Spendenübergabe an Kriegswitwe Anja Ozabera in Schytomyr am 13.08.2017 – Bericht 9/2017

Anja Ozabera ist eine Kriegswitwe mit zwei Kindern, die von EuroMaidan NRW e.V. neu in die Hilfsliste aufgenommen wurde. Unser ukrainischer Freund und zuverlässiger Mitarbeiter Oleg Boyko hatte von ihr erfahren und als hilfsbedürftig empfohlen.

Am 13.08.2017 fuhr ich (Wolf Reyscher) früh morgens von Volodymyr-Volynsky nach Bila Tserkva und machte Halt in Schytomyr. Ich hatte Hilfsgüter für Oleg Boyko’s  Hilfsprojekt in meinem Wohnmobil, die ich vorbei bringen wollte: mehrere Kartons und Taschen mit gut erhaltener gebrauchter Kleidung, Kinderspielzeug und einen zusammenklappbaren Rollstuhl. Und ich hatte die Geldspende für Anja Ozabera von Noelie Uhlmann mitbekommen. Oleg wollte mich dorthin begleiten. Da meine Russisch-Kenntnisse nicht so umfangreich sind, dass ich alles auch ohne Probleme verstehen würde, holten wir auf dem Weg zur Witwe noch einen Bekannten von Oleg ab, der sich freundlicher Weise bereit erklärt hatte für uns übersetzte.

Anja Ozabera lebt in einem Mehrfamilienhaus in einer Nebenstrasse, nicht allzu weit vom Bahnhof entfernt. Sie hat dort von der Armee eine Dreizimmerwohnung gekauft bekommen, die beim Einzug neu renoviert war. Anja empfing uns auf der Zufahrtsstrasse zu den Häusern dieses Quartiers. Bis ganz heranfahren konnten wir mit dem Wohnmobil nicht. Bei ihr waren ihre beiden Söhne. Der Empfang war herzlich, und von der Art her ist Anja sehr freundlich, offen und völlig unkompliziert. Sie bat uns in ihre Wohnung. Ein Zimmer der Wohnung ist das Wohnzimmer, eines ist das Schlafzimmer der Kriegswitwe, und das dritte Zimmer ist für die beiden Söhne. Sie schlafen dort in einem Etagenbett, dass Anja zuvor gekauft hatte. Der große Kleiderschrank im Kinderzimmer war bei Einzug schon vorhanden. Insgesamt ist die Wohnung einfach eingerichtet, sie ist sauber und hat trotz der Einfachheit Stil. Aber es fehlen noch ein paar Möbel!

Wir setzen uns im Wohnzimmer auf die Couch und unterhalten uns. Ich gebe den beiden Jungen kleine Geschenktüten, die Noelie Uhlmann zuvor gepackt hatte. Sie enthalten Haribo, Schulhefte, Stifte, Wasserfarben, und ein paar andere Dinge mehr für die Schule. Alles das ist in Ukraine sehr teuer. Zuerst wollen die beiden Kinder nicht, dann trauen sie sich aber doch. Es ist ja auch nicht einfach, wenn drei fremde Männer plötzlich da sind und sich teilweise auch noch in einer fremden Sprache unterhalten.

Anja und ihre gefallener Ehemann Aleksander waren schon in ihrer Schulzeit zusammen, da waren Anja 19 Jahre alt und Aleksander 18 Jahre alt. Sie trennen nur wenige Monate. Nach der Schule musste Aleksander zur Armee, er wurde Sergeant und Instruktor, und sie wartete drei Jahre bis zu seiner regulären Entlassung. Sie heirateten im Mai 2009. Da war Anja schon schwanger. Im selben Jahr brachte sie Evgenij zur Welt. Er war ein Wunschkind, so wie es auch der 2012 geborene Vladislav war.

2016 verpflichtete sich Aleksander erneut für die Armee. Er war Kommandant einer Abteilung des Nachrichtendienstes. September 2016 mussten er und seine etwa 30 köpfige Gruppe an die Front in die ATO. Im November 2016 trat Aleksander auf eine Mine des Feindes und wurde getötet…

Für Anja brach ihre Welt zusammen…

Durch die Hilfe der Armee hat sie zumindest erst einmal keine Probleme mit der Wohnsituation. Anja Ozabera arbeitet heute ebenfalls für die Armee und hat dort einen 3-Jahres-Vertrag für eine Verwaltungstätigkeit. In der Regel wird dieser Vertrag nach diesen drei Jahren verlängert um weitere drei Jahre. Eine Garantie gibt es dafür allerdings nicht. Für Ukrainische Verhältnisse bekommt sie ein «normales» Gehalt. Doch 8000 Griwna (nach jetzigem Stand etwa 265€) im Monat reichen natürlich nicht aus, um gleichzeitig für sich und die beiden Kinder zu sorgen. Die Erstausstattung für den Beginn des neuen Schuljahres kostet schon mehr als 2000 Griwna für jedes Kind, die laufenden Kosten für die Schule sind darin nicht enthalten. Nahrungsmittel sind teuer, die Nebenkosten der Wohnung verknappen das monatliche Budget ebenfalls um einen erheblichen Betrag. Wer in Ukraine war in letzter Zeit und dort Freunde oder Bekannte hat, der weiß das selbst.

Anja Ozabera möchte einen Schreibtisch kaufen (eigentlich braucht sie zwei, denn beide Söhne müssen für die Schule lernen) und einen kleinen Computer.

Im Namen des Vereins “EuroMaidan NRW e.V.” zahle ich Spendengelder für Evgenij und Vladislav in Höhe von 750,00 € an Kriegswitwe Anja aus und wir füllen die Quittungen aus. Deutscher Verein – deutsche Ordnung. So muss das auch sein. Nachdem diese Formalitäten erledigt sind, reden wir noch ein paar Minuten über Allgemeines, und dann verlassen wir zusammen die Wohnung.

Evgenij probiert vor dem Haus das Fahrrad aus, dass Oleg Boyko ihm mitgebracht hatte. Oleg hat es selbst besorgt und repariert. Auch hier reden wir noch ein paar Minuten, dann verabschieden wir uns.

Anja Ozabera sagt mehrfach während unseres Besuches vielen Dank für die großzügige Unterstützung. Ich sehe in ihren Augen, wie viel Ihr diese Hilfe bedeutet. Wir können ihren emotionalen Schmerz nicht lindern. Aber wir können helfen, dass sie zumindest finanziell einen großen Schritt vorwärts gehen kann. Ich bedanke mich bei allen Spendern, die diese Hilfsaktion ermöglicht haben. Gemeinsam sind wir stark. Und starke Menschen braucht nicht nur unser Land. Danke!

Wolf Reyscher  im Auftrag von Euromaidan NRW e.V.


Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

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Herzlichst, das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

 

Spendenübergabe an Kriegswitwe Ewhenija Tishchenko in Bila Zerkwa am 14.06.2017 – Bericht 8/2017

Vor meinem Flug nach Ukraine fragte mich Noelie Uhlmann, ob ich in Bila Zerkwa eine Geldspende für EuroMaidan NRW e.V. übergeben könne. Selbstverständlich sagte ich gerne zu.

Über den Telefondienst „Viber“ und mit Hilfe von Facebook stellte ich (Wolf Reyscher) den ersten Kontakt her und traf Vereinbarungen für unser Treffen. Kriegswitwe Ewhenija Tishchenko ist völlig unkompliziert. Wir verstanden uns ohne Probleme, das Organisatorische war einfach und schnell geregelt.

In Bila Zerkwa angekommen, verabredeten wir uns für den 14.06 in ihrer Wohnung für 12:30 Uhr. Ich gab zuvor noch den vorsichtigen Hinweis, dass ich die bekannte (und wohl auch teilweise berüchtigte) deutsche Pünktlichkeit auch im Urlaub wahren werde und somit tatsächlich um Punkt 12:30 Uhr vor der Türe sei. Ewhenija nahm es mit Humor und wartete auf unser eintreffen.

Mit meiner Frau Vika war ich dann auch wirklich Punkt 12:30 Uhr vor der Tür.Ewhenija holte uns vor dem Haus ab und wir gingen zusammen in ihre neue Wohnung. Sie hatte diese Wohnung erst vor Kurzem bezogen. Und schon beim Betreten fiel mir auf, dass noch einiges renoviert werden muss. In der Wohnung wartete ihr 5 Jahre alter Sohn Yaroslav. Die 9 Jahre alte Tochter Darina war noch in der Schule. Yaroslav ist aufgeweckt und ging offen auf uns zu. Es war eine Freude zu sehen, dass er voller Energie war und uns alles Mögliche zeigen wollte.

Kriegswitwe Ewhenija zeigte uns sein Zimmer. Wir hatten den beiden Kindern ein Stifteetui mit vielen Buntstiften mitgebracht und vorgedruckte Motivbögen zum Ausmalen. Er freute sich sichtlich über unsere kleinen Geschenke. In seinem Zimmer war unter anderem eine Sprossenwand für Sportübungen an der Wand angebracht, es stand ein sogenanntes „Whiteboard“ im Raum, ein großes Bett und ein Wandschrank.

Auf dem Whiteboard zeigte Yaroslav uns, wie gut er malen kann. Er malte eine Familie mit seiner Mutter und seinem Vater. Sein Vater fehlt ihm sehr. Ich sah, wie schwer das Ewhenija fiel, und schlug vor, dass wir in die Küche gingen und dort unsere mitgebrachte Torte anschneiden sollten.

Wir setzten uns in die Küche, und Vika und ich unterhielten uns mit Ewhenija über sie und ihren gefallenen Ehemann, über ihre Kinder, über die Wohnung. Ihr Ehemann hatte selbst Kettenhemden hergestellt für Mittelalterspiele. In einer Vitrine in Yaroslavs Zimmer hatte Ewhenija uns zuvor sein Kettenhemd, sein Schwert und seinen Helm gezeigt – beeindruckende Handarbeiten.

Yaroslav kam plötzlich in die Küche, mit Boxhelm und Boxhandschuhen, und zeigte, was für ein toller Kämpfer er ist. Ich spielte eine Weile mit ihm, wir hatten beide Spaß. Ich wollte ihm zwei kleine Boxschläge beibringen, aber es war mir kaum möglich, ihn mal fünf Sekunden zum Zuhören zu bringen, so viel Energie wollte aus ihm heraus.

Wir nutzten eine kleine Pause, um für EuroMaidan e.V. die Summe von 600€ zu übergeben. Ewhenija wusste ja zuvor bereits, wieviel Geld sie als dringend benötigte Unterstützung erhalten würde. Sie füllte die Formulare aus und unterschrieb die Quittungen, und bedankte sich herzlichst und sehr dankbar für diese wertvolle Hilfe.

Sie will damit die Wohnung fertig stellen, damit es den Kindern nicht an Wohnqualität fehlt. Nach etwa einer Stunde Aufenthalt, Torte essen und Tee trinken, und nach angeregtem und immer freundlichem und offenem Gespräch mussten Vika und ich aber langsam aufbrechen. Ewhenija hatte einen Termin, und wir mussten ebenfalls wieder nach Hause. Auch auf uns wartete noch ein Termin.

Sie zeigte uns noch die anderen Zimmer in der Wohnung: ihr eigenes Zimmer und das der Tochter Darina. Hier machten wir auch unser Foto auf dem Sofa. Alle Zimmer sind sauber und soweit wie möglich schon bearbeitet. Die elektrischen Leitungen zu den Deckenlampen wurden schon erneuert, Tapete geklebt, die Fußböden belegt. Es ist aber immer noch einiges an Arbeit zu machen. Besonders das Badezimmer muss eigentlich vollständig erneuert werden. Das ist das nun anstehende Projekt. Wir verabschiedeten uns herzlich.

Ewhenija ist für uns eine freundliche und völlig unkomplizierte junge Frau mit offenem Charakter und feinem Humor. Ich denke, Vika und ich werden sie auf jeden Fall wiedersehen. Wir bedanken uns in Ewhenijas Namen sehr herzlich für die geleistete Hilfe bei allen Spendern. Das Geld wird helfen, ihr und ihren beiden kleinen Kindern eine normale Wohnsituation zu schaffen. Danke!

Wolf Reyscher  im Auftrag von Euromaidan NRW e.V.


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Spendenübergabe an Familie Derkatsch in Krywyj Rih, 18.04.2017 – Bericht 6/2017

Im April war es soweit, meine Reise war geplant, die Koffer sind gepackt.

Am 18. April fuhr ich, (Elena Ykraina) nach Krywyj Rih, dort traf ich mich mit der Familie Derkatsch  – Spendenaufruf 2/2017 und im Auftrag des EuroMaidan-NRW e.V. übergab an die Familie die gesammelte Spende in Höhe von 710,00€

Andrej wollte mich am Bahnhof abholen, aber die Tatjana hatte an dem Tag noch eine zusätzliche Infusion nötig. So bin ich nach meiner Ankunft direkt ins Krankenhaus gefahren.

Es ist schwer, es tut weh die junge Frau so zu sehen. Aber auch die anderen Leute, die mir da über den Weg liefen…

Ich kenn das alles eigentlich, bin da aufgewachsen. Aber es ist trotzdem schockierend und inakzeptabel wie die Krankenhäuser in der Ukraine aussehen und unter welche Bedingungen die Ärzte arbeiten müssen und die Patienten auf gute Besserung hoffen.

Im Krankenhaus konnte ich nur kurz bleiben.

Die haben Eure Spende sehr dankbar angenommen und grüßen jeden einzelnen, der für sie gespendet hat. Das Geld hat diese Familie nötig, die Rechnungen für die Krebserkrankte sind enorm hoch. Trotz die Situation versucht die Familie positiv und soweit es geht fröhlich zu bleiben.

Vielen Dank an Euch alle, ohne Euch wäre es nicht möglich gewesen!


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Spendenübergabe an Svetlana Shepovalova für den Kriegsvollwaisen Mykita Baula – Kyiw, 08.04.2017 – Bericht 5/2017

Ursprünglich waren wir : Svetlana Shepovalova und ich (Wolf Reyscher) zuvor schon verabredet gewesen, aber das erste Treffen war kurzfristig ausgefallen. Glücklicher Weise fanden wir am 08.04.2017, am Tag vor meiner Rückreise nach Deutschland, die Zeit, uns kurz in Kyiv zu treffen. Mit dabei war wieder meine Ehefrau Vika.

Treffpunkt war wie zuvor bei der Spendenübergabe an die Witwe Anastasija Tomilin die UBahn-Station Kreschtschatik. Svetlana wartete schon, als wir quasi auf die Sekunde genau eintrafen. Da sie auch an diesem Tage nicht viel Zeit hatte und Vika und ich auch noch etwas vorhatten, gingen wir in ein nahe gelegenes Cafe, um dort die Übergabe durchzuführen.

Ich bestellte für uns alle Kaffee, während die beiden Frauen uns einen Platz zum Setzen suchten und sich unterhielten. Wir verstanden uns von Anfang an gut, wir waren schon zuvor per Textnachrichten schnell beim „Du“, und die Kommunikation verlief ohne größere Probleme.

Svetlana erschien in Vertretung für den  Kriegsvollwaisen Mykita Baula. Dieser lebt in einem Dorf bei Fastiw im Gebiet Kyiw (siehe Bericht 1/2017 von Noelie Uhlmann) bei seiner Großmutter. Es war Vika und mir nicht möglich, selbst dorthin zu fahren, da wir weder ein Auto zur Verfügung noch die notwendige Zeit für die lange An- und Abfahrt aufbringen konnten.

Svetlana war schon zuvor als Kontaktperson für den kleinen Jungen sehr hilfreich zur Hand und hatte sich gerne bereit erklärt, die Unterstützung des Vereins EuroMaidan NRW e.V. für Mykita anzunehmen und weiter zu leiten. Vika und Svetlana unterhielten sich über die Verwaltungen in der Gebietsadministration des Oblast Kyiv sowie den Ukrainischen Städten Kyiv und Bila Tserkva und über die Bürokratie, die notwendig ist, um Witwen und Waisen offizielle Hilfe zukommen zu lassen. Einfach ist das alles nicht, auch wenn ich nicht alle Einzelheiten verstand.

Nach ein paar Minuten gingen wir zur Aushändigung der Geldspende über. Svetlana Shepovalova erhielt von mir 85€ als Spende an Mykita Baula von dem Verein EuroMaidan-NRW e.V..

Sie zählte das Geld entsprechend meinem Wunsch nach und füllte die vorbereiteten Formulare aus und unterschrieb den Empfang des Geldes für Mykita.

Svetlana wollte entweder noch am selben Tag oder aber am Folgetag zu Mykita und zu seiner Großmutter und das Geld dort bestimmungsgemäß übergeben. Nach Übergabe des Geldes und Erledigung der Formalitäten verließen wir zusammen das Cafe und verabschiedeten uns voneinander, nicht ohne dass Svetlana sich noch einmal persönlich und im Namen von Mykita und seiner Großmutter für die schnelle und unbürokratische Hilfe herzlich bedankte.

Die Quittungen für diese Geldspende und die zuvor an Anastasija Tomilin übergab ich an Noelie Uhlmann am folgenden Tag nach meiner Rückkehr nach Deutschland.

Wolf Reyscher, 23.04.2017


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Spendenaufruf für Familie Derkatsch aus Krywyj Rih – Spendenaufruf 2/2017

Den meisten Opfern in der Ukraine wird geholfen, so gut es eben geht. Sowohl durch ehrenamtlich erbrachte humanitäre Hilfe aus Spenden als auch durch staatliche Unterstützung. Militärische Opfer, Opfer von Anschlägen oder auch zivil Opfer werden soweit irgendwie versorgt.

Es verbleiben aber kostenaufwändige Fälle unberücksichtigt, die durch alle Raster fallen, und so eine Familie kennen wir auch.

Andrej Derkatsch war seit dem Jahr 2015 als Freiwilliger tätig. Er hat u.a. Hilfsgüter gesammelt und an die sogenannte Kontaktlinie (Front im Donbas) in Orte wie Wodjane und Krimske gebracht. Von Juli 2015 bis zum 20. Januar 2016 war er als freiwilliger Rettungssanitäter (парамедик) für die Organisation “Hospitalieri” an der Front tätig. Er hatte auch von uns durch Elena Ykraina Verbandsmaterial und Sachspenden bekommen und weitergeleitet.

Er war permanent im Einsatz, bis ihn die Nachricht von der schweren Erkrankung seiner 37 Jahre alten Frau Tetjana  erreicht hat: Bei ihr wurde Brustkrebs im 3. Stadium (mit Metastasen) diagnostiziert.

Er ist sofort nach Hause zurückgekehrt, um ihr beizustehen und sich um sie und ihren gemeinsamen Sohn zu kümmern. Seit Februar 2016 versuchen sie, die schwere Krankheit zu besiegen, sie hat unzählige Operation (u.a. Amputation einer Brust) hinter sich. Eine Chemotherapie erwartet sie noch, und die damit verbundenen kostspieligen Medikamente können sich nicht mehr leisten.

Das Schicksal dieser Familie hat uns sehr betroffen gemacht, und deshalb bitten wir Euch von ganzem Herzen, die Familie Derkatsch finanziell zu unterstützen. Damit wir alle Spenden richtig einordnen können, gebt bitte bei Spendenüberweisungen unbedingt den Verwendungszweck an.

Herzlichen Dank im Voraus für Eure Hilfe und Unterstützung!


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Spendenübergabe an die Familie Ustimenko am 10.12.2016, Gebiet Kyiw – Bericht 2/2017

Am 05.12.2016 schrieben wir einen dringenden Spendenaufruf für die Familie, den ihr hier nachlesen könnt: Aufruf 9/2016 (dort gibt es auch die Links auf frühere Berichte von Besuchen bei dieser Familie).

Einige Spenden kamen auf das Konto des Vereins, auch noch, während wir uns schon in der Ukraine befanden. So kam ein Spendenbetrag in Höhe von 400,00 € zusammen, den wir am 10.12. an Tetjana übergeben haben.

Tetjana wartete schon auf uns, es war schon dunkel draußen, als wir bei ihr ankamen. Wie immer freundlich wie ein Sonnenschein, empfing sie uns und bot uns sofort Kaffee und Tee an. Dabei erzählte sie uns, was sie noch für die Kinder kaufen möchte und, versprach uns, ein Foto zu senden sobald die Möbel da sind – was sie auch tat.

Es war schön, wieder hier zu sein, wir fühlten uns alle wohl. Tetjana erzählte uns, dass es ihr gut geht. Die Kinder sind gesund, und das ist auch das Allerwichtigste für sie. Sie freute sich, dass Menschen gespendet haben und sie Dinge anschaffen kann, die wirklich wichtig sind.

Sie bedankte sich mehrmals bei allen Spendern aus Deutschland, die sie und ihre Kinder nicht vergessen haben und seit geraumer Zeit unterstützen. Solange wir in der Küche saßen, schrieben, oder besser gesagt versuchten die Mädels, einen Brief an den Hl. Nikolaus zu schreiben. Am Ende musste Tetjana doch helfen, und dann nahm der Helfer des Nikolaus, Oleg Boyko, ihren Brief an sich und versprach, dass er ihn weiterleiten wird.  🙂

Schön, dass die Kinder noch daran glauben können.

Da Alexander und Oleg noch nach Schytomyr zurückfahren mussten, war unser Treffen entsprechend kurz. Wir zahlten Tetjana die Geldspende aus und verabschiedeten uns. Zum Schluss machten wir noch ein paar Fotos für euch, damit ihr seht wie die Familie heute aussieht und lebt.


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Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

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Spendenübergabe an den Kriegsvollwaisen Mykita Baula am 10.12.2016 im Gebiet Kyiw – Bericht 1/2017

Liebe Leserinnen und Leser, über den Vollwaisen, Mykita Baula, habt ihr schon etwas erfahren können durch unseren Spendenaufruf 8/2016, den wir im November 2016 geschrieben haben.

Viele von Euch haben sofort gespendet, und es kam einiges zusammen. Daher haben wir ein Treffen mit seiner Oma Tetjana Detschewa vereinbart, damit wir ihr die Spenden übergeben können.

Am 10.12.2016 fuhren wir, Oleg Boyko, der Fahrer Aleksandr, Klaus H. Walter und ich (Noelie Uhlmann), von Schytomyr in ein Dorf bei Fastiw im Gebiet Kyiw. Dafür möchten wir uns bei Aleksandr und Oleg ganz herzlich bedanken, denn das war eine sehr große Hilfe für uns. Allein und ohne Auto wäre diese Anreise für uns nur schwer zu bewältigen gewesen. Danke!

Und nach einer langen Fahrt über schlechte Strassen durch kleine Dörfer werden wir fündig und kommen endlich an unserem Ziel an.

Tetjana Detschewa (55) stand schon vor dem Haustor und wartet auf uns. Sie empfing uns ganz herzlich und bat uns sofort hinein. Wir schauten uns im Hof zuerst um, da wir nach der langen Fahrt froh, waren unsere Beine endlich etwas bewegen zu können. Sie lebt mit Mykita in einem großen Eigentumshaus. Zudem hat sie ein kleines Grundstück, und überall wo man hinschaut sieht man, dass hier eine Männerhand fehlt. Sie erzählte uns viel und zeigte was ihr verstorbener Mann schon alles geschafft hat, bevor er verstorben ist. Leider müssen hier und da noch weitere Renovierungsarbeiten durchgeführt und das Grundstück müsste gesäubert werden, aber dabei wird ihr bestimmt ihr Sohn helfen und sie unterstützen.

Wir gingen ins Haus, und da kam uns Mykita (6) schon entgegen. Ein ganz süßer Junge, der sehr freundlich und gut gelaunt war. Wir überreichten ihm einen Adventskalender und erklärten, wie er die Türchen öffnen sollte. Der Junge freute sich sehr und bedankte sich für diese kleine Geste.

Ein aufgewecktes Kind, das viel Aufmerksamkeit fordert, einen aber mit einem breiten Lächeln dafür belohnt.

Frau Detschewa fühlte sich mit uns nicht fremd, da wir mehrmals miteinander telefoniert hatten. Allgemein ist sie ein sehr offener Mensch und unterhält sich ohne Hindernisse mit uns. Sie erzählte viel über ihre Tochter und ihren Mann, die sie im Jahr 2015 verlassen haben. Sie erzählte uns auch von Mykitas Vater, der im Jahr 2016 in der ATO-Zone ums Leben kam, das alles schmerzt sie sehr. Sie zeigte uns Fotos und wischte sich ganz schnell ihre Tränen weg, damit Mykita nicht sah, dass sie weinte.

Mykita beschäftigte sich mit Oleg, manchmal kam er zu Oma und zeigte uns auch ein Foto von seiner Mutter, dann wurde er still und ging mit dem Bild weg.

Eins wurde uns sofort klar, diese Familie braucht Hilfe, aber zuerst brauchen sie beide psychologische Hilfe, denn das was alles hier passierte, hinterließ bittere, schmerzhafte Spuren, wodurch auch die Oma Unterstützung benötigt. Diese Hilfe werden sie dank Svetlana Shepovalova auch bekommen, denn sie fand eine Kinderpsychologin, die sich bereit erklärt hat, die Therapie ehrenamtlich ohne Entlohnung fortzuführen. Svetlana ist Kontaktperson für diese Familie, und sie versucht, so weit es geht, den beiden weiter helfen .

Mykita kam wieder zu uns und zeigte uns stolz sein neues elektrisches Auto, das er von einem Spender geschenkt bekommen hat. Ich fragte ihn ob ich auch ausprobieren darf, und sehr freundlich erklärte er mir, wie ich das Auto bedienen sollte. Es machte ihm Spaß, dass sich jemand mit ihm beschäftigte.

Durch eine Volontärin aus Kyiw erfuhren mehrere Menschen von Mykita und seinem Schiksal und haben die Familie auch unterstützt, finanziell, mit etwas an Kleidung und auch ein paar wichtigen Reparaturen im Haus. Frau Detschewa ist sehr dankbar dafür.

Demnächst wird der Junge in Kyiw untersucht, und es wird richtig geschaut, was mit ihm los ist und wie man ihm weiterhelfen kann. Svetlana versucht, das Alles zu regeln, damit sie dafür kein Geld zahlen müssen. Ein großartiges Engagement, welches ich persönlich sehr loben möchte!

Mykita hatte ein Gedicht auswendig gelernt, welches er uns unbedingt vorführen möchte und so hören wir ihm alle zu und nehmen ein kurzes Video auf. Wir wünschen euch viel Spass beim Zuschauen.

Kriegsvollwaise Mykita Baula aus dem Gebiet Kyiw am 10.12.2016

Tetjana Detschewa bekam für Mykita den gesammelten Spendenbetrag in Höhe von 560,00€ ausgezahlt.

Sie versprach, dass sie das Geld für ihn gut verwalten wird, und bedankte sich ganz herzlich bei allen Spendern für diese großartige Unterstützung.

„Vorher wusste ich nicht, wie ich all diese Probleme bewältigen sollte, ich fühlte mich so allein, aber jetzt merke ich, ich bin nicht allein, Mykita ist nicht allein! Richten sie bitte großen Dank an all die Menschen aus!“

Die Zeit verging viel zu schnell, denn wir mussten leider schon wieder los, weiter nach Kyiw, wo wir noch ein weiteres Treffen mit einer Kriegswitwe vereinbart hatten. Und so verabschiedeten wir uns. Tetjana Detschewa war sehr traurig darüber, weil sie extra Borschtsch gekocht hatte und dachte, dass wir alle zusammen essen würden. Es tat uns unheimlich leid, aber wir mussten los…

Draußen sahen wir, dass Mykita im Fenster sitzt und uns zum Abschied zuwinkt.

Eine tolle Familie, leider aber haben sie noch einen langen Weg vor sich, bis alle bürokratischen Hürden überwunden sein werden. Aber mit so vielen tollen Menschen um sich herum werden sie es bestimmt schaffen. Wenn Ihr die Familie weiterhin finanziell unterstützen wollen, nutzen Sie bitte den unten angegebenen Verwendungszweck, damit wir sehen, dass eure Spende für Mykita bestimmt ist.


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