Spendenübergabe an die Witwe Natalia Kondratjuk in Borschtschiw bei Radomyschl, 4. Mai 2016 – Bericht 21/2016

Nachdem wir in Kyiw in den drei Osterfeiertagen alle Spendenübergaben an Witwen und Waisen durchgeführt hatten, begleitete mich Joerg Drescher am 4. Mai 2016 „zurück“ nach Schytomyr, um dort weitere Familien und das Kinderheim in Teteriwka zu besuchen. Die erste Witwe war die mir schon von einem Besuch im vergangenen Jahr bekannte Familie von Natalia Kondratjuk, die in dem kleinen Dörfchen Borschtschiw bei Radomyschl wohnt, also ging es noch ca. 80 km vor Schytomyr rechts ab nach Radomyschl und weiter nach Borschtschiw in der an sich fruchtbaren Ebene des Teteriw.

Nach unserem Spendenaufruf für die Witwe Natalia vom Mai 2015 besuchte ich – damals zusammen mit Julia Kosinczky, Natalija Tschernjajewa und Oleg Boyko – die Familie und schrieb einen ausführlichen Übergabebericht 39/2015 mit Bildern des „Hauses“ und den Kindern.

Im November gab es eine weitere Sachspendenübergabe, über die Natalija Tschernjajewa einen Bericht 46/2015 schrieb.

Am 4. Mai diesen Jahres erreichten Joerg Drescher und ich mit leichter Verspätung die Ortschaft Borschtschiw und fanden mit einiger Mühe den Abzweig des richtigen Feldwegs (die Hauptstraße war inzwischen neu asphaltiert worden, und dadurch hat sich das Erscheinungsbild des Dorfes grundlegend geändert – leider wurde die Landstraße zwischen Radomyschl und Borschtschiw noch nicht erneuert, also ging es wieder auf der Schlagloch-Buckelpiste, teilweise auf uraltem Kopfsteinpflaster, ganz langsam vorwärts).

Natalia und ihre beiden kleineren Söhne begrüßten uns freundlich, sie hatte sich richtig „in Schale“ geworfen, die Haare neu frisiert und die Fingernägel gemacht – welche Ehre! Aber verständlich, wann hat eine junge Frau in so einem Dorf mal einen Grund, sich hübsch zu machen? Der größere Junge Witalij war „auf Urlaub“ irgendwo in der Oblast Lemberg bei Bekannten, also übernahm der mittlere Junge Artjom die „Pflichten eines Hausherren“ und bat uns hinein. Natalia erzählte freimütig und offen über ihre Lage, ihren „Minijob“ bei einem Landwirtschaftsbetrieb im Dorf (der früheren Kolchose) hat sie verloren, aber was sie dort verdiente, war ohnehin nicht der Rede wert. Irgendwie kommt sie über die Runden, jobbt hier und da im Dorf und macht bei einer Initiative mit, die Kunsthandwerk herstellt und verkauft, verdient also ein paar Hrywnja dazu. Witalij hat in diesem Jahr seine Schulausbildung abgeschlossen und hat nach den Sommerferien eine Lehrstelle in einem Forstwirtschaftsbetrieb in Radomyschl, er hat sich die Stelle selbst gesucht und es war auch sein Wunschberuf.

Artjom hatte ein paar Schrammen im Gesicht (und auch verheilende Abschürfungen an Armen und Beinen), wild wie er ist, ist er vor ein paar Tagen mit dem Fahrrad gestürzt, hat sich aber nichts gebrochen und fuhr gleich weiter. Und der kleine Jaroslawtschyk fremdelte (im Unterschied zum vergangenen Jahr) auch überhaupt nicht mehr sondern war ganz zutraulich. Die obligatorischen Haribo-Tüten und die mitgebrachten Osterhasen waren bei beiden willkommen!

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Inzwischen ist das (zuvor abgebrannte) Schuppen- und Stallgebäude fertig und wird genutzt, im Stall steht ein Schweinchen, es gibt Platz für ein paar Ziegen (die allerdings auf der Weide waren) und anderes Kleingetier wie Hühner. Außerdem wird gerade eine „Sommerküche“ in einem weiteren Schuppengebäude gründlich renoviert, dort war eine junge Frau aus der Nachbarschaft gerade dabei, eine Wand zu verputzen. Man sieht, es geht vorwärts – Natalia bemüht sich, mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln das Beste aus der Situation zu machen.

Insofern war die Spende von 450.- Euro, die wir an Natalia für ihre Kinder auszahlen konnten, eine für sie unerwartete und sehr willkommene Hilfe, jetzt kann sie weiter renovieren und das Haus und die Nebengebäude in Ordnung bringen lassen – ein großer Haufen von Bruchsteinen (wohl aus einem Marmor-Steinbruch) lag schon vor dem Haus, der Hof wird wohl bei einem eventuellen nächsten Besuch gepflastert sein, und man muss zukünftig bei Regen nicht mehr durch Schlamm waten, um ins Haus zu kommen. Insgesamt hatte ich wirklich den Eindruck, dass Natalia wieder Mut gefunden hat, die depressive Trauerphase ist vorbei, die Kinder wachsen und sind (im Rahmen der Möglichkeiten) gut „versorgt“ – das hat mich wirklich gefreut zu sehen!

Wir bedanken uns ganz besonders bei der Gruppe der Ukrainer in Frankfurt Ukrainians in Frankfurt am Main und Oleh Paslavskyy, die einen großen Teil des ausgezahlten Betrags gespendet haben – es handelte sich um einen Teil des Erlöses aus einem Wohltätigkeitskonzert im März 2016.


Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige und hoffentlich auch zukünftige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche die Witwen und deren Kindern in der Ukraine immer noch dringend benötigen.

Spenden bitte über PayPal : hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung – Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Herzlichst

Klaus H. Walter und Euer Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

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Spendenübergabe an die Witwe Tanja Ustimenko mit zwei Kindern, Lytwyniwka, Kyiw, 3. Mai 2016 – Bericht 20/2016

Am Nachmittag des 3. Mai 2016 fuhren wir gleich mit zwei Autos in das Dörfchen Lytwyniwka zum Besuch bei der Familie Ustimenko. Dabei waren Joerg Drescher, Holger und Marlene Weiblen und Klaus H. Walter für den Verein Euromaidan NRW e.V.  sowie zwei Freundinnen von Weiblens aus Poltawa als Dolmetscherinnen.

Vor fast einem Jahr hatten wir einen Spendenaufruf für Tanja und ihre Töchter veröffentlicht, und im Juli 2015 fand bereits einmal eine Spendenübergabe an Tanja durch mich statt, im Aufruf und im Bericht finden sich weitere Details über den gefallenen Ehemann und Vater sowie die sozialen Umstände der Familie (Bericht 33 hier).

Tanja erzählte viel über ihre jetzige Situation – ihr geht es den Umständen entsprechend gut. Die ganz besonders gute Nachricht ist, dass sie bald aus dem 102 Jahre alten Häuschen (ohne Wasser- und Gasanschluss), das ohnehin der „bösen“ Schwiegermutter gehört, ausziehen kann. Die langwierigen Verhandlungen mit den Behörden haben letztlich doch gefruchtet, die Familie bekam eine Wohnung im Zentrum der Rajonshauptstadt Wyschhorod zugeteilt, die zwar noch renoviert werden muss, aber im Herbst kann der Umzug stattfinden. Das hat zur Folge, dass die beiden Mädchen in eine bessere Schule in der Stadt gehen können, dass sie eine bessere Musik- und Tanzschule besuchen können und dass Tanja selber bessere Aussichten auf eine Stelle in ihrem eigentlichen Beruf als examinierte Krankenschwester haben wird und nicht mehr für einen Minimallohn als „Kindergärtnerin mit medizinischen Kenntnissen “ in dem kleinen Dorf arbeiten muss.

Diese erfreulichen Aussichten haben sicherlich dabei mitgeholfen, dass Tanja bei dem Besuch trotz der großen Zahl „fremder“ Besucher sehr aufgeräumt, gut gelaunt und zuversichtlich wirkte – ein großer Unterschied zu dem Besuch vor knapp einem Jahr, damals herrschte bei ihr eine eher depressive Stimmung vor.

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Für den Verein Euromaidan NRW e.V. zahlten wir ihr eine Unterstützung in Höhe von 400.– Euro aus, und Holger und Marlene Weiblen hatten eine große Menge an Sachspenden für die Mädchen und auch Tanja selber aus dem Wohnmobil ausgepackt, was auf große Freude beim Auspacken stieß!

Tanja bedankte sich herzlich für die Geld- und Sachspenden. Diese Hilfe kam gerade zum richtigen Zeitpunkt, denn so muss bei der Renovierung nicht jede Hrywnja umgedreht werden. Sie ist sehr dankbar dafür.

Wir möchten uns als Verein  ebenfalls ganz herzlich bei all unseren Spendern und besonders bei Holger und Marlene Weiblen bedanken. Nur mit eurer Hilfe und Unterstützung ist es möglich, all die Witwen und Kinder zu unterstützen.


Wir möchten Euch aber erneut um Eure Hilfe und Unterstützung für die hinterlassenen Witwen der Ukraine bitten, denn es gibt immer noch viele Familien mit Witwen und Waisenkindern, und der von Russland aufgezwungene Krieg ist noch nicht vorbei:

PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com
Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn- Konto: Euromaidan NRW e.V.
IBAN-Nr. DE12380601861502025011 – BIC GENODED1BRS
Verwendungszweck: Hilfsaktion Witwen

Falls eine Spendenbescheinigung erwünscht ist, bitte auch die Anschrift – Straße, Hausnr., PLZ und Ort im Verwendungszweck angeben.

Herzlichst, Klaus H. Walter und das Team EuroMaidan NRW e.V.

Spendenübergabe an die Witwe Larissa Wolkodaw, am 25.02.2016, Gebiet Cherson – Bericht 19/2016

Wie auch beim letzten Mal habe ich meine Reise in die Ukraine mit Besuchen von Witwen verbunden. Es ist schwer, es tut weh. Aber ohne unsere Unterstützung können diese Frauen nur schwer oder ganz schlecht überleben.

Wie letztes Mal war ich auch diesmal nervös. Neue Gesichter, neue Schicksale, neues Schmerz. Es ist egal ob du das schon mal gemacht hast oder nicht. Es ist immer anders und immer schwer.

Der weg war irre weit, fast 300 km waren wir unterwegs. Es kam mir vor, dass es das letzte Dorf auf dieser Welt ist. Danach kam nichts mehr, es konnte einfach nichts mehr kommen.

Ich glaube ich muss nicht beschreiben, wie arm und heruntergewirtschaftet alles dort aussah. Teilweise habe ich mich gefragt: WIE? Wie können die Leute nur unter solchen Bedingungen leben?

Ich wusste dass Larissa Wolkodaw, die wir besuchten, sechs Kinder hat, ein paar davon sind schon erwachsen. Die Witwe hat uns aufgemacht. Ich war schockiert, wie jung sie aussah. Jung, aber den Verlust und die Schwierigkeiten des letzten Jahres konnte man ihrem Gesicht ablesen…

Am Haus fand gerade eine Renovierung statt. Im Inneren war (bis auf Wohnzimmer und Schlafzimmer) alles leer. Der Besuch war sehr kurz und schnell vorbei, wie im Schnellvorlauf zu einem Film: eine unglückliche weinende Frau, ein süßer Junge, der sein Hausaufgabenheft zeigt und sich auf den Besuch und die Geschenke freut, Papiere, Geldübergabe, Unterschriften und herzliche Dankesworte vermischt mit Tränen und Schmerz. Dabei hatte ich selber die Tränen in der Augen, die ich verstecken musste, denn ich wusste, dass der Junge schwere gesundheitliche Probleme hat.

Ihr Mann Wiktor war ein toller Mann, das sagte jeder, der ihn kannte. Mit dem Verlust ist Larissa immer noch nicht klargekommen. Er fehlt ihr. Und kein Geld der Welt kann ihn ersetzten. Sie konnte kaum glauben, dass fremde Menschen von so weit weg ihr so viel Unterschtützung bieten und konnte ihre Dankbarkeit kaum in Worte fassen.

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Ich habe für den Verein Euromaidan NRW e.V. am 25. Februar 2016 der Witwe Larissa Wolkodaw 600,00 € ausgezahlt. Wir bedanken uns herzlich bei allen Spendern, die uns dies ermöglicht haben. Und dabei geht es nicht nur um Geld. Es geht vielmehr um die Menschlichkeit, die Nicht-Gleichgültigkeit, diese Frauen nicht nur finanziell zu unterstützen, sondern ihnen auch zu zeigen, dass sie nicht alleine sind, dass es durchaus Leute gibt die an sie denken, die ihnen alles Gute wünschen. Und dafür danke ich Euch! Nur zusammen sind wir stark.


Wir möchten Euch aber erneut um Eure Hilfe und Unterstützung für die hinterlassenen Witwen der Ukraine bitten, denn es gibt immer noch viele Familien mit Witwen und Waisenkindern, und der von Russland aufgezwungene Krieg ist noch nicht vorbei:

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Eure Elena Ykraina für  Euromaidan NRW e.V.

Spendenübergabe an die Witwe Walentina Korolko mit zwei Kindern, Kyiw, 3. Mai 2016 – Bericht 18/2016

Am [ukrainischen] Osterdienstag, dem 3. Mai 2016, trafen wir uns in einer „großen Delegation“ bestehend aus Joerg Drescher, Lars Clarenbach, Maximilian Greiner und mir (Klaus H. Walter) für den Verein Euromaidan NRW e.V. zu einer Spendenübergabe mit der Witwe Walentina im Kyiwer Hydropark, wo sie anschließend an einer Gedenkfeier für gefallene Soldaten teilnehmen wollte. Sie ist inzwischen aus ihrer Heimatregion ins Kyiwer Umland umgezogen und wohnt jetzt bei ihrem Vater in einer Vorstadt von Kyiw. Die beiden kleinen Mädchen hatte sie nicht dabei, Opa passte auf sie auf, aber sie zeigte uns stolz die Fotos der beiden süßen Mädchen Solomija (vier Jahre alt) und Anastasia (zweieinhalb Jahre alt).

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Vor etwas über einem Jahr gab es bereits einmal eine Spendenübergabe an Walentina durch Noelie Uhlmann, den Bericht mit weiteren Details über den gefallenen Ehemann und Vater (Bericht hier).

Ihr Ehemann Mykola war 26 Jahre alt, als er starb, und war als Freiwilliger Soldat im Bataillon „Aidar“. Er war ein sehr gebildeter junger Mann, der die Universität erfolgreich beendet hatte. Mykola sprach mehrere Fremdsprachen und kämpfte schon in friedlichen Zeiten gegen das „System“ in der Ukraine. Kennengelernt hat er Walentina an der Universität.

Aber als der Krieg anfing, konnte Mykola nicht Zuhause sitzen, denn mit Leib und Seele wollte er seine Kinder und seine Heimat beschützen, kurz überlegt ging er also an die Front. Walentina wusste nichts davon, denn ihr Mann sagte ihr, dass er sich auf einem Übungsplatz befinde und dort trainiere. Sie glaubte ihm auch, da er sie bis dahin noch nie angelogen hatte.

Am 21. Juli 2014 wurde Mykola Korolko durch eine Panzergranate getötet.

Als Treffpunkt hatten wir ein Restaurant in der Nähe der U-Bahn-Station Hydropark ausgemacht, wo wir auch auf Walentina trafen. Eine zierliche, hübsche junge Frau im Alter von 26 Jahren wartete auf uns, und wir setzten uns in eines der praktisch leeren Restaurants im Park, um die Spendenübergabe in einer ruhigen Atmosphäre durchführen zu können.

Sie erzählte viel über ihre jetzige Situation – ihr geht es den Umständen entsprechend gut, sie wohnt jetzt bei Kyiw, und so ist es leichter für sie, die vielen bürokratischen Schritte zu erledigen, die für die Anerkennung als Kriegerwitwe nötig waren – und sie hilft auch viel als Freiwillige für andere Witwen und Verletzte in der Freiwilligen-Hilfsinitiative des Bataillons Aidar.

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Für den Verein Euromaidan NRW e.V. zahlten wir ihr eine Unterstützung in Höhe von 500.– Euro aus.

Walentina bedankte sich herzlich für die Geldspende und für all die Sachspenden, die sie schon früher aus Deutschland bekommen hat. Diese Hilfe macht ihr Leben etwas leichter, und sie ist sehr dankbar dafür.

Wir möchten uns als Verein  ebenfalls ganz herzlich bei all unseren Spendern bedanken. Danke für all die Geld- und Sachspenden, die ihr spendet. Danke, dass ihr da seid und uns helft, den Witwen und Kindern weiter zu helfen! Nur mit eurer Hilfe und Unterstützung ist es möglich, all die Witwen und Kinder zu unterstützen.


Wir möchten Euch aber erneut um Eure Hilfe und Unterstützung für die hinterlassenen Witwen der Ukraine bitten, denn es gibt immer noch viele Familien mit Witwen und Waisenkindern, und der von Russland aufgezwungene Krieg ist noch nicht vorbei:

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Herzlichst, Klaus H. Walter und das Team EuroMaidan NRW e.V.

Spendenübergabe an die Witwe Tetjana Sukatsch-Kotschetkowa mit vier Kindern – Kiyw, 2. Mai 2016 – Bericht 17/2016

Am [ukrainischen] Ostermontag, dem 2. Mai 2016 begaben wir uns in einer „großen Delegation“ bestehend aus Joerg Drescher, Lars Clarenbach, Maximilian Greiner und mir (Klaus H. Walter) für den Verein Euromaidan NRW e.V. zu einer Spendenübergabe zur Witwe Tetjana im Kyiwer Stadtbezirk Dnipro. Nach ein wenig Suchen identifizierten wir die Adresse: ein relativ neues Hochhaus mit modern ausgestatteten Aufzügen, Concierge (die auch genau wissen wollte, wo wir hinwollen), einem kleinen Laden im Erdgeschoss – fast eine luxuriöse Umgebung. Allerdings wussten wir, dass die Familie in einer gemieteten Wohnung wohnt, so dass das Geld dafür auch irgendwo herkommen muss.

Es handelte sich nicht um die erste Spendenübergabe an Tetjana, Noelie Uhlmann hatte sie kurz nach dem ihres Mannes im April 2015 bereits einmal besucht (Bericht hier). Darin findet sich auch eine detailliertere Beschreibung über den Tod von Wolodymyr Sukatsch, dem Gründer der Kyiwer Waldorfschule Sophia und Mitglied des Antikorruptionsausschusses sowie der Initiative Automaidan, der als Freiwilliger in den von Russland aufgezwungenen Krieg gezogen war, sich an der Front mit der Programmierung und Lenkung von Drohnen beschäftigte und am 15. März 2015 von den russischen Invasionstruppen oder ihren Marionetten, sogenannten „Separatisten“, getötet wurde.

Zitat aus dem Bericht von Noelie:
„Er war [..] ein sehr respektierter und beliebter Lehrer an der Waldorfschule Sophia in Kyiw. Er war Freiwilliger, ein herzlicher und warmer Mensch und wurde von allen respektiert und gemocht.“

Video von seiner Beerdigung:

Bei unserem Besuch trafen wir auf eine junge Witwe (sie sieht bedeutend jünger aus, als sie wirklich ist) mit der Aura eine Eurythmistin, wie sie spricht, sich bewegt und verhält, erinnerte mich an Kolleg*innen von ihr, die ich in verschiedenen anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland und anderswo kennengelernt habe. Und tatsächlich macht sie viel Eurythmie, sie hat auch wieder ihre Stelle als Kleinkinderzieherin im Kindergarten der Waldorfschule.

Von den Kindern ist an diesem Tag nur die jüngste zuhause, die älteste geht inzwischen in eine der Züricher Rudolf-Steiner-Schulen, um dort die Matura (Hochschulreife, entsprechend dem Abitur in Deutschland) zu machen, denn die Kyiwer Waldorfschule hat noch keine höheren Klassen. Die mittleren Kinder sind bei Freunden – es ist schließlich ein schulfreier Tag.


Da Tetjana Sukatsch ganz gut deutsch versteht, bei komplizierten Sätzen aber doch lieber hat, dass Joerg dolmetscht, entwickelt sich ein angenehmes Gespräch, sie erzählte ein wenig über ihre Arbeit in der Kleinkindergruppe, vom Werdegang der Kinder an der Schule und auch über die Instrumente, die die Kinder spielen.

Insgesamt hat sich die Lebenssituation der Familie – im Rahmen des Möglichen – normalisiert oder sagen wir besser eingependelt, aber Tetjana ist auch nicht der Typ Mensch, der sich über das Leben beklagen würde. Sie kann für ihre Kinder sorgen und neben ihrer Arbeit an der Schule auch noch die künstlerischen und Freiwilligenkreise der Schule besuchen.

Dass der fehlende Vater in der Familie aber immer noch eine prägende Rolle spielt, lässt sich an dem „Gedenkklavier“ mit vielen, auch großformatigen Bildern, Orden und Urkunden von Wolodymyr Sukatsch erkennen, das dominiert das Wohn- und Aufenthaltszimmer.

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Als ich ihr erzählte, dass mich ihr Schicksal damals sehr mitgenommen hatte und ich auch mit der Kyiwer Waldrofschule Kontakt aufgenommen hatte (und einen Bericht über seinen Heldentod bei Euromaidan Press auf Deutsch übersetzt hatte), kam ein Schimmer von Tränen in ihre Augen.

Um den Schmerz nicht noch weiter aufzurühren, nahm ich dann zügig die Spendenübergabe vor und überreichte ihr die Summe von 400.– €. Sie bedankte sich herzlich bei uns und allen Spendern, die an sie und die anderen Opfer des Krieges gedacht haben.

Ein paar Fotos noch, auch mit der kleinen Ewdokija (und einer Freundin, die als Spielkameradin im Haus war), und wir verließen diese beeindruckende Frau, ohne ihre Feiertagsroutine weiter zu stören.


Wir möchte Euch bitten, diesen Bericht weiter zu teilen, damit noch mehr Menschen erfahren, dass hinterlassene Witwen und deren Kinder eure Hilfe sehr brauchen. Wir können mit dem Geld nicht die Väter ersetzen, aber wir können damit das Leben der Kinder und deren Mütter etwas erleichtern, die Kinder können sich weiter bilden!

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Herzlichst, Klaus H. Walter und das Team EuroMaidan NRW e.V.

Spendenübergabe an den Vollwaisen Mischa und seine Großmutter, Kyiw, 1. Mai 2016 – Bericht 16/2016

Am ersten Aufenthaltstag in Kyiw nach der strapaziösen Anreise im  Konvoi der Osterfahrt besuchten wir am Ostersonntag (nach dem julianischen Kalender) die Großmutter von Mischa zur Übergabe der Spenden, die nach unserem Aufruf und den beiden früheren Übergaberichten  Bericht 57/2015 und Bericht 1/2016 für ihn eingegangen waren.

Mischa selbst war nicht da, er befand sich gerade in Osterurlaub bei Verwandten in Galizien. Die überaus freundliche Oma nahm den Betrag von 200.- Euro dankend an seiner statt entgegen. Sie erzählte auch, dass es Mischa gut geht, er weiterhin ein guter Schüler ist und immer noch gerne Sport macht!

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Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche dieses und andere Waisenkinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

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Herzlichst

Klaus H. Walter und Jörg Drescher, das Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Abenteuer Osterfahrt und Spendenübergabe in Schytomyr, 30. April 2016 – Bericht 15/2016

Für die 2. Reise für Spendenübergaben in der Ukraine haben wir vom Verein Euromaidan NRW e.V. uns etwas besonderes vorgenommen: die Teilnahme an der von Euromaidan Sachsen e.V. von Frank Obenaus organisierten „Osterfahrt“:

Am 28. April ging es los, von Bonn bzw. Köln aus fuhren Klaus H. Walter, Jörg Drescher und Lars Clarenbach nach Dresden, in einem zweiten Fahrzeug reiste Maximilian Greiner (über Osnabrück – um weitere Sachspenden einzuladen) an, aus dem Schwabenland kamen Holger Weiblen sowie Marlene Weiblen in ihrem Wohnmobil ebenfalls nach Dresden. Am Folgetag, dem Karfreitag nach dem julianischen Kalender) startete die Osterfahrt dann in Radeberg/Sachsen – die Verabschiedung durch einen (ukrainischen) griechisch-katholischen Pfarrer, die Stellvertretende Botschafterin der Ukraine aus Berlin, den sächsischen Bundestagsabgeordneten Vaatz und dem Bürgemeister von Radeberg wurde vom MDR aufgenommen und gesendet.

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Die Fahrt durch Polen war gekennzeichnet von langen Staus, wodurch wir fast sechs Stunden verloren und erst nach Mitternacht an der polnisch-ukrainischen Grenze eintrafen und noch viele, viele Stunden auf die Grenzabfertigung warten mussten. Leider entfielen dadurch auch die eigentlich geplanten Fernsehtermine an der Grenze, sodass wir in Lwiw erst gegen Mittag des Folgetages eintrafen.

Am Nachmittag fand dann in Schytomyr die erste Spendenübergabe auf dieser Reise statt:

Holger und Marlene Weiblen luden aus ihrem Wohnmobil kistenweise Sachspenden aus, u.a. ein elektrisches Klavier von Yamaha, wir hatten ebenfalls einige Sachspenden dabei sowie einen Geldbetrag von 500.- Euro, mit dem für das Kinderheim Teteriwka eingekauft wurde (und ein paar Tage später von uns ins Kinderheim gebracht wurde).

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Das Erste Schytomyrer Regionalfernsehen hat über den Verein Euromaidan NRW e.V. und die Spendenübergabe anlässlich der „Osterfahrt“ Anfang Mai 2016 ein Zehnminütiges Video (in ukrainischer Sprache) erstellt:

Interviewt werden Klaus H. Walter, gedolmetscht von Joerg Drescher sowie Oleg Boyko von der Hilfsinitiative der Demokratischen Allianz in Schytomyr und Леся Морозова (Lesja Morosowa) vom Schytomyrer Wohltätigkeitsverein ГО Допомога – Житомир (https://www.facebook.com/DAdopomoga.zt/).
Klaus H. Walter hat für den Verein Euromaidan NRW e.V. die Ukraine besucht, um Sach- und Geldspenden zu überbringen für die Familien im Krieg gefallener oder verletzter Soldaten sowie das Kinderheim in Teteriwka.
Herzlichen Dank an die Reporterin Галина Ковальчук Halyna Kowaltschuk!

Danach ging es weiter zum Endziel des Tages, Kyiw.

Dies alles liest sich jetzt in der Rückschau ganz nüchtern, bedeutete aber für die Mitfahrer 40 Stunden praktisch ohne Unterbrechung im Auto (von kurzen Tankpausen abgesehen) – während der über achtstündigen Wartezeit an der Grenze mussten die Fahrzeuge in unregelmäßigen Abständen – etwa alle 20 Minuten – um durchschnittlich drei Fahrzeuglängen vorgezogen werden).

Ein Bericht über die Sach- und Geldspendenübergabe im Kinderheim Teteriwka folgt in den nächsten Tagen.


Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche dieses und andere Kinderheime in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

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Herzlichst, Klaus H. Walter und das Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”