, aber die Unterkunftskosten wurden zumindest gespendet. Einen zweiten Urlaub verbrachte die Familie in den Karpaten. Fünf wunderschöne Tage, die komplett gespendet wurden.

Über Behördengänge kann Anastasia stundenlang sprechen. Es ist unmenschlich, was ihr nach dem Tod ihres Mannes alles widerfahren ist (Link für den gefallenen Soldaten im “Buch der gefallenen Helden”). Beamte erniedrigten die junge Witwe sehr oft, und ihr wurde sogar schon mal gesagt: „Wer bist du überhaupt, warum kommst du zu uns?!“ Das alles tut ihr unheimlich weh.

Es ist schon 21:00 Uhr abends, bei dem ganzen Reden und Zuhören haben wir nicht gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen ist. Daher gehen wir nun zur Spendenübergabe über. Die

Kriegswitwe Sirich Anastasia erhält für ihre Söhne einen Unterstützungsbetrag in Höhe von 400,00 € ausgezahlt. Sie sagt sofort, dass sie das Geld auf die Seite legen wird, weil die Jungs eine Kinderzimmerausstattung benötigen, sobald sie die versprochene Wohnung erhalten werden. Das Geld wird sie dafür aufheben.

Sie sagt für unsere Spender: „Liebe Menschen, ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Hilfe, Danke, dass Sie mich und meine Söhne nicht vergessen haben. Ich bin zutiefst gerührt und konnte mir niemals vorstellen, dass uns Menschen aus Deutschland helfen würden. Danke für alles!“

Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung –

Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Herzlichst Noelie Uhlmann und Euer Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.

Spendenübergabe an Witwe Nadija und ihre Töchter Hanna und Oleksandra – 14.10.2016, Radomyschl – Bericht 42/2016

Die Familie Nasartschuk haben wir am 30.03.2015 besucht, den damaligen Bericht könnt ihr hier nachlesen: Bericht 11/2015

Was hat sich seitdem im Leben der Kriegswitwe verändert? Ich bin sehr neugierig und freue mich sehr, dass ich alle drei Mädels gleich treffen werde.

Eine ganz tolle Nachricht, die Witwe Nadija (30) und ihre Töchter Hanna und Oleksandra haben jetzt ein eigenes Häuschen! Zwar muss es renoviert werden, und das nicht gerade wenig, das Grundstück muss sauber gemacht werden, usw., aber sie leben jetzt allein. Alle drei Mädels strahlen wie ein Sonnenschein und zeigen uns alles. Das Haus wird auch von ihnen umgebaut, viel Arbeit sehe ich hier, und mir ist sofort klar, dass diese Familie unsere/Eure Hilfe braucht, denn alleine würden sie es nie schaffen. Der kleiner Entschädigungsbetrag, den sie bekommen haben, wurde komplett für den Kauf dieses Häuschens verwendet.

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Nadija ist überglücklich und sagt: „Irgendwie wird es schon, wichtig ist, wir leben allein, wir können machen was wir wollen, und keiner kann uns hier mehr rauswerfen. Die Mädchen kommen nun auch endlich zur Ruhe.“ Nadija arbeitet zur Zeit als Putzfrau in einer Schule, aber ihr Gehalt ist einfach peinlich. Gleichzeitig besucht sie eine Weitebildung und lässt sich zur Buchhalterin ausbilden; Jeden Tag ist sie von 8 Uhr morgens bis 16 Uhr abwesend. Die Mädchen bewältigen den Tag ohne Mutter bisher sehr gut.

Hanna ist jetzt neun Jahre alt und besucht die 4. Klasse. Sie sagt, dass das Lernen ihr sehr schwer fällt.

Oleksandra ist zwölf und besucht die 7. Klasse. Sie hilft tatkräftig im Haushalt mit und passt auf ihre kleine Schwester auf. Die kleine Hanna ist etwas rebellisch und verteilt schon manchmal den Jungs ein paar Prügel, wenn die sich mit ihr oder ihren Freundinnen anlegen 😉 . Beide sind sehr nette Mädchen, die man nur ins Herz schließen kann.

Sie sind sehr freundlich und offen, erzählen viel, und es macht auch Spaß, ihnen einfach zuzuhören. Dieses Jahr waren sie in Odessa am Meer, das war ein richtig tolles Geschenk für die Familie. Im Sommer waren sich auch im Kinderlager „Artek“ in Kyiw. Alle Reisen wurden durch Freiwilligenorganisation mit Spenden finanziert! Nadija ist sehr dankbar für jegliche Unterstützung die sie bekommt.

In der Schule, die die Mädchen besuchen, hängt eine Gedenktafel für ihren Vater Mykola Nasartschuk. Jeden Tag sehen sie ihn, wenn sie die Schule betreten. Allerdings finden sie es doof, dass einige Lehrer manchmal sagen: „Benimm dich gut, denn dein Papa sieht alles.“

Unsere Zeit mit dieser Familie vergeht einfach viel zu schnell, denn es gibt so viel, was sie uns so gerne erzählen möchten, und so werden wir dann auch zum Essen eingeladen. Oleksandra schlief letzte Nacht nur sehr wenig, denn als sie erfuhr, dass Besuch aus Deutschland kommt, fing sie an zu backen, sie wollte etwas besonderes machen, und es gelang ihr, uns ins Stottern zu bringen. So leckeres Gebäck, habe ich noch nie gegessen – und alles war so kreativ gestalten. Großen Respekt und herzlichen Dank liebe Oleksandra!

Ich werde jetzt nicht alles hier beschreiben, was wir zu essen bekamen, aber es war wirklich köstlich. Und jetzt, wenn ich diesen Bericht schreibe, kommt mir allein durch die Erinnerung der Geruch und das wunderschöne Gesicht von Oleksandra vor Augen, wie sie dastand und auf uns, Oleg Boyko, den Fahrer Oleksandr, meinen Sohn und mich wartete, um zu sehen, wie uns das Essen schmecken wird.

Die ganze Zeit während unserer Unterhaltung hielt sich die Mutter von Nadija im Hintergrund, aber bei Tisch konnten wir uns auch mit ihr etwas unterhalten. Manchmal kommt sie vorbei und versucht, ihrer Tochter zur Hand zu gehen.

Da wir irgendwann auch wieder von Radomyschl nach Schytomyr zurückfahren müssen, gehe ich zur Spendenübergabe über und zahle im Namen des Vereins und all den Spendern an Nadija für die beiden Mädchen einen Hilfsbetrag in Höhe von 400,00 € aus. Alle drei bedanken sich ganz herzlich für eure Hilfe und senden liebe Grüße an alle.

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Wir gehen raus und schauen uns draußen noch ein wenig um. Ja, es ist viel Arbeit hier. Wir können nur hoffen, dass dieser Bericht von vielen gelesen wird und, dass viele Menschen danach spenden werden, damit diese Familie hier irgendwann wirklich ein schönes Heim haben kann.

Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung –

Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Nasartschuk

Herzlichst Noelie Uhlmann und Euer Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.

Spendenübergabe an Witwe Oksana Sajets und Tochter Oleksandra – Schytomyr, 12.10.2016 – Bericht 38/2016

Die Familie Sajets haben wir während unseres Aufenthalts im Oktober 2015 im Gebiet Schytomyr kennengelernt. Die Familie befand sich zum damaligen Zeitpunkt in einer Notsituation, und da damals recht gut gespendet wurde, konnten wir sofort helfen. Den Bericht könnt ihr hier nachlesen: Bericht 55/2015.

Nach einem Jahr schauen wir wieder bei der Familie vorbei, um nachzuhören, wie es ihnen geht und um erneut eine Hilfszahlung aus Deutschland abzugeben. Die Kriegswitwe Oksana Sajets (32) und ihre Tochter Oleksandra (9) warten schon auf uns. Noch bevor wir ins Haus gekommen sind, befinden wir uns schon tief im Gespräch. Oleksandra ist sehr offen und erzählt recht viel, über ihre Schule und wie es ihr so geht und was sie im Laufe dieses Jahres erlebt hat.

Zehn wunderbare Tage verbrachte die Familie in der Stadt Odessa, und es war wohl schön und wunderbar! Die nächste Reise ging dann nach Polen: Oleksandra hat schöne Erlebnisse von der Reise mitgebracht und war überglücklich. Danach kam noch eine Einladung nach Lwiw, wo sie auch eine sehr schöne Zeit verbrachten. Mutter und Tochter erzählen darüber mit großer Begeisterung. Oksana lässt ihre Tochter auch los und erlaubt ihrer Tochter an allen Veranstaltungen teilzunehmen. „Sie soll viel erleben und sehen! Ich bin so dankbar allen Menschen gegenüber, die meiner Tochter so etwas ermöglicht haben!“ Alle Reisen wurden gespendet!

Oleksandra bekam auch ein Haustier, nämlich einen ganz knuffigen Hund, der Bonifazij heißt. Sie schmust ständig mit ihm, und der Kleine lässt alles mit sich machen :-).

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Oksana arbeitet elf Stunden am Tag als Verkäuferin, und über ihren Lohn muss ich hier nicht wirklich schreiben, denn mittlerweile wisst ihr, wie niedrig die Gehälter in diesem Land sind. Oleksandra erhält eine Waisenrente, dennoch ist es sehr schwer für diese kleine Familie, über die Runden zu kommen. Vor Kurzem haben sie das Grab des Verstorbenen besucht und haben einen Grabstein für ihn aufgestellt. Das war sehr teuer, aber Oksana sagt, dass es ihre Pflicht war und, dass sie es auch nicht anders wollte!

Dass die Mama den ganzen Tag auf der Arbeit ist, geht an Oleksandra nicht unbemerkt vorbei, denn es ist für sie sehr schwer, damit klar zu kommen. Aber Oksana sieht keinen anderen Ausweg.

„Wer soll mein Kind jetzt ernähren und alles Nötige besorgen, wenn nicht ich!? Das ist auch alles sehr schwer für mich, und ich denke ständig auf der Arbeit an meine Tochter, aber wir müssen einfach lernen, mit dieser Situation umzugehen.“

Die kleine Familie kann weiterhin bei der Schwiegermutter leben, da die Beiden sich ja auch an allen Nebenkosten beteiligen. Sie sind sehr froh darüber, dass sie vorerst ein Dach über dem Kopf haben. Wie es weitergehen wird, weiß keiner hier. Sie leben hier und  heute und bauen vorerst keine Pläne für Luftschlösser in der Zukunft.

Der heutige Tag war sehr lang für uns alle, und die Familie Sajets möchte sicherlich auch endlich zur Ruhe kommen, daher gehen wir zur Geldspendenübergabe über und zahlen an Oksana für Oleksandra einen Hilfsbetrag in Höhe von 300 € aus. Die beiden bedanken sich sehr herzlich bei allen Spendern aus dem fernen Deutschland für diese tatkräftige Unterstützung und bitten uns an alle Spender einen lieben Gruß auszurichten.

Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung – Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Herzlichst Noelie Uhlmann und Euer Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.

 

 

Spendenübergabe an die Witwe Olga Masur und ihre zwei Kinder – Schytomyr, 12.10.2016 – Bericht 37/2016

Die Kriegswitwe Olga Masur (34) ist berufstätig, also passen wir unseren Termin an ihren Tagesablauf  an. Unser im Oktober 2015 geplantes letztes Treffen kam damals leider nicht zustande, und daher freue ich mich, jetzt sie und die beiden Kinder, Viktoria (8) und Nikolaj (13), zu treffen. Kennengelernt hatten wir uns im März 2015. Den Bericht von damals könnt ihr hier nachlesen: Bericht 1/2015.

Die Lebensumstände dieser Familie entwickeln sich positiv, und so treffen wir uns bei ihr Zuhause und nicht im Wohnheim, in dem sie früher wohnten.

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Sie hat jetzt eine eigene Wohnung, die 64 qm groß ist. Diese Wohnung erhielt sie im März 2016. Da gab es zwar auch Probleme, aber die Kriegswitwe kämpfte um ihre Rechte und die ihrer Kinder. Sie bestand darauf, dass sie bekommt, was ihr zusteht. Jedes Kind hat jetzt ein eigenes Zimmer, sie selbst benutzt das Wohnzimmer, in das sie eine Schlafcouch gestellt hat, die über den Tag zusammengeklappt wird, damit die Kinder den Raum tagsüber frei benutzen können. Meine Begleiter sitzen im Wohnzimmer und wir in der Küche, damit wir uns ungestört unterhalten können.

Seit unserem letzten Treffen hat sie sich sehr verändert, denn sie traut sich mehr und lässt sich nicht mehr alles gefallen. „Ich habe keine Wahl! Ich muss stark sein, da wo es sein muss. Es gibt keinen anderen Ausweg!“, sagt sie mir. Ich freue mich über diesen Wandel in ihr, und die Ängste die ich vorher hatte, verfliegen sehr schnell während unseres Gesprächs. Vor mir sitzt eine sehr starke Frau!

Die Wohnung liegt sehr gut, denn die Schule ist ganz in der Nähe, und die Arbeitsstelle ist auch zu Fuß erreichbar, so kann sie immer schnell vorbeischauen, falls etwas passiert. Die Kinder sind selbständiger geworden, denn Olga arbeitet von 8 Uhr morgens bis 17 Uhr abends.

Trotz allem schafft sie alles, die Wohnung ist sehr gemütlich eingerichtet, und die Kinder sind sehr gut versorgt. Viktoria ist der gleiche Sonnenschein wie damals, und Nikolaj befindet sich gerade in der Pubertätsphase. Es ist nicht immer leicht, aber Olga sieht nur das Positive und lebt es auch aus.

Die kleine Viktoria ist erkältet, und daher führe ich unser Gespräch schneller zu einem Ende und gehe über zur Spendenübergabe. Die beiden Kinder erhalten einen Unterstützungsbetrag in Höhe von insgesamt 400,00 €.

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Olga bedankt sich sehr für die Hilfe, die ihre Kinder bekommen. Wir gehen zu Tür, umarmen uns ganz herzlich zum Abschied und gehen.


Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

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Herzlichst Noelie Uhlmann und Euer Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.