Spendenübergabe an Witwe Switlana und ihre Töchter, Kyiw, 13.10.2014 – Bericht 14/2014

Vor ein paar Tagen haben wir einen Termin ausgemacht, da war ich natürlich auch da, so wie es besprochen wurde. Über diese Frau habt Ihr noch keinen Spendenaufruf gelesen, weil wir sie selber vorher nicht kannten. Als wir mit Natalia in Kyiw waren, besuchten wir George Tuka, weil Tatjana Cherepashchuk ein Päckchen für ihn vorbereitet hatte und wir es ihm brachten, saßen wir bei ihm im Büro und ich fragte ihn nach Witwen die dringend Hilfe brauchten. Er sagte Moment, rief jemanden an, machte sich Notizen während er sprach und reichte mir nach einer Weile einen Zettel mit einem Namen und einer Nummer. Er sagte, dass wir dort vielleicht helfen können, ihr Mann war sehr guter Mensch, er kannte ihn persönlich. Und so kam es dazu, dass wir eine Frau mal ganz spontan aufgenommen haben.

Ich bin natürlich feige, ich rief sie nicht an, das hat Natalia erledigte. Komisch, wenn ich alleine bin, kann ich oder versuche etwas zu machen, aber wenn jemand dabei ist, bin ich feige. Na ja… Danke an Natalia.

Der Termin war für 19 Uhr ausgemacht, also fuhr mich meine Bekannte Ljudmyla dorthin – vielen lieben Dank an dich.

Switlana war schon zu Hause und wartete auf mich. Sie bat uns sofort herein, und wir betraten die Küche. Ja, in die Küche, die Wohnung ist stark renovierungsbedürftig, und man kann nur in der Küche sitzen, oder im Schlafzimmer, wo sie mit ihren beiden Töchtern schläft.

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Das Bild ihres Mannes stand auf dem Tisch, so dass man ihn nicht übersehen konnte. Ich schaute mir das Foto an, und währenddessen gingen mir Tausende Gedanken durch den Kopf. Ich kannte sein Gesicht, ja genau, dass ist doch der Mann, über den ich gelesen habe. Er wurde vermisst und einen ganzen Monat lang gesucht.

Meine Bekannte verstand die Situation sehr gut, sie nahm die beiden Kinder und ging mit Ihnen ins gemeinsame Schlafzimmer, damit ich mit Switlana eine Weile allein sein konnte. Sie erzählte mir, wer ihr Mann war. Er war ein Mann, der noch nie zuvor etwas mit der Armee am Hut hatte, aber als der Krieg ausbrach, konnte er einfach nicht zuhause bleiben. So tat er alles dafür, dass ihm erlaubt wurde, seine Heimat zu verteidigen. Er war der Meinung, dass kein Mann zuhause sitzenbleiben darf. Die Männer müssen da sein, wo sie gerade gebraucht werden. So ging er an die Front – und kam nie mehr wieder zurück. Das war aber anscheinend nicht genug Leid, denn seine Frau konnte einen ganzen Monat lang nicht herausfinden, wo er war. Wo seine Leiche lag, um ihn wie einen Christen zu beerdigen. Einen ganzen Monat … Man muss sich das mal vorstellen.

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Einen Monat lang wendete sie sich überall hin und suchte verzweifelt nach Ihrem Mann – und hoffte dabei, dass er doch noch lebt. Jedoch tief in ihrem Herzen ahnte sie die Wahrheit schon längst. Eines Tages wurde ihr dann doch mitgeteilt, dass ihr Mann nicht mehr am Leben ist. Mit großer Mühe und viel Hilfe ist es ihr letztendlich noch gelungen, den leblosen Körper ihres Mannes nach Hause zu holen um ihn ehrenhaft zu beerdigen.

Ihre Töchter können den Verlust einfach nicht verarbeiten, die eine staut den Schmerz in sich hinein, und die andere wacht von Albträumen verfolgt und weinend in der Nacht auf. Die Kinder sind groß und können es wirklich verstehen, was passiert ist, das ganze Leiden haben sie auch live miterlebt. Warum müssen diese unschuldigen Kinder leiden? Warum dürfen Politiker so etwas Grausames anstellen?? Warum kann sie keiner stoppen? Diese Kinder sind unsere Zukunft, geht man so mit der Zukunft um?

Ein Kind ist ein Geschenk Gottes, das man schützen muss, denn es ist das Heiligste in unserem Leben das wir jeh bekommen können.

… Und so saßen wir, tranken Kaffee und unterhielten uns weiter. Switlana arbeitet in Teilzeit, zum Glück verstehen ihre Kollegen sehr gut, in welcher Lage sie sich gerade befindet und dass die beiden Töchter sie so dringend und umfangreich brauchen, daher darf sie weniger arbeiten und verbringt den Nachmittag mit den beiden.

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Dann kamen wir zum Thema Spenden und führten die Übergabe von 500 Euro durch. Leider hatte ich keine Sachspenden mehr dabei, alles war weg, und ich fühlte mich schlecht, dass ich nichts dabei hatte. Aber dann erinnerte ich mich, dass ich noch ein nagelneues Paar Schuhe hatte. Ich fragte Switlana nach ihrer Schuhgröße, und sie sagte 39, so wurde kurz entschieden, dass die Ljudmyla nochmal kurz vorbei kommt und die Schuhe hier abgibt, weil ich wieder weiter nach Schytomyr musste.

Bevor wir gingen, durfte ich mich in der Wohnung umsehen, die Bilder werden hier gepostet. Aber schaut euch das Flur Bild an, seht ihr das?

Die Schuhe ihres verstorbenen Mannes stehen da, als ob sie ihn jeden Moment zurück erwartet, als ob er gleich rein kommt. Sie stehen da ungeputzt herum, als ob er sie vor kurzem ausgezogen hat. Sie stehen da, aber sie werden nicht mehr angezogen von ihm, das brach mir das Herz. Ich merkte wie die Tränen meine Augen füllten, und sofort verstand ich, dass ich sofort gehen muss, weil das nicht gut wäre, wenn ich jetzt hier anfange zu weinen. Ich bin hier um Hoffnung und Stärke zu verbreiten. Das wäre nicht möglich, wenn ich meinen Emotionen Vorrang lassen würde und selber daran zerbrechen würde.

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Ich verabschiedete mich und versprach Switlana, dass ich schaue, was wir in Deutschland machen können und versuchen Sachspenden zusammen bekommen. Die Übergabe wird dann Ljudmyla durchführen weil die beiden Frauen sich jetzt kennen und zwischendurch miteinander telefonieren . So entstand durch die Begleitung an dem Tag vielleicht sogar eine nette Bekanntschaft , wer weiß


Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

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Herzlichst

Eure Noelie Uhlmann und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

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“Hotel Schytomyr” – Unterkunft für Inlandsflüchtlinge, 8.10.2014 – Bericht 12/2014

Natürlich konnten wir daran nicht einfach vorbei gehen , denn wir wollten unbedingt auch wissen, wie die Dinge dort standen. Wir betraten das Gebäude, welches aus uralten Zeiten stammt. Eine junge Frau von etwa 30 Jahren wartete unten auf uns und erzählte, dass hier momentan über 300 Flüchtlinge leben, die alle aus Donezk oder Luhansk geflohen sind, darunter 112 Kinder. 2-3 Etagen sind ausschließlich für die Flüchtlinge bestimmt. Über den Zustand des Hotels muss ich nicht viel schreiben, ihr seht die Bilder. Ich weiß überhaupt nicht, wie man das als Hotel bezeichnen und für einen Aufenthalt noch Geld verlangen kann.

Sie erzählte uns, dass pro Familie nur ein Zimmer zur Verfügung steht, und dass es egal ist, wie viele Familienmitglieder da sind. Also leben in einem Zimmer bis zu fünf Personen. Eines der Zimmer durften wir betreten: Eine Mutter mit 3 Kindern lebt auf engstem Raum, sie war gerade beim Salatschnippeln. Ihr Sohn hatte Geburtstag. Was macht man, wenn man so was hört? Natalia und ich holten jeweils 20€ raus und gaben die 40€ der Frau. Sie wollte das Geld nicht annehmen und wenn sie es nimmt, dann nur mit anderen Familien teilen. Wir haben aber darauf bestanden, dass sie zuerst etwas für den Jungen kauft. Sie war sehr gerührt, und Tränen standen in ihren Augen.

Ich machte mich auf dem Weg zum Ausgang . Ich musste da einfach sofort raus, denn es war mir zu viel. Und so kamen die Anderen mir auch hinterher, und wir gingen weiter. Wir wollten eine Frau besuchen, die gerade vor zwei Wochen ihr Baby bekommen hat, aber leider waren wir zu spät. Die Frau ist mit ihren zwei Kindern zurück nach Donezk gefahren, weil sie es nicht mehr aushalten konnte, Flüchtling zu sein. Immer um Hilfe bitten und in der Hilflosigkeit zerissen zu werden. In Donezk hatte sie eine Wohnung, und so fuhr sie dann dahin zurück, wo sie wenigstens ein eigenes Dach über dem Kopf hat. Das war genug für mich, und wir gingen nach unten, um die Küche anzuschauen. Gerade haben ein paar Menschen etwas gegessen, also kam ich von hinten etwas näher heran und schaute in die Teller rein.

Sorry Leute, aber ich könnte vor Wut schreien: Tiere in Deutschland werden tausendmal besser ernährt! Ich übertreibe nicht, und ich mache hier auch kein Theaterspiel, denn es ist so wie ich es hier beschreibe: Die Menschen bekommen nur ein mal am Tag etwas Warmes. Zusammengestelltes Zeug, das man nicht als Essen bezeichnen kann oder darf: Etwas flüssiges, graues, klebriges Zeug. Dazu Reis und eine Tasse Tee. Das teilen sich die Menschen für den ganzen Tag ein. Wie soll man einem Kind erklären, dass es nur das zum Essen gibt? Zum Glück gibt es doch noch nette Menschen, und die bringen mal Brot oder Tee oder noch etwas anderes vorbei, und die Flüchtlinge teilen das alles gerecht untereinander auf.

Wir standen noch in der Eingangshalle, als ein Junge rein kam und auf unsere Begleiterin zuging. Das war ihr Sohn, der neun Jahre alt ist. Draußen war es kalt, und er hatte keine Jacke an. Er hatte keine, weil alles in Donezk geblieben ist. Wir, Natalia und ich, holten wieder unsere Geldbörsen heraus, gaben der Frau 40€ und sagten, sie solle dem Jungen eine Jacke kaufen. Sie fragte, wem sie die Quittung zeigen soll, als Beweis, dass sie die Jacke gekauft hat. Aber dann fing sie an zu weinen. Oleg schaute mich an und sagte, dass sie eigentlich sehr stark sei und dass er sie noch nie hat weinen sehen. Das war mir zu viel und zu schmerzhaft, denn ich kann das Wort „Quittung“ einfach nicht mehr hören. Ich verabschiedete mich blitzschnell und floh aus diesem Haus raus. Einfach raus an die frische Luft. Wenn ich das jetzt schreibe, stehen mir die Tränen immer noch in den Augen und ich muss mit mir selber kämpfen, um diesen Bericht zu Ende zu bringen. Wie viel Elend, Armut, Tränen, zerrissene Familien – und ich könnte es weiter so aufzählen – hat dieser Krieg mit sich gebracht? Wie viel Hilfe sie brauchen, einfach auch nur ein nettes Wort oder eine Umarmung…


Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Opfer der Kriegshandlungen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

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Eure Noelie Uhlmann, Natalia Likhacheva und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

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Spendenübergabe an Witwe Switlana, Obl. Schytomyr, 7.10.2014 – Bericht 5/2014


Der Tag fing früh an, um genauer zu sein, um 06:00 Uhr morgens. Natalia, Ilja (unser Fahrer) und ich trafen uns mit Oleg um 09:00 Uhr am Busbahnhof, wo wir abermals alle Taschen umsortieren mussten. Als das erledigt war, fuhren wir mit zwei Autos los.

Als wir an unserem derzeitigem Ziel ankamen und vor der Türe standen, konnten wir nicht sofort rein, denn alle wollten erst einmal rauchen. Ich denke mal, dass wir alle etwas Zeit schinden wollten, um uns geistig sowie auch seelisch ein wenig vor zubereiten. Bevor ich es vergesse, Oleg – unser Volontär aus Schytomyr, brachte eine Journalistin mit. Ich weigerte mich, ein Interview zu geben, aber Oleg meinte dass die ukrainische Regierung schon wissen soll, dass das eigene Volk auf Hilfe von anderen warten muss. Uns so saßen wir dann also alle im Auto und gaben ein kleines Interview darüber, wer wir sind, was wir tun und wie wir es tun. (Der ukrainischsprachige Artikel von Julia Demus hier)

Wir werden zwei Tage im Schytomyrer Gebiet verbringen.

Zuerst besuchten wir ein Frau Namens Switlana. Als ich vor drei Monaten über sie schrieb, war sie schwanger. Meines Wissens nach, würde ich das Baby gleich kennen lernen.
Nach langem Hin und Her trauten wir uns endlich anzuklopfen. Switlana öffnete uns die Türe und ließ uns eintreten. Der erste Eindruck : Die Frau schläft kaum und braucht dringend Hilfe. Ihre Augen waren vom Weinen total geschwollen. Sie sprach nur sehr leise, und eigentlich war nur ihr Körper anwesend, aber nicht ihre Seele.

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Wir fragten nach ob sie das Baby schon geboren hat. Sie bejahte dies und ließ uns die bezaubernde, kleine Inessa ansehen, die gerade mal zwei Wochen alt war. Die große Tochter (12) und der Sohn (4) waren auch zuhause.

Zuerst packten wir die Sachspenden aus, und erklärten der großen Tochter, was für wen war. So konnten wir uns nebenbei auch ein wenig mit ihr unterhalten. Sie macht sehr viel im Haushalt und kümmert sich auch um ihren kleinen Bruder. Sie ist all die Unterstützung die ihrer Mutter noch geblieben ist. Dieses Mädchen, so schmal und zerbrechlich, ist selbst noch ein Kind, trägt aber schon jetzt die schwere Last eines Erwachsenen.

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Während dessen raste der kleine Rabauke durch die ganze Wohnung um alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Natalia nahm sich ihm an damit ich mich zunächst auch mit Switlana unterhalten konnte.

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Zuerst war es ihr unmöglich zu reden, denn ihr ganzer Körper wurde von heftigen Weinkrämpfen regelrecht durchschüttelt. Was sollte ich tun? Was sollte ich dieser armen Frau nun nur sagen? Also tat ich das einzige das man in gegebener Situation nur tun kann. Ich nahm sie in meine Arme und lies sie weinen und trauern. Als sie nach und nach etwas ihrer Fassung wieder erlangte, versuchte sie mir über ihren Mann zu erzählen, aber sie brauchte einfach noch mehr Zeit. Aber eines war schon schmerzlich offensichtlich, nämlich dass sie ihren verstorbenen Mann über alles liebt. Nach und nach bekam sie ihre Trauer wieder etwas besser unter Kontrolle und erzählte mir wie lieb er war, dass er weder rauchte, noch Alkohol trank. Er kam immer direkt nach der Arbeit nach Hause und kümmerte sich liebevoll um seine Familie, denn das ist alles wofür er lebte. Sie kann und möchte es einfach noch nicht akzeptieren dass ihr Mann nie wieder Heim kehren wird.
Sie verstand es einfach nicht und fragte immer und immer wieder: Warum musste es mein Mann sein? Warum? Warum wenn er doch ein so guter Mann war?

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Aber zum Glück wachte dann Inessa auf und wendete dadurch das Gespräch etwas ab. Ich fragte ob ich die kleine halten durfte und Svitlana gestattete es mir. Ich wollte das kleine, winzige und süße Wunder ehrlich gesagt nicht wieder loslassen. Die kleine Inessa sieht ihrem Vater sehr ähnlich, daher jedes Mal wenn Svitlana ihre kleine Tochter ansieht, muss sie erneut weinen. So sagte Switlana es mir später.

Diese Frau ist seit dem Tode ihres Mannes einfach nicht mehr vollkommen. Das Schicksal war zu hart für diese Frau, denn das Schicksal traf Svitlana nicht nur ein mal, sondern schlug direkt gleich zwei mal zu. Erst musste sie ihren Vater zu Grabe tragen, nur um kurz darauf die Mitteilung über das Versterben ihres über alles geliebten Ehemannes, entgegennehmen zu müssen. Und als ob das noch nicht genug war, wurde das Grab ihres Mannes auch noch geschändet und in Brand gesetzt und musste demzufolge wieder neu hergerichtet werden. Wie soll das alles eine hochschwangere Frau verkraften ? Aber Switlana hat es dennoch geschafft und sich dabei bisher sehr tapfer geschlagen. Da stellt sich mir ernsthaft die Frage: Würde ich an ihrer Stelle alles so wie sie bewältigen können?

Switlana ist eine sehr ruhige Person. Sie hat studiert und schmiedete einst auch große Pläne. Jedoch wurde all dies durch die grausamen Schicksalsschläge zerstört. Ich kann nur hoffen, dass sie irgendwann innere Ruhe finden kann um dort weiter zu machen, wo sie einst aufhörte. Denn, es wäre echt schade wenn das Talent einer so klugen Frau, der Öffentlichkeit gegenüber verborgen bleiben müsste. Derzeitig denkt sie nur an ihre Kinder und an ihren verstorbenen Mann. Sie wiederholt immer und immer wieder dass sie hofft ihre Kinder bleiben gesund. Leider schmiedet sie seit jener verhängnisvollen Mitteilung keine Karriere Pläne mehr. Dieser Krieg nahm ihr alles und zerstörte nicht nur ihr Herz, sondern auch ihre Zukunft. Es stellt sich mir auch die Frage, Warum?
Wisst ihr was aber ganz schlimm ist? Da zu sein und zu wissen dass man überhaupt nichts tun kann um zu helfen. Was wird dieser Frau helfen? Ist es nicht die Zeit, die alle Wunden heilen soll?

Es tut mir leid, wenn ich beim Berichten etwas persönlicher werde, aber ich kann und möchte auch nicht schweigen. Ich möchte dass ihr seht, lest und vielleicht auch ein wenig nachempfindet, von welch brutalen Schmerzen die Herzen dieser Frauen, die ihre Männer verloren und immer noch verlieren, heimgesucht werden. Heimgesucht von Schmerzen die kaum noch ertragbar sind, dennoch aber gezwungen zu sein weiter zu kämpfen, gezwungen zu sein all den Schmerz vor den eigenen Kindern zu verbergen damit sie die Verzweiflung nicht zu sehen bekommen die ihrer Mütter innewohnt.

Während unserem Besuch, musste ich mehr als einmal hart daran arbeiten meine Gefühle zu unterdrücken und versuchen abzublocken, um ein wenig Distanz von meinen persönlichen Gefühlen, bezüglich des Leides das ich dort sah, zu gewinnen. Ich schaffte es auch nur gerade eben, aber meine Kollegin Natalia konnte es nicht, welches mir nur noch mehr weh tat und die Situation umso schwieriger machte. Deshalb verließen wir Svitlana dann auch obwohl wir eigentlich noch nicht gehen wollten.

Ich weiß nicht ob es mir irgendwann möglich sein wird, ob ich bereit sein werde, euch allen die ganze grausame Geschichte, die traurigen Erlebnisse, die herzzerreißenden Gefühle und Eindrücke mitzuteilen. Aber ich denke nicht, denn es ist einfach zu schwierig so viel Kummer, Leid und Schmerz zu verarbeiten. Ich möchte mir nicht vorstellen müssen eine dieser Frauen zu sein, wenn dies alles mich schon als sozusagen, unbeteiligte, so derbe mitnimmt.

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Switlana erhielt eine Geldunterstützung in Höhe von 600.- Euro aus Euren Spendenbeiträgen sowie die oben erwähnten Sachspenden.


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Noelie Uhlmann, Natalia Likhacheva und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe an Witwe Elena und ihre Drillinge, Oblast Kyiw, 6.10.2014 – Bericht 4/2014

(Информация на русском языке расположена ниже)

Am Abend des 6. Oktober fuhren wir nach dem Ausflug nach Bila Zerkwa (siehe Bericht 3/2014), zu Elena, die in einer Siedlung in der Nähe von Kyiw wohnt.

Sie hat drei „gleiche“ Jungen (Drillinge) im Alter von 11 Jahren: Swjatoslaw, Maxim und Oleg. Ehrlich gesagt, waren wir besorgt, nicht rechtzeitig anzukommen, denn Kinder sollten nicht zu spät aufbleiben müssen, um auf uns  zu warten. Unsere Aufregung war umsonst. Als wir ankamen, war das Leben in der Wohnung in vollem Gange, denn die Kinder hatten Ukrainischunterricht. Sie lernen zu Hause und besuchen keine Schule. Einer der Jungen wurde krank und konnte deshalb nicht zur Schule gehen. Daraufhin begann seine Mutter mit ihm zu Hause zu üben, und die zwei Brüder haben auch damit angefangen. Sie lernen nun zu Hause genau wie in der Schule in verschiedenen Fächern und danach machen sie die Prüfungen. Sie haben „Satschotki“ [Зачётки]. (Für unsere deutschen Freunde: Satschotka – das ist so ein besonderes Heftchen, in dem während des Studiums die Noten für die Prüfungen aufgeschrieben werde – ein Zeugnisheft).

Es war eine wunderbare Familie. Mutter war beschäftigte sich zu Hause mit der Familie und den Kindern, während der Vater sich um alles andere kümmerte. Es ist jetzt auch noch eine wunderbare Familie, aber … ohne Vater. Denn der Vater wurde umgebracht.
Vor seiner Ermordung war er ein Offizier, der sich geweigert hatte, die Demonstranten damals in Vilnius auseinanderzujagen. Dafür wurde er aus der Armee entlassen. Nach seiner Entlassung aus der Armee absolvierte er das Polytechnische Institut in Kiew. Er hat einen neuen Job gefunden. Er hat sich für Kosakenkampfsport interessiert und unterrichtete daher in seiner Freizeit Kinder und Jugendliche. Ein großartiger Mensch, Vater und Ehemann. Jetzt, nach seinem Tod, hilft die Kosakenbruderschaft seiner Familie ein wenig. Vor ein paar Jahren bekam die Familie eine Drei-Zimmer-Wohnung, aber die notwendigen Reparaturen wurden nicht gemacht. jetzt möchten diese Jungs die Wohnung für die Familie reparieren. Im Allgemeinen sind sie sehr hilfsbereit, rufen oft an und kommen häufiger auf einen Besuch vorbei.

Als wir die Wohnung betraten, wurden wir sehr herzlich und freundlich begrüßt. Und sofort wurden uns die Fotos des Vaters gezeigt. Sie stehen auf dem Tisch in einem Zimmer. Hier liegen auch seine Auszeichnungen und Ehrungen. Ehrlich gesagt, ist es kaum möglich die Geschichten der Frauen ohne Tränen anzuhören. Sie sprechen über ihre Ehemänner so lebendig, als ob sie in einer halben Stunde wieder zurück kämen.

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Wir haben die drei Jungen kennengelernt. Zwei von ihnen wurden nach den Kiewer Fürsten Oleg und Swjatoslaw benannt und der dritte hat einen „modernen“ Namen, Maxim. Alle drei spielen ein Musikinstrument: Klavier, Akkordeon und Flöte. Sie spielten uns vor … Lena fragte uns, ob wir helfen könnten, ein spezielles Akkordeon mit Knöpfen in Deutschland zu kaufen. Es ist ihr nicht möglich, ein neues Akkordeon in Kyiw zu kaufen, da es sehr teuer ist. In Deutschland sind sie zwar auch teuer, aber ein gebrauchtes wäre schon billiger. Sie lebten bescheiden vor dem Tod des Vaters, aber jetzt noch mehr. Daher war die von uns gebrachte Hilfe nicht überflüssig. Wir gaben den Kindern 600,00 € und packten Kindersachen für die Jungs aus den beiden Taschen heraus. Obwohl sie „gleich“ aussehen, tragen sie unterschiedliche Kleidung. Also war es kein Problem, dass wir nichts in dreifacher Ausfertigung dabei hatten.

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Lena und die Jungs waren sehr dankbar dafür und haben uns gebeten, allen Projektteilnehmern ihren herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit auszurichten. Und ich möchte sagen, sie waren angenehm überrascht, dass wir in Deutschland von ihnen wissen und an sie denken. Sie haben es nicht erwartet.


Вечером 6-го октября после поездки в Белую Церковь мы поехали к Елене, которая живёт в посёлке под Киевом. Там три „одинаковых“ мальчика (тройняшки) 11 лет. Честно говоря, волновались, успеем ли приехать не слишком поздно, так как дети не должны нас допоздна ждать. Волнения наши были напрасны. Когда мы приехали, жизнь в квартире кипела, у детей было занятие по украинскому языку. Они учатся дома. Один из мальчиков болен и поэтому не мог посещать школу, мама начала заниматься с ним дома, а двое братьев присоединились к этим занятиям. Всё как в школе, только занятия дома по разным предметам, а потом экзамены. И у них „зачётки“ есть. (Для немецких друзей: „Зачётка“ – это такая специальная книжка, в которую записываются оценки за время учёбы.) Это была чудесная семья, мама занималась домом, семьёй, детьми, а папа всем остальным. Это и сейчас чудная семья, но … без папы. Папа погиб. Он был профессиональный военный, который в своё время отказался выполнять приказ о разгоне демонстрации в Вильнюсе, за что был уволен из рядов Советской Армии. После увольнения из армии он закончил политехнический институт в Киеве. Без работы он не остался. А в свободное время занимался сам и с детьми и подростками казацкой борьбой. Прекрасный человек, отец и муж. Теперь казацкое братство помогает его семье. Несколько лет назад они получили трёхкомнатную квартиру, но тогда ремонт не делали. И вот сейчас эти ребята собираются ремонтировать квартиру. И вообще очень помогают, постоянно звонят, заезжают в гости.
Мы зашли в квартиру, нас встретили очень приветливо и доброжелательно. И сразу же показали фотографии папы. Несколько фотографий стоят на столике в одной из комнат. Здесь же лежат его дипломы и знаки отличия. Честно скажу, слушать рассказы женщин невозможно без слёз. Они говорят о своих мужьях как о живых, как будто он вышел и через полчаса вернётся.
Познакомились с мальчиками. Двоих назвали именами киевских князей Олег и Святослав, а у третьего имя „современное“ Максим. Все трое занимаются музыкой: пианино, баян, флейта. Они нам играли… Лена спросила у нас, не можем ли мы помочь найти выборный баян с клавишами. Новый в Киеве купить невозможно, т.к. очень дорого. В Германии это тоже дорого, но можно поискать хотя бы уже побывавший в пользовании. Жили они достаточно скромно, а сейчас и тем более. Поэтому привезенная нами помощь совсем нелишняя. Мы дали для детей 600,00€ и выложили вещи для мальчиков из двух сумок. Они хоть и „одинаковые“, но одежду носят разную, так что никаких проблем с тем, что у нас ничего не было в тройном варианте, нет.

Лена и мальчики были очень благодарны за помощь, просили передать всем участникам проекта их сердечную благодарность за внимание к ним и помощь для них. И хочу сказать особо, они были приятно удивлены, что о них знают и думают в Германии. Они этого совсем не ожидали.


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Herzlichst

Eure Natalia Likhacheva und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”


Мы сердечно благодарим вас за вашу поддержку и практическую помощь, в которой сейчас так нуждаются эти и другие украинские вдовы и их дети. Надеемся на вашу дальнейшую помощь.

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Искренне ваши
Наталия Лихачева, команда “Deutschland für die Ukraine” и Евромайдан НРВ
.

 

Spendenübergabe an die Witwe Ewhenija und ihre zwei Kinder in Bila Zerkwa, 6.10.2014 – Bericht 3/2014

Die Reise beginnt sofort, nachdem wir aus dem Flugzeug in der Ukraine ausgestiegen waren. Wir packten die mitgebrachten Taschen in das uns zur Verfügung gestellte Auto und fuhren auch sogleich los. Nach ca. eineinhalb Stunden kamen wir am Zielort an und trafen uns mit einer jungen Frau Namens Ewhenija, 29, die zwei total süße Kinder hat. Sie ist sowohl Witwe als auch Flüchtling. Früher lebte sie mit ihrer Familie und Schwiegereltern in Donezk. Auf Grund des Krieges musste sie von dort fliehen, was ihr auch gelang. So kam sie an einem neuen Wohnort an, an dem man keine Schüsse und Granaten Explosionen hören muss. Ihr Mann blieb zurück, um das ukrainische Land vor den Separatisten zu verteidigen, die ihm sein Land und seine Familie nehmen wollten.

Ewhenija  ist eine sehr zierliche Frau die sich liebevoll um ihre Kinder kümmert, und das konnte man auch am Verhalten ihrer Kinder merken. Die Kinder waren offen und hatten keine Angst vor uns. Da Ewhenijas Tochter dieses Jahr eingeschult wurde, freute sich ihre Tochter sehr über die neue Schultasche die wir ihr mitgebracht haben. Der kleine zweijährige Sohn zeigte uns seine Spielzeugautos und wir ihm die Spielsachen, die wir für ihn mitgebracht haben.

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Natalia spielte mit den Kindern, als ich mit der Mutter die bürokratischen Dinge abwickelte. Ewhenija  ist auf sich allein gestellt, denn ihre Eltern und Schwiegereltern sind in Donezk geblieben und können von dort nicht fliehen. Dies macht sie sehr traurig, da es nicht einfach ist, mit zwei kleinen Kindern klar zu kommen. Aber sie macht das wirklich gut und schlägt sich tapfer. Man kann ihr nicht lange in die Augen schauen, weil die einen tief reinziehen, und dort kann man den ganzen Schmerz einfach nicht übersehen. Sie hat sich wirklich über die Sachspenden gefreut. Alles hat ihr und den Kindern wie angegossen gepasst.

Dankeschön an all die die gespendet haben, denn so konnten wir ihr den Betrag von 500.- € übergeben.

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Ewhenija  bleibt bis auf weiteres im Programm, das heißt dass wir alle sie bis auf weiteres unterstützen müssen. Denn arbeiten kann sie nicht, weil sie erst einmal all ihre Papiere wiederherstellen muss. Der Sohn ist noch viel zu klein, um in den Kindergarten zu gehen, und zudem braucht er seine Mutter noch sehr.

Sie lebt sehr arm und hat keine eigene Wohnung. Die kleine Wohnung, in der sie mit ihren beiden Kindern wohnt, hat ihr jemand für ein Jahr kostenlos zur Verfügung gestellt. Wie es nun weiter gehen soll, weiß sie selber noch nicht. Finanzielle Unterstützung von staatlicher Seite hat sie bisher noch nicht bekommen. Weder Sozialhilfe als Flüchtling noch Witwenrente. Natürlich wird viel geredet, aber nichts wird getan.

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Sie braucht euch und uns, um irgendwie weiter zu kommen, um ihr irgendwie nur halbwegs etwas zurück zu geben, was ihr mit dem Tode ihres Mannes und dem Verlust des Friedens so tragisch und gewalttätig entrissen wurde. Wir zusammen können ihr vieles geben, nur können wir ihr leider ihre Erinnerungen nicht nehmen, die sie an das eine erinnert, wenn sie ihren süßen Sohn anschaut. Nämlich den Verlust ihres geliebten Mannes, dem der Kleine so ähnlich sieht. Denn den liebevollen, ruhigen und lustigen Mann können wir ihr leider nicht zurückgeben.

Ich soll euch allen ihr herzliches Dankeschön ausdrücken.

Bis auf weiteres bleibt sie, wie gesagt, im Programm und hofft auf weitere Unterstützung von uns und euch allen.

Vielen Dank an alle.



Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung – Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Herzlichst

Eure Noelie Uhlmann, Natalia Likhacheva und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe an die Witwe Nadija in Wolodymyr-Wolynskyj, 12.08.2014 – Bericht 2/2014

Unsere Volontärin Iryna hat bei diesem Besuch den Betrag von 900.- Euro, Sachspenden und 600.- Hrywnja an die Witwe Nadija übergeben:

„Am 12.08.14 haben wir uns zusammen mit den Kindern auf den Weg gemacht nach Wolodymyr-Wolynskyj, um Nadija mit ihren zwei süßen Mädchen zu besuchen.

Es war zum Glück nicht so heiß, zwischendurch hat es geregnet, was uns unsere fünfstündige Fahrt (auf den ukrainischen Straßen!) sehr erleichtert hat.

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Gegen Mittag standen wir dann vor dem Haustor, Nadija kam uns dann entgegen. Eine sehr nette, freundliche und herzliche Frau! Ich hatte das Gefühl, als würde ich sie schon ewig kennen.

Nach so einem großen und schmerzhaften Verlust wüsste ich nicht, ob ich mich auch so verhalten könnte. Sie bleibt sehr tapfer!

Sie lebt momentan mit ihrer Mutter und zwei Töchtern (Julia, 5) und Wioleta (1 Monat) in einem winzigen Häuschen mit zwei Zimmern, die auch sehr klein sind. Aber sie beschwert sich nicht.

Der Verlust ihres Mannes hat ihr Leben durcheinander geworfen, da er der einzige Geldverdiener in der Familie war.

Ihre Mutter hatte uns viel über Igor erzählt, über seine Einstellung zu der Situation in der Ukraine, über seine Aussage „Wenn nicht ich, wer dann?“

Er hat sich als Freiwilliger zum Militärdienst gemeldet und wurde direkt an die Front geschickt. Trotz der widrigen Bedingungen im Einsatzgebiet (Wassermangel, kaum zu Essen..) hat er in keinem Telefonat seiner Frau gegenüber gemeckert oder den Sinn des Einsatzes angezweifelt. Er war ein Patriot seines Landes und diente aus Überzeugung.

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Über die finanzielle und materielle Unterstützung hat sich Nadja sehr gefreut und sich mehrfach bei euch bedankt. Ihre Mutter bedankte sich unter Tränen und mit den Worten: „Gott möge euch beschützen und euch das hundertfach zurückgeben!“

Sie sind sehr stolz auf ihn!

Alles zusammengefasst, war dies ein sehr freundlicher und herzlicher Besuch, und wir freuen uns auf das nächste Mal!

Wir müssen solche Menschen unterstützen!!!! “


Der Vater Igor (geb.: 30.08.1984 – 29 Jahre) wurde am 28. Juni 2014 während eines militärischen Einsatzes im Osten der Ukraine von Separatisten getötet.

Diese schreckliche Nachricht über den Tod ihres Mannes erhielten seine hoch schwangere Frau Nadija (geb.: 1986) und die fünfjährige Tochter Julia (geb.: 13.07.2009).

Am 2. Juli fand die Beerdigung statt.

Am 3. Juli brachte Nadija ein bezauberndes Mädchen Wioleta zur Welt.


Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung – Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Herzlichst

Euer Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

Spendenübergabe an die Witwe Jewhenija und ihre Tochter Saschenka, 30. Juni 2014 – Bericht 1/2014

dorbo3Jewhenija, 27, ist die Ehefrau des gefallenen Soldaten Rodion. Sie haben eine gemeinsame fünfjährige Tochter Saschenka, die den Kindergarten besucht. Jewhenija ist trotz allem berufstätig, um das Kind kümmert sich ihre bei ihr wohnende Mutter.
Am 17. Juni gingen die 40 Tage unmittelbarer Trauerzeit nach dem Tod von Rodion bei Mariupol am 9. Mai 2014 vorbei.

Rodion Kostantinowytsch D. (geboren am 30. Oktober 1984 in Kyiw, Ukraine – gefallen am 9. Mai 2014 bei Mariupol, Ukraine) war Soldat bei den Truppen des Innenministeriums im Patrouillendienst mit besonderen Polizeiaufgaben im Bataillon Asow.

Er hatte am Euromaidan teilgenommen, war Teil des Automaidan und hatte sich freiwillig an die Front gemeldet, um das Land gegen die russische Invasion zu verteidigen. Bei einem Angriff auf die Innenministeriumstruppen wurde er am 9. Mai 2014 bei Mariupol getötet. Er ist auf dem Baikowe-Friedhof in Kyiw beigesetzt. Er hinterlässt seine Ehefrau und eine fünf Jahre alte Tochter.

Am 20. Juni wurde er posthum für seinen persönlichen Mut und sein Heldentum bei der Verteidigung der nationalen Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine und seiner Loyalität gegenüber seinem militärischen Diensteid während des russisch-ukrainischen Kriegs mit dem Orden „Für Mut» III. Grades ausgezeichnet.

dobro1Am 30. Juni 2014 wurde die Geldübergabe seitens des Vereins Euromaidan NRW e.V. durchgeführt, Jewhenija erhielt 450.- Euro und hat sich ganz herzlich für Eure Hilfe bedankt.

Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

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Herzlichst

Euer Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”