Spendenübergabe an Kriegswitwe Ewhenija Tishchenko in Bila Zerkwa am 14.06.2017 – Bericht 8/2017

Vor meinem Flug nach Ukraine fragte mich Noelie Uhlmann, ob ich in Bila Zerkwa eine Geldspende für EuroMaidan NRW e.V. übergeben könne. Selbstverständlich sagte ich gerne zu.

Über den Telefondienst „Viber“ und mit Hilfe von Facebook stellte ich (Wolf Reyscher) den ersten Kontakt her und traf Vereinbarungen für unser Treffen. Kriegswitwe Ewhenija Tishchenko ist völlig unkompliziert. Wir verstanden uns ohne Probleme, das Organisatorische war einfach und schnell geregelt.

In Bila Zerkwa angekommen, verabredeten wir uns für den 14.06 in ihrer Wohnung für 12:30 Uhr. Ich gab zuvor noch den vorsichtigen Hinweis, dass ich die bekannte (und wohl auch teilweise berüchtigte) deutsche Pünktlichkeit auch im Urlaub wahren werde und somit tatsächlich um Punkt 12:30 Uhr vor der Türe sei. Ewhenija nahm es mit Humor und wartete auf unser eintreffen.

Mit meiner Frau Vika war ich dann auch wirklich Punkt 12:30 Uhr vor der Tür.Ewhenija holte uns vor dem Haus ab und wir gingen zusammen in ihre neue Wohnung. Sie hatte diese Wohnung erst vor Kurzem bezogen. Und schon beim Betreten fiel mir auf, dass noch einiges renoviert werden muss. In der Wohnung wartete ihr 5 Jahre alter Sohn Yaroslav. Die 9 Jahre alte Tochter Darina war noch in der Schule. Yaroslav ist aufgeweckt und ging offen auf uns zu. Es war eine Freude zu sehen, dass er voller Energie war und uns alles Mögliche zeigen wollte.

Kriegswitwe Ewhenija zeigte uns sein Zimmer. Wir hatten den beiden Kindern ein Stifteetui mit vielen Buntstiften mitgebracht und vorgedruckte Motivbögen zum Ausmalen. Er freute sich sichtlich über unsere kleinen Geschenke. In seinem Zimmer war unter anderem eine Sprossenwand für Sportübungen an der Wand angebracht, es stand ein sogenanntes „Whiteboard“ im Raum, ein großes Bett und ein Wandschrank.

Auf dem Whiteboard zeigte Yaroslav uns, wie gut er malen kann. Er malte eine Familie mit seiner Mutter und seinem Vater. Sein Vater fehlt ihm sehr. Ich sah, wie schwer das Ewhenija fiel, und schlug vor, dass wir in die Küche gingen und dort unsere mitgebrachte Torte anschneiden sollten.

Wir setzten uns in die Küche, und Vika und ich unterhielten uns mit Ewhenija über sie und ihren gefallenen Ehemann, über ihre Kinder, über die Wohnung. Ihr Ehemann hatte selbst Kettenhemden hergestellt für Mittelalterspiele. In einer Vitrine in Yaroslavs Zimmer hatte Ewhenija uns zuvor sein Kettenhemd, sein Schwert und seinen Helm gezeigt – beeindruckende Handarbeiten.

Yaroslav kam plötzlich in die Küche, mit Boxhelm und Boxhandschuhen, und zeigte, was für ein toller Kämpfer er ist. Ich spielte eine Weile mit ihm, wir hatten beide Spaß. Ich wollte ihm zwei kleine Boxschläge beibringen, aber es war mir kaum möglich, ihn mal fünf Sekunden zum Zuhören zu bringen, so viel Energie wollte aus ihm heraus.

Wir nutzten eine kleine Pause, um für EuroMaidan e.V. die Summe von 600€ zu übergeben. Ewhenija wusste ja zuvor bereits, wieviel Geld sie als dringend benötigte Unterstützung erhalten würde. Sie füllte die Formulare aus und unterschrieb die Quittungen, und bedankte sich herzlichst und sehr dankbar für diese wertvolle Hilfe.

Sie will damit die Wohnung fertig stellen, damit es den Kindern nicht an Wohnqualität fehlt. Nach etwa einer Stunde Aufenthalt, Torte essen und Tee trinken, und nach angeregtem und immer freundlichem und offenem Gespräch mussten Vika und ich aber langsam aufbrechen. Ewhenija hatte einen Termin, und wir mussten ebenfalls wieder nach Hause. Auch auf uns wartete noch ein Termin.

Sie zeigte uns noch die anderen Zimmer in der Wohnung: ihr eigenes Zimmer und das der Tochter Darina. Hier machten wir auch unser Foto auf dem Sofa. Alle Zimmer sind sauber und soweit wie möglich schon bearbeitet. Die elektrischen Leitungen zu den Deckenlampen wurden schon erneuert, Tapete geklebt, die Fußböden belegt. Es ist aber immer noch einiges an Arbeit zu machen. Besonders das Badezimmer muss eigentlich vollständig erneuert werden. Das ist das nun anstehende Projekt. Wir verabschiedeten uns herzlich.

Ewhenija ist für uns eine freundliche und völlig unkomplizierte junge Frau mit offenem Charakter und feinem Humor. Ich denke, Vika und ich werden sie auf jeden Fall wiedersehen. Wir bedanken uns in Ewhenijas Namen sehr herzlich für die geleistete Hilfe bei allen Spendern. Das Geld wird helfen, ihr und ihren beiden kleinen Kindern eine normale Wohnsituation zu schaffen. Danke!

Wolf Reyscher  im Auftrag von Euromaidan NRW e.V.


Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung:

Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V.
IBAN-Nr. DE12380601861502025011
BIC GENODED1BRS
Verwendungszweck : UA Spende

Falls eine Spendenbescheinigung erwünscht ist, bitte die Anschrift – Straße, Hausnr., PLZ und Ort im Verwendungszweck angeben.

Herzlichst, das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe im Kinderheim von Pokrowsk, Gebiet Donezk, 17.10.2016 – Bericht 26/2016

Das Kinderheim von Pokrowsk (bis zur kürzlich erfolgten Dekommunisierung hieß die Stadt Krasnoarmijsk) wurde noch während der Perestrojka in den 1990er Jahren gegründet. Dort werden Straßenkinder aufgenommen, die von ihren Eltern „ausgesetzt“ wurden, bzw. Kinder, deren Eltern sich aufgrund Alkohol- oder Drogenproblemen nicht um ihre Kinder kümmern. Manchmal auch, weil die Eltern kein Verantwortungsgefühl für die Kinder haben. Jetzt sind dort teilweise auch Kinder, die durch den Krieg ihre Angehörigen verloren. Im Heim leben derzeit etwa 35 Kinder.

Früher wurde das Heim, das einen sehr guten Ruf hat, von lokalen Geschäftsleuten unterstützt, aber aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage ging die Hilfe stark zurück. Zwar kam auch Geld vom United Nations Development Program (UNDP) und einer Wohltätigkeitsorganisation aus Japan, um das zweite Stockwerk des Hauses auszubauen (dort befinden sich jetzt Unterrichtsräume), doch ist weitaus mehr Hilfe notwendig. Staatliche Hilfe gibt es keine. Es fehlt vor allem an Möbeln, wie stabile Tische und Stühle in den Kinderzimmern, sowie im Speisesaal. Aber auch an einer Spülmaschine.

Video: Interview mit dem Leiter des Kinderheims, Aleksej Kagan, über den Bedarf des Kinderheims und die Verwendung der Spenden (russisch):

Das übergebene Geld (150 Euro) von Euromaidan NRW e.V. wird entweder für Nahrungsmittel und Waschpulver verwendet oder zusammen mit weiteren Spenden für eine größere Anschaffung. Die Quittungen werden nachgereicht (auf dem Markt bekommt man keine Quittung, aber dort sind Nahrungsmittel am günstigsten).

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Im Heim arbeiten zirka 10 freiwillige Helfer, die in 24h-Schichten dort sind und dann zwei Tage zu Hause. Das sind meist Rentnerinnen, die bei einer Rente von 1.200 Hrywnja (etwa 40 Euro) eine kleine Aufwandsentschädigung bekommen (180 Hrywnja – etwa 6 Euro – pro Schicht). Außerdem gibt es Nachhilfelehrer, eine Kinderärztin und den Leiter Aleksej Kagan, der das Kinderheim seit Gründung betreut. Das Geld wird allerdings nicht für das Personal verwendet, sondern wirklich für die Kinder.

In der Woche der Spendenübergabe kam auch Marina Bondas von „Heart for Ukraine“ zufällig nach Pokrowsk und gab im Kinderheim ein spontanes Konzert. Das war möglich, weil gerade in dieser Woche Herbstferien waren. Die Bilder sowie das Video stammen hauptsächlich von dem Konzert:

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Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

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oder per Banküberweisung:

Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Kinderheime

Falls eine Spendenbescheinigung erwünscht ist, bitte die Anschrift – Straße, Hausnr., PLZ und Ort im Verwendungszweck angeben.

Herzlichst Jörg Drescher und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe an die Familie des schwer verletzten Soldaten Wolodymyr Hriban, Tscherwonoarmijsk, 4. Mai 2016 – Bericht 23/2016

Tscherwonoarmijsk – was für ein Name – Stadt der Roten Armee – und das mitten in der ukrainischen Pampa, bei Schytomyr, ein Garnisonsstädtchen mit sonst nichts – die Dekommunisierung ist hier noch nicht angekommen [inzwischen wurde die Ortschaft umbenannt, siehe letzter Absatz]. Hierhin mussten wir (Oleg Boyko, Joerg Drescher und ich) fahren, um die kinderreiche Familie des früheren Freiwilligen Wolodymyr Hriban zu besuchen, der im Krieg von den russischen Besatzern oder ihren Marionetten gefangen genommen und während der 61 Tage dauernden Haft gefoltert und so schwer am Kopf verletzt wurde, dass er sich an vieles nicht mehr erinnern kann, was zuvor geschehen ist. Er weiß noch, dass er auf dem Maidan in einer Selbstverteidigungseinheit gekämpft hatte, und dann später mit Hilfslieferungen auf dem Weg an die Front war, aber an Details erinnert er sich nicht mehr (was angesichts seiner vermutlichen Torturen bei den beschönigend als „Separatisten“ bezeichneten irregulären Kämpfern der Donezker Volksrepublik vielleicht sogar gut ist).

Im März diesen Jahres hatten wir einen Spendenaufruf für Wolodymyr veröffentlicht (Aufruf 4/2016) – und jetzt war es soweit, die eingegangen Spenden (ein wenig aufgerundet) ihm auch zu bringen. Damals schrieben wir:

„Wolodymyr ist ein Volontär (freiwilliger Helfer). Mehrfach reiste er in die ATO-Zone (das Kriegsgebiet).

Am 16.07.14 begleitete er einen humanitären Hilfstransport für die ukrainischen Soldaten, leider hielten ihn die irregulären Kämpfer der „Donezker Volksrepublik“ an und nahmen ihn in Gefangenschaft. Ein Bericht erschien darüber im Onlinemedium Zhitomir Info.
Insgesamt 61 Tage lang wurde er fest gehalten… Während seiner Gefangenschaft wurde er sowohl körperlich als auch psychisch misshandelt und musste immer um sein Leben bangen.

Am 17.09.2014 wurden 73 ukrainische Kriegsgefangene ausgetauscht, auch Wolodymyr stand auf der Liste der Freigelassenen, und so kam er endlich auch nach Hause (Bericht über den Gefangenenaustausch in Zhitomir Info).

Wolodymyr war immer berufstätig, durch den Krieg im Land musste er jedoch andere Prioritäten setzen, und das tat er auch.  Er ist ein Volontär mit Herz und Seele. Er hat zwar immer noch sein Baugewerbe, aber ehrlich zu arbeiten ist immer noch unmöglich, Bestechungsgelder zahlen möchte er nicht, er möchte lieber ehrlich leben und ein Beispiel für die Kinder sein. Dadurch müssen seine fünf Kinder öfters auf einiges verzichten.“

Fünf Kinder hat die Familie: Andryjko (12), Wowtschik (10), Sascha (8), Karinotschka (5) und die kleine Maksimka (3) – außerdem lebt in dieser Familie noch der Onkel Serhyj (44), der auf Grund seiner Behinderung auf die Hilfe der Familie seines Bruders Wolodymyr angewiesen ist. Wolodymyr selbst ist jetzt 36 Jahre alt, seine zierliche Frau Oksana 30.

Die Familie lebt in einem für ukrainische Verhältnisse relativ großen Einfamilienhaus an einem Feldweg am Rande von Tscherwonoarmijsk. Er hatte uns an der Hauptstraße von Schytomyr kommend abgeholt, sonst hätten wir die Einfahrt in das Feldwegegewirr wohl kaum gefunden.

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Gleich beim Hereinkommen ins Haus merkt man anhand der vielen, vielen Schuhe, wie groß die Familie ist; eine große Wohnkücke mit einem ebenso großen Esstisch und einer modernen Kochzeile (alles Spenden der örtlichen Hilfsinitiativen) ist das Herz des Hauses, hier spielt sich das Leben ab, und die trotz der fünf Kinder noch sehr jung und zerbrechlich wirkende Oksana wirbelt unaufgeregt herum und zaubert im Handumdrehen eine äußerst reichhaltige Mittagstafel auf den Tisch. Ukrainische Gastfreundschaft – da fehlt es an nichts.

Hunger hatten wir wirklich – und ließen es uns schmecken. Und es schmeckte hervorragend, nicht nur der hausgemachte Borschtsch, verschiedene Arten von Salo (Schweinespeck), Kaninchenfleisch, nicht mehr zählbare Arten von eingelegten Gemüsesorten, Salaten und anderen Leckereien, das muss man erlebt haben!

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Die Kinder waren sehr zutraulich, besonders die mittleren Jungs Wowtschik und Sascha, die mir stolz ihre Schulzeugnisse und Alben mit allerlei Diplomen und Urkunden zeigten, sie sind offensichtlich gute Sportler! Der jüngere der beiden schenkte mir auch ein selbstgeschnitztes und bemaltes Holzschild mit dem Wort „Ukraine“ – das inzwischen einen Ehrenplatz neben meiner Haustür hat.

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Nach der Übergabe der mitgebrachten Spende in Höhe von 500 Euro und dem Unterzeichnen der Quittungen dafür präsentierte uns Wolodymyr als Geschenk ein riesengroßes Banner, das er in mehrfacher Ausfertigung auf Plastikfolie hat drucken lassen, darauf sind die Opfer des Krieges aus der Umgebung von Schytomyr abgebildet, die „Himmlische Hundertschaft“ (ursprünglich die Todesopfer des Maidan, danach ausgeweitet auf alle Todesopfer des Krieges). Auch wenn dieses Banner von der (rechtsgerichteten) Partei Swoboda stammt, zu der ich naturgemäß gewisse Berührungsängste habe und dies auch äußere, weiß ich doch zu schätzen, dass die Hilfsinitiativen dieser nationalistischen Partei vor Ort wertvolle Hilfe leisten und dabei auch keinen Unterschied zwischen Anhängern der Partei und anderen macht.

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Nach der überaus herzlichen Verabschiedung mit vielen Fotos vor dem Haus …

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…fuhren wir noch an der in Renovierung befindlichen griechisch-katholischen Kirche von Tscherwonoarmijsk vorbei, an deren Außenwand ebenfalls das Banner der Himmlischen Hundertschaft prangt.

hriban25Schmankerl auf dem weiteren Weg (und leider kein Foto!): An der Gemeindegrenze von Tscherwonoarmijsk, gleichzeitig auch Rajonsgrenze, stand an der schnurgeraden Straße ein Schild „Weiterhin gute Fahrt! Rajon Tscherwonoarmijsk“ – wenige Meter später hörte der Asphalt auf. 😦 (Es handelte sich um die Landstraße T0605 in Richtung Tschernjachiw, für die, die es genau wissen wollen).

Nachtrag: Am 15. Mai 2016 hat die Dekommunisierung Früchte getragen: Seitdem trägt das Städtchen wieder den früheren Namen Pulyny.


Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige und hoffentlich auch zukünftige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche die Witwen und deren Kindern in der Ukraine immer noch dringend benötigen.

Spenden bitte über PayPal : hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

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oder per Banküberweisung – Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Herzlichst

Klaus H. Walter und Euer Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

 

Spendenaufruf für Familie Hriban mit fünf Kindern aus dem Gebiet Schytomyr – Aufruf 4/2016

Familie Hriban aus Gebiet Schytomyr: Vater Wolodymyr (36) und Mutter Oksana (30) sowie die Kinder Andryjko (12), Wowtschik (10), Sascha (8), Karinotschka (5) und Maksimka (3); außerdem gehört zu dieser Familie noch der Onkel Sergyj (44, an einer Geisteskrankheit leidend), der auf die Hilfe der Familie seines Bruders Wolodymyr angewiesen ist.

Wolodymyr ist ein Volontär (freiwilliger Helfer). Mehrfach reiste er in die ATO-Zone (das Kriegsgebiet).

Am 16.07.14 begleitete er einen humanitären Hilfstransport für die ukrainischen Soldaten, leider hielten ihn die irregulären Kämpfer der „Donezker Volksrepublik“ an und nahmen ihn in Gefangenschaft. Ein Bericht erschien darüber im Onlinemedium Zhitomir Info.
Insgesamt 61 Tage lang wurde er fest gehalten… Während seiner Gefangenschaft wurde er sowohl körperlich als auch psychisch misshandelt und musste immer um sein Leben bangen.

Am 17.09.2014 wurden 73 ukrainische Kriegsgefangene ausgetauscht, auch Wolodymyr stand auf der Liste der Freigelassenen, und so kam er endlich auch nach Hause (Bericht über den Gefangenenaustausch in Zhitomir Info).

Wolodymyr war immer berufstätig, durch den Krieg im Land musste er jedoch andere Prioritäten setzen, und das tat er auch.  Er ist ein Volontär mit Herz und Seele. Er hat zwar immer noch sein Baugewerbe, aber ehrlich zu arbeiten ist immer noch unmöglich, Bestechungsgelder zahlen möchte er nicht, er möchte lieber ehrlich leben und ein Beispiel für die Kinder sein. Dadurch müssen seine fünf Kinder öfters auf einiges verzichten.


Lasst uns gemeinsam diesen Kindern etwas helfen und schöne Momente schenken!

Jeder Spendeneuro zählt!

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Falls eine Spendenbescheinigung erwünscht ist, bitte die Anschrift – Straße, Hausnr., PLZ und Ort im Verwendungszweck angeben.

Herzlichst

Euer Team“EuroMaidan NRW e.V.”