Spendenübergabe an Witwe Nadija und ihre Töchter Hanna und Oleksandra – 14.10.2016, Radomyschl – Bericht 42/2016

Die Familie Nasartschuk haben wir am 30.03.2015 besucht, den damaligen Bericht könnt ihr hier nachlesen: Bericht 11/2015

Was hat sich seitdem im Leben der Kriegswitwe verändert? Ich bin sehr neugierig und freue mich sehr, dass ich alle drei Mädels gleich treffen werde.

Eine ganz tolle Nachricht, die Witwe Nadija (30) und ihre Töchter Hanna und Oleksandra haben jetzt ein eigenes Häuschen! Zwar muss es renoviert werden, und das nicht gerade wenig, das Grundstück muss sauber gemacht werden, usw., aber sie leben jetzt allein. Alle drei Mädels strahlen wie ein Sonnenschein und zeigen uns alles. Das Haus wird auch von ihnen umgebaut, viel Arbeit sehe ich hier, und mir ist sofort klar, dass diese Familie unsere/Eure Hilfe braucht, denn alleine würden sie es nie schaffen. Der kleiner Entschädigungsbetrag, den sie bekommen haben, wurde komplett für den Kauf dieses Häuschens verwendet.

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Nadija ist überglücklich und sagt: „Irgendwie wird es schon, wichtig ist, wir leben allein, wir können machen was wir wollen, und keiner kann uns hier mehr rauswerfen. Die Mädchen kommen nun auch endlich zur Ruhe.“ Nadija arbeitet zur Zeit als Putzfrau in einer Schule, aber ihr Gehalt ist einfach peinlich. Gleichzeitig besucht sie eine Weitebildung und lässt sich zur Buchhalterin ausbilden; Jeden Tag ist sie von 8 Uhr morgens bis 16 Uhr abwesend. Die Mädchen bewältigen den Tag ohne Mutter bisher sehr gut.

Hanna ist jetzt neun Jahre alt und besucht die 4. Klasse. Sie sagt, dass das Lernen ihr sehr schwer fällt.

Oleksandra ist zwölf und besucht die 7. Klasse. Sie hilft tatkräftig im Haushalt mit und passt auf ihre kleine Schwester auf. Die kleine Hanna ist etwas rebellisch und verteilt schon manchmal den Jungs ein paar Prügel, wenn die sich mit ihr oder ihren Freundinnen anlegen 😉 . Beide sind sehr nette Mädchen, die man nur ins Herz schließen kann.

Sie sind sehr freundlich und offen, erzählen viel, und es macht auch Spaß, ihnen einfach zuzuhören. Dieses Jahr waren sie in Odessa am Meer, das war ein richtig tolles Geschenk für die Familie. Im Sommer waren sich auch im Kinderlager „Artek“ in Kyiw. Alle Reisen wurden durch Freiwilligenorganisation mit Spenden finanziert! Nadija ist sehr dankbar für jegliche Unterstützung die sie bekommt.

In der Schule, die die Mädchen besuchen, hängt eine Gedenktafel für ihren Vater Mykola Nasartschuk. Jeden Tag sehen sie ihn, wenn sie die Schule betreten. Allerdings finden sie es doof, dass einige Lehrer manchmal sagen: „Benimm dich gut, denn dein Papa sieht alles.“

Unsere Zeit mit dieser Familie vergeht einfach viel zu schnell, denn es gibt so viel, was sie uns so gerne erzählen möchten, und so werden wir dann auch zum Essen eingeladen. Oleksandra schlief letzte Nacht nur sehr wenig, denn als sie erfuhr, dass Besuch aus Deutschland kommt, fing sie an zu backen, sie wollte etwas besonderes machen, und es gelang ihr, uns ins Stottern zu bringen. So leckeres Gebäck, habe ich noch nie gegessen – und alles war so kreativ gestalten. Großen Respekt und herzlichen Dank liebe Oleksandra!

Ich werde jetzt nicht alles hier beschreiben, was wir zu essen bekamen, aber es war wirklich köstlich. Und jetzt, wenn ich diesen Bericht schreibe, kommt mir allein durch die Erinnerung der Geruch und das wunderschöne Gesicht von Oleksandra vor Augen, wie sie dastand und auf uns, Oleg Boyko, den Fahrer Oleksandr, meinen Sohn und mich wartete, um zu sehen, wie uns das Essen schmecken wird.

Die ganze Zeit während unserer Unterhaltung hielt sich die Mutter von Nadija im Hintergrund, aber bei Tisch konnten wir uns auch mit ihr etwas unterhalten. Manchmal kommt sie vorbei und versucht, ihrer Tochter zur Hand zu gehen.

Da wir irgendwann auch wieder von Radomyschl nach Schytomyr zurückfahren müssen, gehe ich zur Spendenübergabe über und zahle im Namen des Vereins und all den Spendern an Nadija für die beiden Mädchen einen Hilfsbetrag in Höhe von 400,00 € aus. Alle drei bedanken sich ganz herzlich für eure Hilfe und senden liebe Grüße an alle.

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Wir gehen raus und schauen uns draußen noch ein wenig um. Ja, es ist viel Arbeit hier. Wir können nur hoffen, dass dieser Bericht von vielen gelesen wird und, dass viele Menschen danach spenden werden, damit diese Familie hier irgendwann wirklich ein schönes Heim haben kann.

Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung –

Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Nasartschuk

Herzlichst Noelie Uhlmann und Euer Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.

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