Spendenübergabe an Witwe Taja Parschenko mit zwei Söhnen – Jakymiwka, 10.04.2015 – Bericht 30/2016

Auf dieses Treffen freue ich mich ganz besonders! Unser erstes Treffen war am 10.04.2016, hier könnt ihr den Bericht nachlesen: Bericht 30/2015 vom 10.04.15.

Taja empfängt uns ganz herzlich, so dass man das Gefühl hat, als ob wir uns erst gestern verabschiedet hätten. Sie hat sich überhaupt nicht verändert. Ein breites Lächeln, ein warmer Blick und eine feste Umarmung.

Hier hat sich die Situation kaum verändert, denn bis heute hat sie noch keine Dokumente erhalten, die bestätigen, dass ihr Ehemann sich in der ATO-Zone befand und dass er die Ukraine verteidigt hat. Ohne diese wichtigen Dokumente erhält sie keine Rente für ihre Söhne, und das bedeutet, dass ihr gar nichts zusteht! Darüber erzählt Taja ganz ruhig, und ich spüre nicht mal, dass sie darüber sauer oder wütend ist. Sie bewahrt einen kühlen Kopf und gibt nicht auf. Jedoch hofft sie, dass sie es irgendwann doch noch schaffen wird, die bürokratischen Hürden zu überwinden.

Sie lebt nach wie vor bei ihrer Schwiegermutter, aber vor kurzem hat sie angefangen, ein 100 Jahre altes Haus zu renovieren bzw. sanieren. Alles wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Das Haus gehört der Familie ihres verstorbenen Mannes. Sie hofft, dass es irgendwann bewohnbar sein wird und dass sie mit ihren Kindern dort einziehen kann. Es ist ziemlich klein, aber nicht so klein wie hier in der Wohnung der Schwiegermutter, wo sie sich zu dritt ein Zimmer teilen müssen. Eine Wohnung von der Stadt ist auch nicht in Sicht.

Der kleine Spartak ist jetzt zwei, und er lacht und schmust viel mit seiner Mutter. Für den Kindergarten ist er noch zu klein. Taja wartet auf einen Platz für ihn, und erst dann kann sie sich Arbeit suchen.

Ihr älterer Sohn (12) ist leider nicht Zuhause, denn er ist in der Sportschule, wo er jeden Tag für mehr als zwei Stunden das Freistilringen hart trainiert. Er möchte später ein Sportlehrer werden.

Taja besuchte Psychologen, um ihr Trauma zu bewältigen. Das half ihr sehr, den Stress-Stau zu bewältigen. Sie verbrachte zehn Tage mit ihren Kindern in den Karpaten. Diese Reise wurde für sie von ehrenamtlichen Helfern gespendet. So einen Luxus kann sie sich und ihren Kindern selber nicht leisten. Schön, dass es auf dieser Welt noch gute Menschen gibt!

Taja erhält von uns für ihre zwei Söhnen eine Summe in Höhe von 400,00€. Sie bedankt sich für die Hilfe und ist sehr gerührt, dass ihr Schicksal nicht vergessen wurde und dass ihr verstorbener Mann nicht in Vergessenheit geraten ist!


Wir danken Euch herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung – Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Herzlichst

Noelie Uhlmann und Euer Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.

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