Spendenübergabe an die Witwe Nadija Uporowa und zwei Kinder, Wolodymyr-Wolynskyj, Anfang Oktober 2016 – Bericht 27-2016

Auf den Besuch bei Nadija Uporowa und ihren beiden kleinen Mädchen hatten wir (Julia Kosinczky, Jörg Drescher und Klaus H. Walter) uns schon vorab sehr gefreut: Sie waren auch alle zuhause, anfangs hatten wir die Straße gar nicht gefunden, denn sie wurde inzwischen asfaltiert und war „nicht wieder zu erkennen“ 😉

Bereits im August 2014 hatte die Familie eine Spendensumme erhalten (Bericht 9/2014 von Iryna Ritter hier), eine weitere Auszahlung erfolgte im Juli 2015 (Bericht 41/2015) – und jetzt, Anfang Oktober 2016, erfolgte eine weitere Übergabe einer Spendensumme in Höhe von 200.– €.

Die jetzt siebenjährige Julia geht schon in die 2. Klasse, sie hatte kurz vor unserem Besuch eine Erkältung und war deswegen noch vom Schulbesuch befreit. Sie wächst und entwickelt sich gut, sie besucht außerdem noch einen Kurs für klassische Tänze (Balltänze) – und hat uns auch einen Walzer vorgetanzt.
Die kleine Wioletta ist immer noch so ein freundliches Kind (wenn auch ein wenig fremdelnd, aber das darf ein Kind von zwei Jahren auch!) – selten, dass man sie ohne Lächeln sieht.

Ab dem kommenden Frühjahr geht sie dann in den Kindergarten. Eigentlich ist Wioletta ein richtiger kleiner Wildfang, keine Schranktür ist vor ihr sicher, deswegen sind Türen und Schubladen im Haus „gesichert“. Aber bei diesem Lächeln kann niemand dem Kind etwas übel nehmen.

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Nadija stickt als Hobby Ikonen und hat begonnen, für die Kinder selbst zu schneidern – mit der Nähmaschine, die sie u.a. mit der Geldsumme der letzten Auszahlung gekauft hat.

Außerdem engagiert sich Nadija gemeinsam mit weiteren Kriegerwitwen aus Wolodymyr-Wolynskyj in einer Selbsthilfegruppe, sie stehen kurz davor, einen regulären Verein dafür zu gründen. Nadija fühlt sich unter diesen Frauen, die sich in einer ähnlichen Situation wie sie befinden, sehr wohl – auch wenn sie ihr eigenes Trauma schon weitgehend überwunden hat, es geht wirklich bergauf bei ihr.

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Ihr Häuschen ist inzwischen ganz ansehnlich renoviert, auch die Einrichtung ist jetzt einigermaßen komplett, von der letzten Auszahlung wurden u.a. eine neue Schrankwand, Kinderzimmermöbel mit Hochbett u.ä. gekauft:

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Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagementund die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung – Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Herzlichst

Klaus H. Walter und Euer Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

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Abenteuer Osterfahrt und Spendenübergabe in Schytomyr, 30. April 2016 – Bericht 15/2016

Für die 2. Reise für Spendenübergaben in der Ukraine haben wir vom Verein Euromaidan NRW e.V. uns etwas besonderes vorgenommen: die Teilnahme an der von Euromaidan Sachsen e.V. von Frank Obenaus organisierten „Osterfahrt“:

Am 28. April ging es los, von Bonn bzw. Köln aus fuhren Klaus H. Walter, Jörg Drescher und Lars Clarenbach nach Dresden, in einem zweiten Fahrzeug reiste Maximilian Greiner (über Osnabrück – um weitere Sachspenden einzuladen) an, aus dem Schwabenland kamen Holger Weiblen sowie Marlene Weiblen in ihrem Wohnmobil ebenfalls nach Dresden. Am Folgetag, dem Karfreitag nach dem julianischen Kalender) startete die Osterfahrt dann in Radeberg/Sachsen – die Verabschiedung durch einen (ukrainischen) griechisch-katholischen Pfarrer, die Stellvertretende Botschafterin der Ukraine aus Berlin, den sächsischen Bundestagsabgeordneten Vaatz und dem Bürgemeister von Radeberg wurde vom MDR aufgenommen und gesendet.

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Die Fahrt durch Polen war gekennzeichnet von langen Staus, wodurch wir fast sechs Stunden verloren und erst nach Mitternacht an der polnisch-ukrainischen Grenze eintrafen und noch viele, viele Stunden auf die Grenzabfertigung warten mussten. Leider entfielen dadurch auch die eigentlich geplanten Fernsehtermine an der Grenze, sodass wir in Lwiw erst gegen Mittag des Folgetages eintrafen.

Am Nachmittag fand dann in Schytomyr die erste Spendenübergabe auf dieser Reise statt:

Holger und Marlene Weiblen luden aus ihrem Wohnmobil kistenweise Sachspenden aus, u.a. ein elektrisches Klavier von Yamaha, wir hatten ebenfalls einige Sachspenden dabei sowie einen Geldbetrag von 500.- Euro, mit dem für das Kinderheim Teteriwka eingekauft wurde (und ein paar Tage später von uns ins Kinderheim gebracht wurde).

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Das Erste Schytomyrer Regionalfernsehen hat über den Verein Euromaidan NRW e.V. und die Spendenübergabe anlässlich der „Osterfahrt“ Anfang Mai 2016 ein Zehnminütiges Video (in ukrainischer Sprache) erstellt:

Interviewt werden Klaus H. Walter, gedolmetscht von Joerg Drescher sowie Oleg Boyko von der Hilfsinitiative der Demokratischen Allianz in Schytomyr und Леся Морозова (Lesja Morosowa) vom Schytomyrer Wohltätigkeitsverein ГО Допомога – Житомир (https://www.facebook.com/DAdopomoga.zt/).
Klaus H. Walter hat für den Verein Euromaidan NRW e.V. die Ukraine besucht, um Sach- und Geldspenden zu überbringen für die Familien im Krieg gefallener oder verletzter Soldaten sowie das Kinderheim in Teteriwka.
Herzlichen Dank an die Reporterin Галина Ковальчук Halyna Kowaltschuk!

Danach ging es weiter zum Endziel des Tages, Kyiw.

Dies alles liest sich jetzt in der Rückschau ganz nüchtern, bedeutete aber für die Mitfahrer 40 Stunden praktisch ohne Unterbrechung im Auto (von kurzen Tankpausen abgesehen) – während der über achtstündigen Wartezeit an der Grenze mussten die Fahrzeuge in unregelmäßigen Abständen – etwa alle 20 Minuten – um durchschnittlich drei Fahrzeuglängen vorgezogen werden).

Ein Bericht über die Sach- und Geldspendenübergabe im Kinderheim Teteriwka folgt in den nächsten Tagen.


Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche dieses und andere Kinderheime in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung:
Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Herzlichst, Klaus H. Walter und das Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe an Familie Boyko und Erstattung der Versandkosten 25.02.2016 Schytomyr – Bericht 06/2016

Familie Boyko, oder besser gesagt, Oleg Boyko, kennt ihr mittlerweile sehr gut. Einen Bericht über diese Familie vom 30.03.2015 könnt ihr hier noch mal nachlesen.

Dieser Bericht unterscheidet sich nicht wesentlich von dem ersten. Genau wie damals hängt die Familie durch den Krieg im Land ganz tief durch. Oleg ist ein seltener „Gast“ zuhause. Er geht morgens früh raus und kommt erst sehr spät – oder eher in der Nacht nach Hause. Öfters wird er in der Stadt gesehen, wenn er mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Sachspenden von A nach B schleppt.

Vor kurzem wurde er am Arm operiert. Warum, werdet ihr euch fragen, naja die Taschen sind halt nicht leicht, denn eine kann schon mal bis zu 100 kg schwer sein, und so wollte irgendwann mal sein Arm einfach nicht mehr mitmachen. Im Krankenhaus liegen zu bleiben und sich auszuruhen ist aber nicht sein Fall.

Oleg muss ständig in Bewegung sein, jede Minute muss mit Nützlichem vergehen. Das habe ich live erlebt als ich jetzt vier Tage in Schytomyr verbracht habe. Mit ihm wird es nie langweilig sein. Er erzählt immer etwas, macht zwischendurch Späße, aber manchmal grübelt er auch richtig, denn alles läuft halt nicht immer, oder nur selten, nach Plan.

Somit sind seine drei Mädels auf sich allein gestellt. Die älteste Tochter bekam ein Praktikumsplatz beim Fernsehen, aber dafür musste sie auch für eine kurze Zeit nach Kyiw umziehen. Nur gut, dass die Familie dort Verwandte hat, so dass Daria keine Miete zahlen muss. Wovon wohl auch?

Alles Geld was die beiden Eltern verdienen geht meistens für Menschen raus, die dringend Hilfe brauchen. Marina, die kleinste Tochter, träumt seit längerer Zeit von ein paar Klamotten, aber so etwas ist in der Familienkasse nicht drin. Traurig aber wahr!

Ich bin zum Abendessen eingeladen, aber bevor wir uns am Tisch setzen, rede ich offen mit Ehefrau Natascha und teile ihr mit, dass unser Verein beschlossen hat, einen kleinen Spendenbetrag an ihre Kinder auszuzahlen, damit sie sich Kleidung kaufen können. Sie war sprachlos und schaute um sich herum. Ich rief dann auch die Marina dazu und führte die Übergabe durch. Insgesamt wurden 200,00 € ausgezahlt.

 

Am nächsten Tag ging Marina shoppen und war überglücklich, dass sie sich die nötigen Kleidungsstücke leisten konnte. Ich soll an euch einen großen Dank aussprechen!

Oleg bekam nur einen großen Schoko-Weihnachtsmann, da er sich im Winter aus Spaß beschwert hat, dass er von mir keinen bekommen hatte :-). Also wurde sein Wunsch erfüllt. Wie sagt man so schön, besser später als nie!

Am 27. Februar 2016 saßen wir am späteren Abend wieder beeinander und machten zusammen die Buchhaltung. Oleg legte mir alle Quittungen vor, die durch den Versand von Sachspenden entstanden sind. Eine stolze Summe von 1620 UAH (umgerechnet 55,00€), die er selber vorgestreckt hat, damit die Witwen und kinderreiche Familien aus der Kriegszone die Sachspenden bekommen.

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Insgesamt 30 Quittungen habe ich aufgezählt, und dadurch wurde mir noch mal bewusst, was für eine Arbeit geleistet wurde. Die Pakete gingen in verschiedene Gebiete der Ukraine: Kyiw, Schytomyr, Slowjansk, Chmelnyzkyj, Mariupol, Melitopol, Saporischschja und Cherson.

Oleg saß da, und man sah ihm an, wie er nachdachte, wo er das Geld am besten ausgeben kann. Der Mann wird sich nie ändern… Er bedankte sich für die Rückzahlung und sagte dazu: „Eigentlich habe ich nicht erwartet, dass der Verein mir das Geld zurückgeben wird. Wir machen doch alle die gleiche Sache, und wir wissen wofür.“

Starke Worte vom einem Mann mit einem großen weichen Herz!

Wir möchten uns bei allen Spendern ganz herzlich für alles bedanken, denn ohne euch wäre das nicht möglich, ein Puzzle-Bild zusammen zu stellen.


Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche Witwen und deren Kinder sowie andere Bedürftige in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung:
Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Allgemein

Herzlichst, Noelie Uhlmann und das Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”