Spendenaufruf für das Kinderheim in Pokrowsk, Gebiet Donezk

Aus dem Kinderheim in Pokrowsk, das wir 2016 schon einem mit einem (relativ kleinen) Geldbetrag unterstützt hatten (Bericht über die Spendenübergabe hier) erreicht uns ein Hilferuf: Das Kinderheim hat einen privaten Träger, der Direktor ist ein protestantischer Pastor, das Heim bekommt keinerlei staatliche Unterstützung. Die meisten Kinder stammen aus zerbrochenen Familien, z.T. als Folge des Krieges und der Lage des Ortes nahe der Frontlinie.

Jetzt benötigt das Heim dringend entzündungshemmende Arzneien, Vitamine, Mittel gegen Läusebefall sowie Desinfektionsmittel – also alles letztendlich keine großen Summen (nach unserem Verständnis).
Wenn Sie sich vorstellen können, für die Kinder in diesem Heim behilflich zu sein, bitten wir um Spenden auf unser Konto (bitte keine Sachspenden, wir wären mit dem Weiterversand überfordert).

Das Kinderheim Pokrowsk

(Das Titelbild zeigt den Direktor Aleksej Kagan bei der Entgegennahme von Sachspenden – ©️Foto Sestra Olexia FB, 16.09.2018, Pokrowsk, Gebiet Donezk) Spendenaufruf für das Kinderheim in Pokrowsk, Gebiet Donezk weiterlesen

Sachspendenübergabe an das Kinderheim/Internat „NowoBorowa“, Schytomyr, 8.12.2016 – Bericht 45/2016

Das Kinderheim/Internat „NowoBorowa“ kennt ihr aus unseren zwei vorherigen Berichten, die am 27.02.16, Bericht 11/2016 bzw. am 13.10.2016 – Bericht 39/2016, veröffentlicht wurden.

Bei der vorherigen Spendenübergabe wurden wir sofort gefragt, ob es uns möglich wäre, das Haus weiter zu unterstützen, denn sie brauchten noch weitere neun Matratzen. Als wir nach Deutschland zurückkamen schrieben wir einen Bericht darüber, wie die Spendenübergabe verlief, und baten sofort um weitere Spenden für die noch fehlenden Matratzen. Dieser Aufruf wurde erhört, und somit konnten wir jetzt eine erneute Spendenübergabe durchführen.

Am 8. Dezember um 8:30 Uhr ( in Deutschland ist es 7:30), wurden wir von Lesja Morosowa und Ruslan Morosow mit ihrem Auto abgeholt und fuhren sofort zu einer Bank, damit wir die 350,00€ in ca. 9.000,00 Hrywnja wechseln konnten.

Nachdem dies erledigt war, fuhren wir  zu einer Großbäckerei, um unsere Bestellung von Lebkuchen abzuholen. Die Mädchen sollen nicht nur gut schlafen, sondern auch etwas Leckeres zum Naschen bekommen. Bevor wir aus Deutschland losflogen, telefonierte ich mit Lesja und bat sie darum. zum Laden zu fahren und die ukrainischen Adventslebkuchen im Voraus zu bestellen, was Lesja auch tat.

Am Tag danach erzählte sie mir per Skype ganz stolz, dass sie die Kekse bestellt habe und dass alles ok sei. Da ich immer alles zweimal prüfen mag und etwas misstrauisch bin, bat ich sie, mir die bestellten Kekse zu beschreiben. Dabei stellte sich raus, dass sie die falschen bestellt hatte, also suchte ich ein Foto der Kekse raus und schickte es Lesja. Sie druckte das Foto aus und fuhr sofort wieder dahin, stornierte die Bestellung und zeigte der Verkäuferin das Bild. Ende gut – alles gut, denn die richtigen, leckeren und großen Lebkuchen waren bestellt.

Gegenwärtig stehen wir im Geschäft, und Lesja sagt zur Verkäuferin: „Zeigen Sie uns bitte die Bestellung. Ich hoffe, das sind die richtigen, denn wenn nicht muss ich alle fünf Kartons Kekse allein und ohne Hilfe aufessen.“ Das Geschäft füllte sich mit lautem Lachen. Es waren aber die richtigen! Wir bezahlen die 5 Kartons, und erleichtert und glücklich gehen wir zurück zum Auto.

Wir fahren zu dem uns bekannten Laden, bei dem wir die Matratzen im Voraus aus Deutschland vorbestellt haben, damit die Übergabe an einem Tag durchgeführt werden kann. Selber werden wir dieses Mal das weit außerhalb von Schytomyr liegende Haus und seine Bewohnerinnen nicht besuchen können, da wir einen ausgefüllten Arbeitsplan haben. Daher kam Ljudmila Pawmotschenko mit dem Barkas-Lieferwagen des Heims nach Schytomyr, wo wir alles an sie übergeben wollen. Wir steigen alle aus den Autos aus, begrüßen uns und gehen schnell in den Laden rein, denn draußen sind es gefühlte -15 Grad.

Der Chef des Ladens ist auch schon da. Nach einem kurzem Gespräch werden wir uns einig und bezahlen die vorbestellten neun Matratzen ( 7.560,- UAH) , die gleich auch geliefert werden. Ich frage ihn, ob wir seinen Tisch benutzen dürfen um die Übergabe offiziell zu dokumentieren, und er stimmt zu.

Zusammen mit Frau Pawmotschenko führen wir die Übergabe durch, und alle Quittungen sind unterschrieben. Wir sind erleichtert, dass alles so reibungslos verlief, und die Mitarbeiterin  des Heimes ist überglücklich.

Als Dank für die mehrfache Sachspende überreichte uns Ljudmyla Pawmotschenko eine Urkunde:

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Ljudmyla Pawmotschenko ist überglücklich und verspricht mir, dass sie ein paar Fotos machen werde, wie die Mädchen die Lebkuchen verteilen werden, und sie mir zusenden würde, was sie auch tat:

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Draußen vor dem Laden fuhr auch schon bald ein Lieferwagen vor, der die Matratzen aus einem Lager brachte. Im Nu waren die Matratzen aus dem Lieferwagen in den Barkas umgeladen, die Kartons mit den Lebkuchen dazu – und weiter ging es zum nächsten Termin.

Wir bedanken uns ganz außerordentlich bei Lesja Morosowa und Ruslan Morosow, die uns bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Sachspendenübergabe ganz uneigennützig geholfen und diese erst möglich gemacht haben. Sie haben vorher die Lebkuchen bestellt, uns in ihrem Privatfahrzeug kostenlos durch die Stadt gefahren und bei der Beladung tatkräftig mitgeholfen. Дякую вам за ваші зусилля, Лесю і Руслане! Vielen Dank für Ihre Bemühungen, Lesja und Ruslan!

Wir sind unseren Spendern und Unterstützern sehr dankbar, dass wir auf diese Weise eine Abteilung des Kinderheims mit neuen Matratzen für alle größeren Mädchen ausstatten konnten. Herzlichen Dank nochmals!

Leider gibt es noch weitere Abteilungen des Kinderheims, für die ebenfalls Ersatz für die durchgelegenen alten Matratzen benötigt wird, insofern ist unsere Hilfe sicherlich auch zukünftig von Nöten. Wir bitten ganz herzlich um weitere Spenden zugunsten dieses Kinderheims.


Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

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Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Kinderheim Nowoborowa

Falls eine Spendenbescheinigung erwünscht ist, bitte die Anschrift – Straße, Hausnr., PLZ und Ort im Verwendungszweck angeben.

Herzlichst Noelie Uhlmann und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe an das Kinderheim „NowoBorowa“, Gebiet Schytomyr am 13.10.2016 – Bericht 39/2016

Nach unserem letzten Spendenaufruf für das Kinderheim gingen 420,00 € aufs Spendenkonto des Vereins EuroMaidan NRW e.V. ein. Bevor wir in der Ukraine ankamen, klärten wir per Telefon mit Lesja Morosowa ab, was wir für das Geld einkaufen sollten. Das Kinderheim benötigt nach wie vor orthopädische Matratzen, denn nicht alle Betten sind komplett ausgestattet. Bei der letzten Spendenübergabe, reichte unser Geld nur für acht Stück. Den damaligen Bericht könnt ihr hier nachlesen: Bericht 11-2016.

Heute, ganz früh am Morgen, fahren wir in den uns bekannten Laden. Der Direktor erkennt uns sofort wieder, und ohne um den heißen Brei zu reden, fang ich an mit ihm zu handeln. Der junge Mann ist sehr nett, und er macht mir ein Angebot, worüber ich mich eigentlich freuen sollte, aber ich versuche immer noch den Preis tiefer zu drücken. Nach etwas hin und her einigen wir uns und kommen zur Bestellung.

Wir bestellen 14 Matratzen zu einem Stückpreis von 840 UAH, welches insgesamt auf einen Betrag von 11.760 UAH kommt. Allerdings müssen die Matratzen erstmal bestellt werden, und eine Woche später werden sie dann in das Kinderheim gebracht. Da ich zu dem Zeitpunkt wieder in Deutschland sein werde, übernimmt Lesja die restliche Arbeit. Sie wird vor Ort sein, um den Empfang für uns zu überprüfen und die Matratzen zu fotografieren.

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Etwas Kleingeld bleibt noch übrig, und so fahren wir zu einem Geschäft und kaufen Kekse ein, ein kleines Mitbringsel für die Mädchen.

Danach fahren wir zu Oleg Boyko, wo wir warme Anziehsachen, wie Jacken, Jeans und Pullover abholen.

Erst danach fahren wir zum Kinderheim. Unterwegs ruft Lesja das Kinderheim an und sagt, dass wir unterwegs sind, und als wir da ankamen, wussten die Mädchen schon, dass es gleich ein paar kleine Geschenke geben wird und etwas leckeres zum Naschen.

Die Kleidungsstücke wurde nicht in die Kleiderkammer gebracht, sondern sie wurden sofort unter den Mädchen aufgeteilt. Sie freuten sich so sehr darüber, dass jedes Mädchen fotografiert werden wollte, um zu zeigen, was es bekam oder sich selber ausgesucht hat.

So viel Freude, strahlende Augen und Lachen, habe ich seit langem nicht gesehen oder erlebt.

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Ebenso waren sie begeistert, dass sie von einem Jungen besucht wurden, wobei jedes Mädchen zu meinem Sohn kam und ihn umarmte. Auch streichelten sie seine Haare und wollten sich dann auch gleich mit ihm ablichten lassen. Mein 14-jähriger Sohn war etwas erschrocken, lief aber nicht weg sondern lächelte sie an und nickte nur mit dem Kopf, da er ja die Sprache nicht verstand und nicht antworten konnte. Allgemein hat er sich sehr gut verhalten, denn sogar ich, als erwachsene Person, war beim ersten Mal sehr betroffen, als ich mit der dortigen Situation konfrontiert war.

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Nachdem wir alles verteilt hatten, gingen wir ins Büro. Frau Nadija Holowko und ich erledigten zusammen den bürokratischen Teil, damit die Spende korrekt registriert werden konnte. Frau Holowko war sehr beeindruckt und bedankte sich immer wieder für die Hilfe aus Deutschland.

„Ich würde so gerne jeden Menschen, der unserer Einrichtung geholfen hat, so herzlich umarmen und mich bedanken! Das ist unbeschreiblich was ich gerade fühle! Danke sehr!“

Zusammen gehen wir in die Schlafräume, um eigenen Augen zu sehen ob die Matratzen der letzten Spende da sind und ob sie benutzt werden. Ja! Alles ist da! Acht Mädchen schlafen darauf sehr gut und haben keine Rückenschmerzen mehr.

Frau Holowko dreht sich zu mir um und fragt mich ganz leise: „Entschuldigen Sie bitte, aber darf ich Sie etwas fragen? Werden Sie uns weiter unterstützen können? Denn nach der heutigen Spende benötigen wir immer noch acht weitere Matratzen für die größeren Mädchen…“

In meinem Kopf laufen die Zahlen sofort herum. Das heißt, wir benötigen noch weitere 300,00€ an Geldspenden, damit auch die bereits fast erwachsenen Mädchen gut schlafen können. Schaffen wir es, bekommen wir noch weitere Geldspenden für diese Einrichtung? Ich beantworte die Frage von Frau Holowko sehr zurückhaltend und sage ihr, dass wir darüber schreiben werden aber, dass ich nichts versprechen kann, denn wir müssen einfach auf weitere Hilfe warten und hoffen, dass sie von Spenderinnen und Spendern kommt.

Wir gehen weiter alle gemeinsam in das Haus, in dem das Essen an die Mädchen verteilt wird. Diese Szene steckt so tief in mir. Hier ist es kalt, das Essen wird in eisernen Tellern und Bechern ausgeteilt, wie in der Armee. Diesen Einblick kann man nicht in Worte fassen, denn man muss es selber sehen um zu verstehen, was da in Einem ausbricht…

Wir machen die Kartons mit Keksen auf, gehen durch die Tische und verteilen sofort diesen Nachtisch. Jedes Mädchen bedankt sich nett und höflich, und manche stehen sogar auf und umarmen uns dabei.

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Ich habe vieles in den letzten drei Jahren erlebt, aber das was ich hier erleben muss, bricht mir das Herz, geht ganz tief in mich hinein und lässt mich nicht mehr los.

Nachdem alles verteilt war, gehen wir langsam raus und bleiben einfach stehen, damit wir uns noch ein Weilchen unterhalten können. Ich frage Frau Holowko, warum sie kein anständiges Geschirr besitzen. Sie fängt an zu weinen, eine Träne nach der anderen läuft an ihren Wangen hinab.

„Wissen Sie, dieses Geschirr ist unsterblich. Ich wünsche mir auch so sehr, dass wir mehr Farben rein bekommen und, dass alles freundlicher aussehen könnte. Jedoch können die Mädchen nicht richtig damit umgehen, und normales Geschirr geht bei uns entweder einfach zu schnell kaputt oder sie verletzen sich damit. Manche Mädchen leiden an Aggressivitätsschüben, weshalb wir diese Art Geschirr bekamen. Natürlich Gibt es andere Möglichkeiten wie Tupperware, aber bei den Preise können wir von so etwas nur träumen!“

In der Zeit, in der wir Draußen stehen, verlassen die Mädchen das Esshaus und jede einzelne von ihnen bedankt sich für die Kekse und die Kleidung. Sofort fragen sie uns, wann wir denn wieder kommen. Manche kommen auf uns zu, und während mehrere versuchen mich zu umarmen, begleiten mich ein paar von ihnen bis zum Ausgang und möchten mich nicht gehen lassen, denn sie verstehen einfach nicht, dass ich leider weg muss…

Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

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Herzlichst Noelie Uhlmann und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe im Kinderheim von Pokrowsk, Gebiet Donezk, 17.10.2016 – Bericht 26/2016

Das Kinderheim von Pokrowsk (bis zur kürzlich erfolgten Dekommunisierung hieß die Stadt Krasnoarmijsk) wurde noch während der Perestrojka in den 1990er Jahren gegründet. Dort werden Straßenkinder aufgenommen, die von ihren Eltern „ausgesetzt“ wurden, bzw. Kinder, deren Eltern sich aufgrund Alkohol- oder Drogenproblemen nicht um ihre Kinder kümmern. Manchmal auch, weil die Eltern kein Verantwortungsgefühl für die Kinder haben. Jetzt sind dort teilweise auch Kinder, die durch den Krieg ihre Angehörigen verloren. Im Heim leben derzeit etwa 35 Kinder.

Früher wurde das Heim, das einen sehr guten Ruf hat, von lokalen Geschäftsleuten unterstützt, aber aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage ging die Hilfe stark zurück. Zwar kam auch Geld vom United Nations Development Program (UNDP) und einer Wohltätigkeitsorganisation aus Japan, um das zweite Stockwerk des Hauses auszubauen (dort befinden sich jetzt Unterrichtsräume), doch ist weitaus mehr Hilfe notwendig. Staatliche Hilfe gibt es keine. Es fehlt vor allem an Möbeln, wie stabile Tische und Stühle in den Kinderzimmern, sowie im Speisesaal. Aber auch an einer Spülmaschine.

Video: Interview mit dem Leiter des Kinderheims, Aleksej Kagan, über den Bedarf des Kinderheims und die Verwendung der Spenden (russisch):

Das übergebene Geld (150 Euro) von Euromaidan NRW e.V. wird entweder für Nahrungsmittel und Waschpulver verwendet oder zusammen mit weiteren Spenden für eine größere Anschaffung. Die Quittungen werden nachgereicht (auf dem Markt bekommt man keine Quittung, aber dort sind Nahrungsmittel am günstigsten).

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Im Heim arbeiten zirka 10 freiwillige Helfer, die in 24h-Schichten dort sind und dann zwei Tage zu Hause. Das sind meist Rentnerinnen, die bei einer Rente von 1.200 Hrywnja (etwa 40 Euro) eine kleine Aufwandsentschädigung bekommen (180 Hrywnja – etwa 6 Euro – pro Schicht). Außerdem gibt es Nachhilfelehrer, eine Kinderärztin und den Leiter Aleksej Kagan, der das Kinderheim seit Gründung betreut. Das Geld wird allerdings nicht für das Personal verwendet, sondern wirklich für die Kinder.

In der Woche der Spendenübergabe kam auch Marina Bondas von „Heart for Ukraine“ zufällig nach Pokrowsk und gab im Kinderheim ein spontanes Konzert. Das war möglich, weil gerade in dieser Woche Herbstferien waren. Die Bilder sowie das Video stammen hauptsächlich von dem Konzert:

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Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

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Herzlichst Jörg Drescher und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Sachspendenübergabe im Kinderheim Teteriwka bei Schytomyr, 4. Mai 2016 – Bericht 22/2016

Nach dem Besuch bei der Witwe Natalia in Borschtschiw (Bericht 21/2016) fuhren wir zügig weiter über Radomyschl nach Schytomyr, wo Oleg Boyko schon im Büro der Freiwilligeninitiative der Demokratischen Allianz von Schytomyr auf uns wartete. Dort hatten wir ja schon bei der Herfahrt Station gemacht und die vielen Sachspenden von Holger und Marlene Weiblen für das Kinderheim Teteriwka ausgeladen (Bericht 15/2016) sowie den Geldbetrag von 500.- Euro an Oleg Boyko übergeben, um damit Waren als Sachspenden für das Kinderheim einzukaufen.

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Doch heute waren dort noch viel mehr Leute als vor ein paar Tagen, außer dem Ehepaar Lesja und Ruslan Morosow noch ein Fernsehteam des Schytomyrer Lokalfernsehens mit der Journalistin Halyna Kowaltschuk und einem Kameramann – sowie weitere Freiwillige der Initiative. Von der Fernsehsendung mit Interviews von Klaus H. Walter, Joerg Drescher, Lesja Morosowa und Oleg Boyko gibt es ein Video in ukrainisch:

Unter anderem erhielt der Verein Euromaidan NRW e.V. von der Schytomyrer Initative diese Urkunde:
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„Danksagung an den Verein  Euromaidan NRW e.V.
Für den hohen Professionalismus und den persönlichen Einsatz zum Wohle der Ukraine durch die Unterstützung von Familien der für die Unabhängigkeit der Ukraine gefallenen Soldaten – für die Freundschaft und Zusammenarbeit.
Dachverband der Wohltätigkeitsvereine in Schytomyr
gez. O. S. Morosowa“

Über das von Holger und Marlene Weiblen mitgebrachte elektrische Klavier gab es von Seiten der Schytomyrer Hilfsorganisatoren den Vorschlag, dieses beim Dachverband der Wohltätigkeitsvereine von Schytomyr zu lassen, damit die verschiedenen Initiativen und Kinderheime in der Umgebung davon Nutzen ziehen können – was die Spender sofort begrüßten – vielen Dank nochmal dafür. Es ist auch schon ein erstes Konzert geplant, bei dem das gute Stück zum Einsatz kommen sollte, ein professioneller Klavierspieler hat es getestet und für gut befunden!

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Nach dem Interview und der Überreichung der Urkunde wurden in Windeseile alle Sachspenden in den Transporter geladen und es ging schnurstracks in der Dörfchen Teteriwka (knapp außerhalb der Stadt Schytomyr) zum gleichnamigen Kinderheim:

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Im Februar 2016 hatte es bereits einmal eine Sachspendenübergabe in diesem Kinderheim durch Noelie Uhlmann gegeben (Bericht 10/2016), dort ist auch die Natur dieses „Kinderheims“ beschrieben:

Es gibt dort zwei Häuser, die sich überhaupt nicht voneinander unterscheiden. In beiden Häusern leben Menschen vom 5. bis zum 35. Lebensjahr mit gleichen Diagnosen und Erkrankungen. Diese Menschen leiden entweder an einer oder mehreren dieser Erscheinungen – wie Down Syndrom, psychische sowie physischen Erkrankungen, aber auch Menschen, die körperlich oder geistig anderweitig benachteiligt sind. Der Unterschied liegt nur darin, dass in dem einen Haus nur weibliche und im anderen Haus nur männliche Personen leben, die in ihrem Alltag nur mit Hilfe von Fremden zurechtkommen.

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Etliche junge Männer luden den Transporter schnell leer, und alle Sachspenden und Einkäufe wurden ins Büro der Heimleitung gebracht. Die Stellvertretende Direktorin begrüßte uns alle, und wir wurden ins Büro der Leitung komplimentiert.

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Dort überreichte ich den Betrag von 150.- Euro, bei dem es sich um den Verkaufserlös von im Heim gebastelten Püppchen handelte, die von unserem Verein versteigert bzw. verkauft worden waren, also streng genommen keine Spenden. Barspenden kann ein solches Heim eigentlich nicht annehmen, denn diese würden mit der staatlichen Unterstützung für den Betrieb des Hauses verrechnet, d.h. abgezogen. Deswegen wählten wir auch den Weg des Einkaufs der zu spendenden Waren und persönliche Anlieferung.

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Nach der reichlich bürokratischen Abwicklung der Unterzeichnung der Quittungen (aber darauf legen wir Wert!), also der Wechselquittung für die 500.- Euro in Hrywnja, der gesamten Einkäufe in verschiedenen Läden und des Bargelderlöses aus dem Verkauf der Püppchen…

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… bekamen wir eine ausgedehnte Führung durch das gesamte Kinderheim, u.a. Speisesaal, viele Spiel- und Unterrichtszimmer, Bastel- und Werkräume usw. usf. …

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und kamen schließlich in den Bühnensaal des Hauses, wo wir eine eindrucksvolle Show mit Gesangsdarbietungen ukrainischer Volksgesänge und moderner Lieder geboten bekamen:

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Joerg Drescher hat davon auch einen kurzen Ausschnitt auf Video aufgenommen:

Mit herzlichem Applaus bedankten wir uns für die wirklich professionell dargebrachte Aufführung (und mussten dann aber zügig weiterfahren, denn es standen noch weitere Termine auf dem Tagesplan). Die Verabschiedung bei der Vizedirektorin und den Sängern und ihrer Regisseurin war absolut herzlich, ebenfalls die von Lesja Morosowa und ihrem Mann – wir brachen dann aber bald auf – nach Tscherwonoarmejsk!


Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

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Herzlichst Klaus H. Walter und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe an das Kinderheim “Denyschi”, Gebiet Schytomyr – 10.10.2015, Bericht 62/2015

Über das Kinderheim Denyschi haben wir euch, liebe Leser_innen und Spender_innen, schon mehrmals berichtet. Hier noch mal ein Rückblick auf vorherige Berichte über frühere Besuche und wie diesem Haus zwischenzeitig geholfen wurde:  8.-9.10.2015, Bericht 11/2014, 14.10.2015, Bericht 15/2014, 30.03.2015, Bericht 13/2015 und Dezember 2015, Bericht: 50/2015.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Spender_innen aus Deutschland und der Schweiz für die Unterstützung bedanken. Ganz besonders aber, möchten wir Matthias Meyer danken, denn er unterstützt das Haus seit einem Jahr monatlich mit einem Festbetrag!

Dieses mal hatten wir 400,00€ zur Verfügung, die wir für Lebensmittel ausgegeben haben. Das Geld habe ich schon am 07.10.2015 in Kyiw umgetauscht. Da der Kurs dort etwas besser war als in Schytomyr bekam ich dafür 9.880,00 UAH.

Unser Trio betrat das Geschäft, und ruck-zuck war die ganze Summe aufgebraucht, genau für das was das Kinderheim braucht. Leider konnten wir nicht allzuviel Zucker kaufen, denn der Verkauf wurde eingeschränkt. Man darf nur 10 kg Zucker pro Tag einkaufen, also ging ich zur Geschäftsleitung, stellte mich vor und erklärte die Situation. Daraufhin bekam ich grünes Licht, und wir nahmen 50 kg Zucker mit. Mit ein paar anderen Lebensmittel hatten wir das gleiche Spiel, aber auch da kam uns die Geschäftsleitung entgegen. Unser Trio freute sich sehr darüber. Für uns wurde extra eine Kasse aufgemacht, und das hieß Geld zahlen bis zum letzten Cent, Waren einpacken und losfahren.

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Die Leiterin des Kinderheims, Frau Schpak, wartete wie immer auf uns, sie war extra aus Chmelnyzkyj angereist, da sie dort an einer Fortbildung teilnahme, um das Heim weiter führen zu dürfen. Es war sehr nett von ihr, dass sie uns persönlich treffen wollte und gleichzeitig die Spenden entgegennahm.

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Wie immer wird uns Kaffee, Tee und Gebäck serviert. Oleg und Alexandr lassen sich nieder, während ich mit Frau Schpak alle Artikel durchgehe und die Unterschrift unter die Spendenübernahme einhole.

Dies erledigt, gehen wir dann alle nach oben und schauen wie es den Kindern geht, die wie immer ordentlich und sauber angezogen sind. Auch strahlen sie Liebe und Geborgenheilt aus und sind uns gegenüber nicht verängstigt. Manche Kinder sagen uns ein paar Gedichte auswendig auf, werden mit Süßigkeiten belohnt und gelobt. Zwischendurch unterhalten wir uns mit Frau Schpak, die uns von einem Zimmer ins andere führt und uns zeigt, dass all die Sachen, die für das Haus gekauft wurden, auch angekommen sind! Sie werden auch sehr sorgsam benutzt. Ich sehe die Sportanzüge, Pyjamas, Teppiche, Bücher, Fernsehgeräte und etc.

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Es tut sehr gut zu sehen, dass eure Spenden nicht verloren gehen, dass hier alles für die Kinder ist und dass sich keiner der Mitarbeiter daran bereichert!

Natürlich braucht das Haus nach wie vor Unterstützung und Hilfe von außen! Wir versprechen gar nichts, aber falls uns Möglichkeiten offen stehen, wird das Haus natürlich unsere Hilfe auch weiterhin bekommen.

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Liebe Leser_innen und Spender_innen, das Kinderheim Denyschi und wir, EuroMaidan-NRW e.V., danken euch ganz herzlich für eure bisherige Unterstützung und hoffen, dass ihr weiterhin dieses Haus mit euren Spenden unterstützen werdet. Für eure Gaben benutzt bitte unten angegebene Daten und Verwendungszweck (Kinderheim Denyschi), damit wir Eure Spenden einordnen können.

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Herzlichst

Noelie Uhlmann und das Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Natalia Likhacheva: Was tut Euromaidan NRW e.V.

Bei METRO, wo ich arbeite, gab’s im Mai dieses Jahres einen Wettbewerb: Die Mitarbeiter haben ihr Engagement in ihrem privaten Leben vorgestellt. Der Einsatz sollte freiwillig und privat, sozial oder ökologisch sein, aus investierter Zeit bestehen und eine gewisse Regelmäßigkeit haben.
Ich habe mir überlegt, ob meine Tätigkeit im Verein „EuroMaidan NRW“ diesen Kriterien entspricht und mich entschieden daran teilzunehmen:

„Sehr geehrte Damen und Herren!

Gerne möchte ich Ihnen den Verein “Euromaidan NRW e.V.” vorstellen, dessen Mitglied ich seit der Gründung im Mai 2014 bin und für den ich mich in meiner Freizeit ehrenamtlich engagiere.

“Euromaidan NRW e.V.” ist ein eingetragener Verein und eine Initiative von Menschen aus dem Großraum NordrheinWestfalen, die sich für die Opfer der Repression gegen den Maidan in Kyiw und später der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ostukraine einsetzen. Der Verein unterstützt Witwen und Waisen von ukrainischen Gefallenen und Kinderheime mit Geld- und Sachspenden und stellt Sachspenden für die notleidende Bevölkerung bereit.

Meine Zusammenarbeit mit meinen jetzigen Vereinskollegen hat im März 2014 angefangen, nachdem ich bei Facebook gelesen hatte, dass Helfer gesucht werden, die die Verwundeten am Maidan in Kyiw (Ukraine) im Militärhospital in Koblenz besuchen können. Das war das erste Mal, das 20 junge Männer, die während der Demonstrationen auf dem Maidan in Kyiw schwer verwundet wurden, für medizinische Behandlung nach Deutschland gebracht  wurden.

Russisch ist meine Muttersprache, und ich sicher, behilflich sein zu können. So fuhr ich an den Wochenenden nach Koblenz und besuchte die jungen Männer im Hospital. Dabei konnte ich als Übersetzerin zwischen dem Personal und den Männer “arbeiten” weil viele von ihnen kein Deutsch und kein Englisch sprachen.

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Bei einem Besuch im Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz.
Bei einem Besuch im Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz.

Mittlerweile haben wir viele Helfer gefunden, und diejenigen, die in Koblenz und Umgebung leben, helfen bis heute denjenigen Verwundeten, die sich noch immer in Koblenz befinden.

Im Mai 2014 fingen leider die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ostukraine an. Es gibt Tausende Gefallene, deren Familien vom Staat keine oder viel zu spät Hilfe bekommen. Unser Verein begann dann, auch den verwitweten Frauen und Kindern zu helfen. Wir haben angefangen, die Kleidung zu sammeln und zu Spenden aufgerufen. Der Verein  hat auch Helfer in der Ukraine. Dabei handelt es sich um vertrauenswürdige ukrainische Organisationen und Initiativen z.B. Demokratische Allianz Hilfe in Schytomyr und die Kyiwer Initiative eplus.

Unsere Sachspenden schicken wir in die Ukraine, wo sie von unseren Helfern an Familien übergeben werden.

Bis Oktober 2014 haben wir so viel Geld gesammelt, dass es sich die Möglichkeit für Vereinsmitglieder ergab, selbst in die Ukraine zu fliegen und besonders bedürftigen Familien Geld übergeben zu können. Meine Kollegin Noelie U., die sehr gut Russisch und Ukrainisch spricht, und ich flogen im Oktober 2014 in die Ukraine. Zusammen haben wir die Witwen und ihre Familien in Kyiw, Bila Zerkwa, Schytomyr und im Gebiet Schytomyr besucht und unterstützt.

Bila Zerkwa, Gebiet Kyiw. Die Witwe Evhenija mit ihren Kindern.
Bila Zerkwa, Gebiet Kyiw. Die Witwe Evhenija mit ihren Kindern.
Kyiw. Drillinge, deren Vater im August 2014 gefallen ist.
Kyiw. Drillinge, deren Vater im August 2014 gefallen ist.
Radomyschl, Gebiet Schytomyr . Die Witwe Tatjana und ihr Sohn, der fünf Tage nach der Beerdigung seines Vater zur Welt kam.
Radomyschl, Gebiet Schytomyr . Die Witwe Tatjana und ihr Sohn, der fünf Tage nach der Beerdigung seines Vater zur Welt kam.
In Schytomyr, mit der Witwe Switlana und ihren drei Kindern. Die kleine Inessa wurde Ende September geboren, ihr Vater ist am 28.07.2014 in der Nähe von Donezk gefallen und wurde am 01.08.2014 in der Stadt Schytomyr beerdigt.
In Schytomyr, mit der Witwe Switlana und ihren drei Kindern. Die kleine Inessa wurde Ende September geboren, ihr Vater ist am 28.07.2014 in der Nähe von Donezk gefallen und wurde am 01.08.2014 in der Stadt Schytomyr beerdigt.
Gebiet Schytomyr. Mit der Witwe Wera und ihren drei Söhnen. Diese Familie wohnt in einer 1-Zimmer-Wohnung in einem Dorf (einem ehemaligen Militärstadtchen) in der Nähe von Schytomyr. Das Zimmer ist 16 Quadratmeter groß.
Gebiet Schytomyr. Mit der Witwe Wera und ihren drei Söhnen. Diese Familie wohnt in einer 1-Zimmer-Wohnung in einem Dorf (einem ehemaligen Militärstadtchen) in der Nähe von Schytomyr. Das Zimmer ist 16 Quadratmeter groß.

Nachdem wir Weras Familie besucht hatten und zurück nach Schytomyr fuhren, „entdeckten“ wir ein Kinderheim und entschlossen uns spontan, es anzuschauen. Dabei handelte es sich um ein Kinderheim in einem Dorf 10 km von Schytomyr entfernt, wo 82 Waisenkinder leben, die logopädische Störungen haben. Das Heim ist ein zweistöckiges altes Gebäude, das sehr sauber gehalten wird, aber arm ist. Deshalb haben wir am  nächsten Tag bei METRO in Schytomyr das nötigste eingekauft.

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Der Besuch des Kinderheimes war nicht geplant, es war eine spontane Entscheidung von uns, es zu besuchen.

Die Direktorin des Kinderheimes mit unseren Einkäufen.
Die Direktorin des Kinderheimes mit unseren Einkäufen.

Meine Kollegin hat noch ein weiteres Kirderheim in Schytomyr besucht, wo ganz kleine  Kinder leben. Insgesamt haben wir ca. 1650 € ausgegeben.

Da ich nur die beschränkten Urlaubstage für diese Reise investieren konnte, musste ich  leider nach zehn Tagen abreisen. Meine Kollegin konnte jedoch noch länger in Kyiw bleiben  und hat die Reise nach Chmelnitskyj, Nowohrad Wolynskyj und Winnyzja alleine  weitergeführt.

Unsere Arbeit geht weiter. Wir sammeln wieder und wieder Kleidung für die Frauen und Kinder, Schuhe und Spielzeuge, organisieren Benefizkonzerte und Spendenauktionen.

Bis heute bekamen mehr als 200 Familien in verschiedenen Regionen der Ukraine  Sachspenden, und 42 verwitwete Frauen erhielten finanzielle Hilfen, die immer persönlich überreicht wurden.

15 ukrainische Patienten in Koblenz bekamen auch einmalige finanzielle Unterstützung.

Jedes Kind im Kinderheim hat Sachen für den eigenen Bedarf (Shampoo, Duschgel, Pyjamas, Hausschuhe u.ä.) erhalten. Für diese Aktion hat der Verein “Euromaidan NRW  e.V.” ca. 5000 € ausgegeben.

Sollte unser Verein Ihre Auszeichnung bekommen, wird die Geldprämie weiter für die Hilfeleistung für die bedürftigen Frauen und Kinder in der Ukraine im Rahmen unseres Projektes in bislang erprobter Weise eingesetzt werden. Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung!“


Nachtrag: Die Firma METRO hat dem Verein „Euromaidan NRW e.V.“ eine Spende von 200.- € überwiesen.

Spendenübergabe an das Kinderheim Denyschi bei Schytomyr, 11. Juli 2015 – Bericht 43

Am 15.06.2015 schrieben wir, der Verein „EuroMaidan NRW e.V.„, einen Spendenaufruf für das Kinderheim Denyschi. Es ging darum, dass das Heim zwei Fernsehgeräte, eine Elektrokettensäge und einen Laufteppich brauchte.

Bereits im März 2015 hatten wir schon einmal eine Sachspendenübergabe an dieses Kinderheim durchgeführt, und damals hieß es schon:

“Es werden Fernsehgeräte im Kinderheim gebraucht, eine Kettensäge, um Holz für die Heizung zurechtzuschneiden, …”

Und nun möchten wir uns ganz herzlich bei unseren Spendern für die eingegangenen bedanken. Dank ihnen konnte dieser Bedarf gedeckt werden.

Unser Vorstandsmitglied Klaus H. Walter war in Schytomyr und übergab am 4. Juli 2015 die benötigte Summe in Höhe von 750€ an unseren ehrenamtlichen örtlichen Mitarbeiter Oleg Boyko.

Oleg kaufte alle nötigen Artikel, die wir vorher mit ihm ausgesucht hatten.

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Etwas Geld blieb noch über, so dass noch Bananen, Süßigkeiten und Pampers gekauft werden konnten, was Oleg nach Absprache mit uns auch tat:

750€ x 24,5 UAH= 18.375.00 UAH.

Dazu kam noch eine Spende in Höhe von 600,00 UAH aus Kyiw von unserem Freund Joerg D., die Gesamtsumme belief sich somit auf 18,975,00 UAH.

Bis zur letzten Hrywna wurde alles ausgegeben.

Am 11.07.2015 fuhren Oleksander und Oleg zum Kinderheim und übergaben all die Sachen an die Direktorin, die dann auch die Übergabe unterzeichnete.

Alle Belege stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

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Die Kinder waren schon am Schlafen, daher gibt es dies mal auch keine Bilder von Kindern.

Die Direktorin versprach, dass sie persönlich alle Kinder aufsuchen wird und alles essbare unter den Kindern verteilen wird.

Sie bedankte sich mehrmals für die Sachspenden und war sehr gerührt, dass ihr alle an das Heim denkt. Dies sind die Worte die wir an euch weiter geben sollten.

“ Danke, ich bin einfach überglücklich. Unsere Regierung denkt nicht an uns, wir leben von einem Tag zum anderen. Danke, dass unsere Kinder euch nicht egal sind.

Ihr seid großartig. Danke!“

Frau Schpak hielt Ihr Versprechen und schickte uns ein paar Fotos:

– Die Fernsehgeräte sind ausgepackt und wurden angebracht.

– Die Elektrokettensäge wurde ausprobiert.

– Der Teppich liegt auf dem Boden.

– Alles Essbare haben die Kids bekommen.

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Für weitere Spenden zur Unterstützung des Kinderheims Denyschi benutzt bitte folgendes Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Kinderheim:

oder über Paypal an: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

Herzlichst

Klaus H. Walter und Euer Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe an das Kinderheim „Sonne“ in Schytomyr am 31.03.2015 – Bericht 19

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Es ist schon wieder Abend, als wir aus Nowohrad-Wolynskyj zurück sind, aber wir bleiben nicht sitzen.

Den Betrag in Höhe von 650,00€ habe ich schon am 30.03.2015 umgetauscht und es kamen 17.225,00 Hrywnja (UAH) dabei raus.

Also gehen wir noch schnell zur Metro, rufen die Leiterin des Kinderheimes, Frau Sinko, an, um ihr Bescheid zu geben, dass wir doch noch heute vorbei kommen. Sie ist erkältet und will eigentlich schon nach Hause gehen, aber als sie hört, dass wir noch vorbei kommen, erklärt sie sich sofort bereit, auf uns zu warten.

Da wir gestern hier einkaufen waren, kennen wir uns schon aus, und daher werden die Wagen mit Lebensmitteln ganz schnell gefüllt. Etwas Geld bleibt übrig, und ich flitze ganz schnell nochmal rein und kaufe noch Waschpulver und Reinigungsmittel, und danach fahren wir nur ganz langsam los. Wir haben Angst, dass der Bus es nicht bis dahin schafft, so tief saß er durch die Last unseres Einkaufs.
Videos:

Wir kommen auf einem abgezäunten Territorium an, wo sich direkt auch ein Polizeipräsidium befindet. Mein Sohn und ich schauen uns an, und als wir anhalten, möchte er erst nicht mit aussteigen.

Frau Sinko kommt mit den Stellvertretern auf uns zu, begrüßt uns und lässt die Ware hineintragen, Jungs, die etwa 14 – 15 Jahre alt sind, helfen uns (oder wir ihnen), um alles reinzutragen. Es wird zuerst alles im Flur abgestellt, bis die Dame, die dafür zuständig ist. zu uns kommt. Oleg macht ganz schnell noch ein paar Fotos, während ich mich ein wenig umschaue.

Mein Sohn bleibt die ganze Zeit bei mir, denn er fühlt sich hier überhaupt nicht wohl, ich sehe ihm das ganz deutlich an. Eigentlich ist mir innerlich auch ganz kühl, ich kann dieses Gefühl nicht erklären. Vielleicht weil hier die älteren Kinder sind, und man deutlich spüren kann, dass dies ein Kinderheim ist.

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Frau Sinko, die Leiterin des Kinderheimes, bittet uns in ihr Büro, wo wir die Übergabe Dokumente unterzeichnen und kopieren können. Sie ist eine ganz herzliche Dame, sehr offen. Sie bedankt sich zuerst für all die Spenden, die das Kinderheim von euch durch den Verein EuroMaidan NRW bekommen hat. Sie meint, Oleg habe ihr gesagt, dass demnächst Hilfe kommt, aber dass ihnen so viel geholfen wird, habe sie nie erwartet und das wisse sie wirklich zu schätzen. Danke für all die Geschenke, welche die Kinder zum Geburtstag bekamen, bedankt sie sich schon wieder.

Das ganze Gespräch wird auf Russisch geführt, dies möchte ich an diese Stelle betonen. In diesen paar Tagen musste ich mehrmals in beiden Sprachen sprechen, und plötzlich von Ukrainisch auf Russisch umsteigen. Also dieser Mist, dass man in der Ukraine nicht Russisch sprechen darf, ist einfach nicht wahr!

Wir haben alle Dokumente durchgeschaut und unterzeichnet, da fragt Frau Sinko, ob ich zu den Kindern gehen möchte, und natürlich möchte ich das. Ich möchte sie sehen, hören – und sehen, wie sie hier leben. Keine zwei Minuten später stehe ich in einem Zimmer, wo sich ganz kleine Kinder befinden, und da vergesse ich mich. Die Kinder kommen sofort auf uns zu und sprechen uns an. Oleg und ich teilen uns auf, damit wir mit allen Kinder wirklich sprechen und sie auch alle anhören können. Alle Kinder fangen an, uns einen Vers vorzulesen, das ist so goldig, dass ich mir nur unter starker Anstrengung die Tränen zurückhalten kann. Ich nehme ein kleines Video auf:

Mehrere Kinder kommen auf mich zu und fragen: „Tante was hast du für uns mitgebracht? Gibt es etwas Leckeres?“ ALS ICH DAS GEHÖRT HABE, BLIEB MIR DER ATEM WEG! Sie fragten nicht nach Spielzeugen oder etwas anderem, nein sie fragten nach Essen… Ich wende mich an die Leiterin und frage sie, wann die Kinder das Obst bekommen werden, welches wir ihnen mitgebracht haben. Sie sagt, dass es morgen serviert werde, und ich solle mir keine Sorgen machen. Die Kinder werden alles bekommen, was wir mitgebracht haben.

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Wir verlassen dieses Zimmer, gehen weiter und treffen die etwas älteren Kinder. Manche sind dabei, ihre Hausaufgaben zu machen, einige basteln etwas, und andere spielen miteinander. Es gibt auch Kinder, die einfach nur stumm und einsam da sitzen und sich ganz allein beschäftigen.

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Ein Junge kommt zu mir und spricht mich auf Polnisch an, danach läuft er für wenigstens 45 Minuten hinter mir her und fragt mich aus, wer ich bin, woher ich komme, was ich hier mache und ob ich eigene Kinder habe. Er schaut mir dabei immer tief in die Augen und versucht ganz vorsichtig, mich an der Hand zu nehmen.

Jetzt verstehe ich dieses ungute Gefühl in mir, als ich das Haus betreten habe. Hier sind Kinder aller möglichen Kategorien, sie verstehen warum sie hier sind, und all diese Gefühle hängen zum Erdrücken schwer in der Luft.

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Die Mädchen zeigen mir ihre Zimmer, manche habe ich sogar wieder erkannt, sie sind wirklich groß geworden. Die Zeit vergeht… Oleg kennen die Kinder hier sehr gut und denken von ihm, dass er wie ein Weihnachtsmann ist. 🙂 Hoffentlich treffen diese Kinder solche Weihnachtsmänner und -Frauen sehr oft auf ihrem Lebensweg, damit sie wissen, sie werden geliebt, und dass es Menschen gibt, denen ihr Leben und Leiden nicht egal ist!

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EuroMaidan NRW e.V. möchte sich ganz herzlich bei allen Spendern für die Mittel bedanken, die gespendet wurden. Eure Hilfe war dringend notwendig hier – und wir freuen uns, dass wir diese Aufgabe in euren Namen durchführen durften. Das Kinderheim benötigt auch weiterhin unsere Unterstützung.

Für weitere Unterstützung des Kinderheim “Sonne”, benutzt bitte folgendes Konto:

Bank: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn, Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V.
Verwendungszweck : Hilfsaktion Kinderheim

oder mit PayPal : hilfsprogramm.de.ua@gmail.com Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

Herzliche Grüße,

euer Team EuroMaidan NRW e.V.

Spendenübergabe an das Kinderheim „Denyschi“, Schytomyr, 30.03.2015 – Bericht 13

deni1Wir haben bisher über die Spendenübergaben an Witwen berichtet. Da weitere Termine auf einen späteren Zeitpunkt verlegt wurden, möchten wir, Oleg Boyko und ich, keine Zeit verlieren und entscheiden uns daher jetzt und sofort die Spendenübergabe an das Kinderheim durchzuführen.

deni2Und so stehe ich in einer Bank und wechsle den Betrag in Höhe von 500,00€ in Hrywen (UAH) und bekomme dafür 13,250,00 Hrywen (UAH) . Als ich mich umdrehe, sehe ich den Oleg, der mich dabei fotografiert. Alles muss dokumentiert werden, sagt er zu mir und lächelt dabei.

Wir rufen die Leiterin des Kinderheimes an und fragen, was am Dringensten gebraucht wird. Klare Antwort kommt von Ihr: „Wir brauchen Lebensmittel.“ Dabei wusste sie nicht, über welche Summe wir verfügen. Sie bittet uns, 50 kg Mehl und Zucker zu kaufen und wenn es möglich etwas Öl. Wir sagen, es sei ok und machbar, und fahren zu Metro zum Einkaufen.

deni3Als wir bei der Metro sind, kaufen wir ganz viel ein: Mehl, Zucker, Reis, Grießbrei, Nudeln verschiedener Sorten, Bananen, Mandarinen, Käse, Spülmittel und noch viele andere Lebensmittel. Die ganze Summe ist bis zum letzten Cent aufgebraucht.

deni4Während des Einkaufs machen die Jungs, Oleg und Alexander, viel Unsinn und ich muss immer wieder lachen. Danke an Alexander, denn er rechnete immer alles aus und schaute, was wirklich gut aber preiswert ist, mehrmals rief er auch seine Frau an, um zu fragen ob dieses oder jenes Produkt wirklich gut ist. Obwohl der Anlass nicht so schön ist, lachen wir viel und haben zur Abwechselung mal gute Laune, bis wir zur Kasse kommen.

deni5Die Verkäuferin verhält sich recht komisch und will erst nicht kassieren, als sie sieht wieviele Sachen wir mitnehmen wollen. Sie ruft ihre Chefin an, und da mische ich mich ein. Nach kurzem hin und her werden wir endlich bedient und es geht langsam voran .

deni7deni13Schnell den Bus beladen, und die Reise geht auch prompt weiter. Nun, fünf Monate (Bericht über die damalige Spendenübergabe hier und hier) später befinde ich mich abermals auf dem Gelände des Kinderheimes „Denischi“. Ein komisches Gefühl überkommt mich, und etwas zieht sich in mir zusammen.

deni17Da läuft uns die Leiterin ganz schnell entgegen, Frau Schpak, und nimmt mich einfach so in ihre Arme. Ich war so überrascht und überrumpelt, dass ich nicht verstehe, was hier grade überhaupt passiert. Dann fragt sie den Oleg, wo Noelie ist und warum sie nicht dabei sei. Der Oleg lacht und sagt da ist sie doch. Frau Schpak schaut mich an und sagt: „Sie sind aber so jung, ich habe Sie mit Ihrer Kollegin verwechselt. Entschuldigen Sie mich bitte!“, und umarmt mich zum zweiten Mal. Ich bekomme Tränen in die Augen, sie umarmte mich so doll, als ob wir uns ewig kennen und wir uns so nah stehen. Sehr emotionale Begegnung.

Wir machen die Türe zum Bus auf und als sie sieht, dass er bis zum Dach beladen ist, bleibt ihr die Sprache weg. Sie steht nur da, hält ihre Hände zusammen vor der Brust und dann sagt sie:“Ich weiß nicht wie ich meinen Dank ausdrücken soll, danke das ihr immer an uns und an unsere Kinder denkt!“

deni18Sie geht kurz rein, und nach nach kamen Mitarbeiter raus und helfen uns die Sachen rein zu tragen bis alles drin ist. Dann schlägt Frau Schpak vor, dass wir ein paar Fotos machen und dann in ihr Büro gehen, da sie bestimmt die Übergabe unterzeichnen muss. Frau Schpak kennt sich schon aus, da dies nicht die erste Spende ist, die von EuroMaidan NRW e.V. an das Kinderheim übergeben wird.

deni20den21Nun sitzen wir bei ihr im Büro, und uns wird schnell Kaffee gemacht und selbstgebackene Teilchen serviert. Alles müssen wir probieren, sonst würde die Köchin sehr beleidigt sein, laut Frau Schpak, und so schlagen wir zu. Dabei zeige ich ihr die Unterlagen, mache Kopien für sie, und nachdem alles überprüft wurde, unterzeichnet sie die Übergabe.

deni22deni23Sie fragt mich, ob ich nicht nach oben gehen will, da die Kinder sich sehr freuen würden, weil jedes Mal wenn die Sachen aus Deutschland kommen, wird den Kindern gesagt:“ Die Sachen aus Deutschland sind angekommen.” Ich lasse alle beim Kaffee und Gebäck sitzen und flitze ganz schnell nach oben. Mein Herz schlägt so schnell, stark und laut, dass ich es selber hören kann.

deni24deni25Mehrere Kinder befinden sich im Konzertsaal und spielen. Als ich rein komme, bleibt die Zeit für mich stehen. So klein, so goldig, und dennoch verletzlich sind sie. Die Betreuerin fragt die Kinder ob sie etwas für Tante Noelie spielen oder singen sollten, und die Kinder wollen singen. So bekomme ich nun mein ganz eigenes kleines Konzert, welches ich auch auf Handy aufnehme. Ich kann euch die Gefühle nicht beschreiben, die ich dabei empfinde.

deni26deni27Etwas später erinnere ich mich an unser Kommando, das da unten sitzt und auf mich wartet, und so muss ich auch schon wieder gehen. Alle Kinder winken, manche kommen und umarmen mich, und ich heule, weil ich sie einfach noch nicht verlassen möchte.

deni30Zeit … Warum stehen wir immer unter Zeitdruck, warum können wir die Zeit einfach nicht vergessen??? Ich genieße den Augenblick sehr. Die Kinder sind etwas gewachsen, und ein paar Kinder wurden adoptiert. Die Atmosphäre hier im Kinderheim hat sich nicht verändert, denn man spürt mit Haut, dass die Kinder hier geliebt werden. Sie werden öfters umarmt und geschmust, sehr liebevoll angesprochen und all diese Liebe hört man in jedem Wort, mit dem die Betreuer, Erzieher, Direktorin sich an die Kinder wenden oder wie sie ihre Fragen beantworten. Man spürt es auch dadurch wie das Personal über die Kinder spricht.

deni34Die Direktorin kann stundenlang über die Kinder sprechen, und dabei leuchten ihre Augen und sie sagt ganz stolz: „Das sind unsere Kinder, wir werden immer für sie sorgen, sie lieben. Man kann einfach nicht anders, deshalb arbeite ich ja auch hier!“ Ich hoffe, dass all diese Kinder glücklich werden und eine Familie bekommen, die sie von ganzem Herzen liebt. Als ich wieder nach unten komme, sprechen wir noch kurz mit Frau Schpak, was so gebraucht wird und wie es ihnen allen hier so geht. Sie bedankt sich noch mal für alles, was vom Verein EuroMaidan NRW bei ihnen ankommt und sagt: „Ohne eure Hilfe, würde es uns wirklich sehr schlecht gehen. Sie haben uns wirklich sehr sehr geholfen. Es ist wirklich wunderschön, dass es Menschen wie euch, dass es EUCH gibt!“

deni35„Es werden Fernsehgeräte im Kinderheim gebraucht, eine Kettensäge, um Holz für die Heizung zurechtzuschneiden, Schulkleidung und wie immer all die Sachen, die für Kinder dringend notwendig sind – und natürlich Lebensmittel. Die Preise sind sehr gestiegen, aber wir bekommen immer noch nur den selben Betrag pro Kind, dass reicht nicht, um richtig einkaufen zu können, wir müssen sehr auf Rationierung achten. Aber jetzt werden die Kinder richtig schöne Feiertage haben!“ Danke für das Obst, bedankt sie sich schon wieder. Und so ist es Zeit für uns zu gehen, denn der nächste Termin wartet schon auf uns.

deni37Sie bringt uns noch zur Tür, umarmt mich und drückt mich ganz fest. Dann hält sie noch meine Hand und will sie nicht los lassen und fragt: „Sie vergessen uns nicht oder?“ Ich, meinerseits, kann die Frage nicht im Namen all der Menschen die spenden, beantworten, daher drücke ich mich neutral aus:  „Ich möchte Ihnen nichts versprechen, aber wir machen das was wir schaffen und können und hoffen, dass die Menschen weiterhin die Hilfe für dieses Kinderheim leisten wollen, können und auch werden.

deni38Wir möchten uns bei allen Spendern für ihre Hingabe bedanken, denn ihr seid einfach großartig. Vielen lieben Dank für all die Hilfe die ihr bis heute geleistet habt. Dank euch haben die Kinder ein wunderschönes Osterfest gehabt mit einem vollen Bäuchlein.

Für weitere Unterstützung des Kinderheim Denischi, benutzt bitte folgendes Konto:

PayPal : hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Bank: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn, Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V., Verwendungszweck : Hilfsaktion Kinderheim

Herzliche Grüße, euer Team EuroMaidan NRW e.V.