Spendenübergabe an die Witwe Marina und ihre zwei Kinder, 26.02.2016 Schytomyr – Bericht 08/2016

Wir kennen Marina schon aus zwei vorherigen Berichten, die ihr hier nachlesen könnt: Bericht 16 vom 14.10.2014 und Bericht 9 vom 29.03.2015.

Heute treffen wir Marina erneut, denn sie kann eure Unterstützung und Hilfe nach wie vor gebrauchen. Vor Kurzem bekam sie eine kleine Wohnung (1 Zimmer) durch die Stadt. Kurz überlegt legte sie das ganze Geld dazu, das sie von der Regierung ausgezahlt bekommen hatte, und so ist sie nun stolze Besitzerin einer Wohnung, die 2 Zimmer hat. Ihre Tochter und ihr Sohn werden hier jeweils ihr eigenes Zimmer haben. Marina ist sehr stolz auf ihre eigene Wohnung, denn hier kann sie niemand rauswerfen!

Als Marina die Wohnung gekauft hat, befand sie sich in einem äußerst maroden Zustand, jetzt sieht es aber schon besser aus. Die Wände wurden bis zur Grundierung gereinigt, der Boden auch, denn in der Wohnung war auch Schimmel. Das Bad sieht fast fertig aus. Alles wird hier nur mit Spenden renoviert. Örtliche Volontäre helfen, wo sie nur können. Seit neun Wochen sind die alle hier beschäftigt, und das Resultat sieht man schon jetzt.

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Wir treffen uns in der neuen Wohnung von Marina. Da kommt sie angeflogen, mit einem Lächeln im Gesicht fängt sie sofort an mir zu erzählen, welche Hürden sie mit der Wohnung überwinden musste und wie es weiter gehen wird. Dass sie ihren Arbeitsplatz im Krankenhaus gekündigt hat und jetzt in der Armee dient. Seit dem 20.05.2015 gehört sie zu der Brigade, bei der auch ihr Mann war. Sie war schon zweimal in der ATO-Zone. So ist sie ihrem Mann näher und hat viele Kollegen kennengelernt, die ihren Mann kannten. Sie arbeitet dort weiterhin als Ärztin.

Aber sie muss alles können, was die Soldaten auch tun. So hat sie schon mit dem Fallschirm ihre ersten Sprünge aus einem Flugzeug absolviert. Beim Erzählen strahlt sie übers ganze Gesicht. Sie ist glücklich, denn sie hat sich gefunden. Sie sieht einfach umwerfend aus.

„Am Tag bin ich Mutter, Soldatin! Da gibt es keine Zeit zu grübeln. Ich bin freundlich, und mein Lächeln verlässt nicht mein Gesicht. Aber in der Nacht werde ich zu einer schwachen Frau, und mein Kopfkissen versteht mich sehr gut, aber so was erlaube ich mir nur in der Nacht…“, sagt sie mir.

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Ich frage, sie was für Sorgen sie noch habe, denn vielleicht kann unser Verein und die Sponsoren ihr helfen. „Ach, ich habe viele Sorgen. Die erste ist, dass die Kinder keine Möbel für ihr Zimmer haben, kein Bett, Schrank, nichts. Das hat Priorität und muss zuerst besorgt werden.“ Ich umarme sie und sage ihr: „Deshalb hat der Verein mich hergeschickt, denn wir haben gehört, dass sie Hilfe gebrauchen können.“

Aber bevor ich zur Spendenübergabe gehe, überreiche ich die Süßigkeiten an ihren Sohn mit der Bitte, die anderen an seine Schwester weiter zu geben. Die Kleine konnte leider nicht dabei sein. Die Kinder besuchen die Schule, und nach der Schule gehen sie ihren Hobbys nach. Der kleine-große Mann verspricht mir, dass er alles gerecht durch zwei teilen wird. Ich bedanke mich bei ihm, dass er die Arbeit für mich erledigt, und widme mich wieder seiner Mutter.

Ein Hilfsbetrag in Höhe von 500,00 € wird an diese Familie ausgezahlt, damit die Witwe ihren Kindern eine schöne und kindgerechte Einrichtung für ihr Kinderzimmer besorgen kann.

Marina ist sehr dankbar und drückt mich so fest, dass ich keine Luft bekomme. Sie bittet mich an die Spender und den Verein „EuroMaidan NRW e.V.“ ihren großen Dank auszusprechen. Ihr Sohn, zieht sie am Arm und sagt: “ja und auch von mir Danke.”

„Mama, werden wir jetzt wirklich neue Möbel bekommen?” „Ja.“, sagt seine Mutter und umarmt ihn ganz lieb. Wir machen noch ein paar Fotos und unterhalten uns darüber, wie es ihr auf ihrer neuen Arbeit geht. Sie erklärt mir, welche Schulen die Kinder besuchen und dass alles nicht weit von der Wohnung entfernt ist. Diese Frau, sie fasziniert mich. So viel Kraft und Freude strahlt sie aus.

Um Marina mache ich mir persönlich keine Sorgen, denn sie steht mit beiden Füßen fest auf dem Boden. Natürlich sollten wir zwischendurch hier wieder vorbeischauen und sehen, ob sie weiterhin Hilfe benötigt, aber jetzt verlasse ich die Familie mit einem guten Gefühl.

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Wir danken Euch ganz herzlich für Eure bisherige Unterstützung, Euer tolles Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche diese und andere Witwen und deren Kinder in der Ukraine gerade so dringend benötigen – und hoffen natürlich auf weitere Spenden.

Spenden bitte über PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

oder per Banküberweisung:

Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Falls eine Spendenbescheinigung erwünscht ist, bitte die Anschrift – Straße, Hausnr., PLZ und Ort im Verwendungszweck angeben.

Herzlichst Noelie Uhlmann und das gesamte Team “Deutschland für die Ukraine” sowie “EuroMaidan NRW e.V.”

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