Spendenübergabe an die Witwe Ewhenija und ihre zwei Kinder in Bila Zerkwa, 6.10.2014 – Bericht 3/2014

Die Reise beginnt sofort, nachdem wir aus dem Flugzeug in der Ukraine ausgestiegen waren. Wir packten die mitgebrachten Taschen in das uns zur Verfügung gestellte Auto und fuhren auch sogleich los. Nach ca. eineinhalb Stunden kamen wir am Zielort an und trafen uns mit einer jungen Frau Namens Ewhenija, 29, die zwei total süße Kinder hat. Sie ist sowohl Witwe als auch Flüchtling. Früher lebte sie mit ihrer Familie und Schwiegereltern in Donezk. Auf Grund des Krieges musste sie von dort fliehen, was ihr auch gelang. So kam sie an einem neuen Wohnort an, an dem man keine Schüsse und Granaten Explosionen hören muss. Ihr Mann blieb zurück, um das ukrainische Land vor den Separatisten zu verteidigen, die ihm sein Land und seine Familie nehmen wollten.

Ewhenija  ist eine sehr zierliche Frau die sich liebevoll um ihre Kinder kümmert, und das konnte man auch am Verhalten ihrer Kinder merken. Die Kinder waren offen und hatten keine Angst vor uns. Da Ewhenijas Tochter dieses Jahr eingeschult wurde, freute sich ihre Tochter sehr über die neue Schultasche die wir ihr mitgebracht haben. Der kleine zweijährige Sohn zeigte uns seine Spielzeugautos und wir ihm die Spielsachen, die wir für ihn mitgebracht haben.

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Natalia spielte mit den Kindern, als ich mit der Mutter die bürokratischen Dinge abwickelte. Ewhenija  ist auf sich allein gestellt, denn ihre Eltern und Schwiegereltern sind in Donezk geblieben und können von dort nicht fliehen. Dies macht sie sehr traurig, da es nicht einfach ist, mit zwei kleinen Kindern klar zu kommen. Aber sie macht das wirklich gut und schlägt sich tapfer. Man kann ihr nicht lange in die Augen schauen, weil die einen tief reinziehen, und dort kann man den ganzen Schmerz einfach nicht übersehen. Sie hat sich wirklich über die Sachspenden gefreut. Alles hat ihr und den Kindern wie angegossen gepasst.

Dankeschön an all die die gespendet haben, denn so konnten wir ihr den Betrag von 500.- € übergeben.

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Ewhenija  bleibt bis auf weiteres im Programm, das heißt dass wir alle sie bis auf weiteres unterstützen müssen. Denn arbeiten kann sie nicht, weil sie erst einmal all ihre Papiere wiederherstellen muss. Der Sohn ist noch viel zu klein, um in den Kindergarten zu gehen, und zudem braucht er seine Mutter noch sehr.

Sie lebt sehr arm und hat keine eigene Wohnung. Die kleine Wohnung, in der sie mit ihren beiden Kindern wohnt, hat ihr jemand für ein Jahr kostenlos zur Verfügung gestellt. Wie es nun weiter gehen soll, weiß sie selber noch nicht. Finanzielle Unterstützung von staatlicher Seite hat sie bisher noch nicht bekommen. Weder Sozialhilfe als Flüchtling noch Witwenrente. Natürlich wird viel geredet, aber nichts wird getan.

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Sie braucht euch und uns, um irgendwie weiter zu kommen, um ihr irgendwie nur halbwegs etwas zurück zu geben, was ihr mit dem Tode ihres Mannes und dem Verlust des Friedens so tragisch und gewalttätig entrissen wurde. Wir zusammen können ihr vieles geben, nur können wir ihr leider ihre Erinnerungen nicht nehmen, die sie an das eine erinnert, wenn sie ihren süßen Sohn anschaut. Nämlich den Verlust ihres geliebten Mannes, dem der Kleine so ähnlich sieht. Denn den liebevollen, ruhigen und lustigen Mann können wir ihr leider nicht zurückgeben.

Ich soll euch allen ihr herzliches Dankeschön ausdrücken.

Bis auf weiteres bleibt sie, wie gesagt, im Programm und hofft auf weitere Unterstützung von uns und euch allen.

Vielen Dank an alle.



Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung – Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Herzlichst

Eure Noelie Uhlmann, Natalia Likhacheva und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

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Spendenübergabe an die Witwe Nadija in Wolodymyr-Wolynskyj, 12.08.2014 – Bericht 2/2014

Unsere Volontärin Iryna hat bei diesem Besuch den Betrag von 900.- Euro, Sachspenden und 600.- Hrywnja an die Witwe Nadija übergeben:

„Am 12.08.14 haben wir uns zusammen mit den Kindern auf den Weg gemacht nach Wolodymyr-Wolynskyj, um Nadija mit ihren zwei süßen Mädchen zu besuchen.

Es war zum Glück nicht so heiß, zwischendurch hat es geregnet, was uns unsere fünfstündige Fahrt (auf den ukrainischen Straßen!) sehr erleichtert hat.

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Gegen Mittag standen wir dann vor dem Haustor, Nadija kam uns dann entgegen. Eine sehr nette, freundliche und herzliche Frau! Ich hatte das Gefühl, als würde ich sie schon ewig kennen.

Nach so einem großen und schmerzhaften Verlust wüsste ich nicht, ob ich mich auch so verhalten könnte. Sie bleibt sehr tapfer!

Sie lebt momentan mit ihrer Mutter und zwei Töchtern (Julia, 5) und Wioleta (1 Monat) in einem winzigen Häuschen mit zwei Zimmern, die auch sehr klein sind. Aber sie beschwert sich nicht.

Der Verlust ihres Mannes hat ihr Leben durcheinander geworfen, da er der einzige Geldverdiener in der Familie war.

Ihre Mutter hatte uns viel über Igor erzählt, über seine Einstellung zu der Situation in der Ukraine, über seine Aussage „Wenn nicht ich, wer dann?“

Er hat sich als Freiwilliger zum Militärdienst gemeldet und wurde direkt an die Front geschickt. Trotz der widrigen Bedingungen im Einsatzgebiet (Wassermangel, kaum zu Essen..) hat er in keinem Telefonat seiner Frau gegenüber gemeckert oder den Sinn des Einsatzes angezweifelt. Er war ein Patriot seines Landes und diente aus Überzeugung.

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Über die finanzielle und materielle Unterstützung hat sich Nadja sehr gefreut und sich mehrfach bei euch bedankt. Ihre Mutter bedankte sich unter Tränen und mit den Worten: „Gott möge euch beschützen und euch das hundertfach zurückgeben!“

Sie sind sehr stolz auf ihn!

Alles zusammengefasst, war dies ein sehr freundlicher und herzlicher Besuch, und wir freuen uns auf das nächste Mal!

Wir müssen solche Menschen unterstützen!!!! “


Der Vater Igor (geb.: 30.08.1984 – 29 Jahre) wurde am 28. Juni 2014 während eines militärischen Einsatzes im Osten der Ukraine von Separatisten getötet.

Diese schreckliche Nachricht über den Tod ihres Mannes erhielten seine hoch schwangere Frau Nadija (geb.: 1986) und die fünfjährige Tochter Julia (geb.: 13.07.2009).

Am 2. Juli fand die Beerdigung statt.

Am 3. Juli brachte Nadija ein bezauberndes Mädchen Wioleta zur Welt.


Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung – Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Herzlichst

Euer Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe an die Witwe Jewhenija und ihre Tochter Saschenka, 30. Juni 2014 – Bericht 1/2014

dorbo3Jewhenija, 27, ist die Ehefrau des gefallenen Soldaten Rodion. Sie haben eine gemeinsame fünfjährige Tochter Saschenka, die den Kindergarten besucht. Jewhenija ist trotz allem berufstätig, um das Kind kümmert sich ihre bei ihr wohnende Mutter.
Am 17. Juni gingen die 40 Tage unmittelbarer Trauerzeit nach dem Tod von Rodion bei Mariupol am 9. Mai 2014 vorbei.

Rodion Kostantinowytsch D. (geboren am 30. Oktober 1984 in Kyiw, Ukraine – gefallen am 9. Mai 2014 bei Mariupol, Ukraine) war Soldat bei den Truppen des Innenministeriums im Patrouillendienst mit besonderen Polizeiaufgaben im Bataillon Asow.

Er hatte am Euromaidan teilgenommen, war Teil des Automaidan und hatte sich freiwillig an die Front gemeldet, um das Land gegen die russische Invasion zu verteidigen. Bei einem Angriff auf die Innenministeriumstruppen wurde er am 9. Mai 2014 bei Mariupol getötet. Er ist auf dem Baikowe-Friedhof in Kyiw beigesetzt. Er hinterlässt seine Ehefrau und eine fünf Jahre alte Tochter.

Am 20. Juni wurde er posthum für seinen persönlichen Mut und sein Heldentum bei der Verteidigung der nationalen Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine und seiner Loyalität gegenüber seinem militärischen Diensteid während des russisch-ukrainischen Kriegs mit dem Orden „Für Mut» III. Grades ausgezeichnet.

dobro1Am 30. Juni 2014 wurde die Geldübergabe seitens des Vereins Euromaidan NRW e.V. durchgeführt, Jewhenija erhielt 450.- Euro und hat sich ganz herzlich für Eure Hilfe bedankt.

Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

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Herzlichst

Euer Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”