Familie Krawtschuk in Bonn und Köln – Bericht 60/2015

Über den Maidan-Sotnik (Kommandant einer Selbstverteidigungseinheit auf dem Maidan) Jurij Krawtschuk (und seine Familie) haben wir schon einige Berichte veröffentlicht: Seine Leidensgeschichte nach der schweren Verletzung am 20. Februar 2014 in der Institutska-Straße in Kyiw und seine Behandlung im Koblenzer Bundeswehrzentralkrankenkaus ist in Bericht 27/2015 ausführlicher beschrieben.

Im Oktober gab es einen weiteren Spendenübergabebericht und Spendenaufruf von Noelie Uhlmann (Bericht 44/2015), bei dem wir um Spenden für einen Erholungsaufenthalt der Familie in Deutschland warben. Dank Eurer Hilfsbereitschaft war es uns möglich, die Familie am 16. Dezember 2015 am Flughafen Köln-Bonn zu begrüßen (Bericht 53/2015).

Hier kommt jetzt ein Überblicksbericht über die erste Hälfte ihres Aufenthalts:

Am 17. Dezember machten wir eine Stadtrundfahrt in Bonn und Umgebung und sahen u.a. die Kreuzbergkirche mit der Heiligen Stiege (siehe Titelbild) und genossen von dort den Ausblick über das Vorgebirge bis nach Köln (es war gute Sicht, und man konnte den Dom erkennen),

Blick vom Kreuzberg nach Köln
Blick vom Kreuzberg nach Köln

und das Wildgehege an der Waldau (Wildschweine und Hirsche sah Saschko zum ersten Mal in seinem Leben).

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Am 18. Dezember besuchten die Krawtschuks mit Noelie Uhlmann das Phantasieland in Brühl. Sie schrieb als Kommentar zum Video:

“18.12.2015 ein Ausflug in das Phantasialand mit Familie Jurij Krawtschuk. Jurij war auf der Talocan-Attraktion und hatte richtig Spaß, er lachte und winkte uns zu. 🙂
Hier herrscht Tlaloc, der Gott der Vorfahren. Hungrig wartet er auf Opfer, die ihm entgegentreten, um sie in sein geheimnisvolles Reich Talocan zu führen. Sind Sie bereit für einen Kampf der Elemente Feuer und Wasser?
Feuergarben, Wasserfontänen und Nebelbänke werden Ihre Sinne verwirren, wenn Sie die gewaltige Gondel des in Europa einmaligen Suspended Top Spin in das Reich des mächtigen Gottes wirbelt. Selbst als Zuschauer kann man sich der hypnotischen Wirkung dieser extrem-bodenlosen Grenzerfahrung nicht entziehen.”

und weiter:

“Nachdem wir gegessen haben, schauten wir uns noch die neue Abendshow:
„The Magic Rose – Spirit of Light“ auf dem Kaiserplatz.
Familie Krawtschuk war begeistert.”

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Am 19.12. setzten wir die Stadtrundfahrt in Bonn fort, beginnend mit dem Modell des römischen Militärlagers Castra Bonnensis bei den Ruinen der Dietkirche,

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die Doppelkirche in Bonn-Schwarzrheindorf mit ihren tollen, original erhaltenen Fresken aus dem 12. Jahrhundert,

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sowie am Nachmittag noch ein Spaziergang über die Düne in Tannenbusch (mit frei lebenden Papageien, Halsbandsittichen) und Besichtigung der Freien Waldorfschule Bonn.

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Am 20.12. machten wir einen Ausflug nach Stadt Blankenberg – für Saschko am Interessantesten die Katze an der Burg Blankenberg, für Natalia aber die Fachwerkhäuser und andere Fassadenarten – aus beruflichem Interesse, sie handelt schließlich mit Farben.

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Danach überquerten wir die Sieg und besichtigten die Wallfahrtskirche Bödingen (mit einer sehr schönen ‘interaktiven’ Weihnachtskrippe, nach Geldeinwurf begann das Wasser zu fließen und etliche Lämpchen illuminierten die Szenerie).

Und als Abschluss ein Gang über den Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt von Siegburg

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und ein Kurzbesuch im Siegburger Brauhaus.

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Am 21. 12. waren Krawtschuks auf Einladung von Wolf Reyscher auf Kölner Weihnachtsmärkten, siehe Bericht 56/2015).

Am 22. Dezember fuhren wir nach Königswinter mit der Absicht, mit der Bergbahn auf den Drachenfels hochzufahren, leider fuhr die Bahn wegen “Revision” nicht.

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Deswegen fuhren wir dann mit dem Auto auf den Petersberg und genossen die Aussicht ins Rheintal und in die Eifel.

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Über die Rheinfähre Niederdollendorf-Bad Godesberg ging es weiter zur Godesburg;

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den Abschluss machte die wenig bekannte Sehenswürdigkeit “Römische Badeanlage” im Hof des Collegium Albertinum in Bonn.

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Am Nachmittag holte Christoph Müller die Familie zu einem Besuch bei sich zuhause ab.

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Er selbst schreibt darüber:

“Mit Juri und Natalia Krawtschuk. Drei echte und ein „gelernter“ Ukrainer: Wir hatten einen wunderschönen Abend. (Juri war ein „Sotnik“ auf dem Maidan vor zwei Jahren und hatte einen Schuss ins Bein bekommen, von irgendwelchen vermummten Scharfschützen – am 20. Februar 2014 – Er wurde im Bundeswehrkrankenhaus Koblenz geheilt – meine Frau und ich, wir gehörten zu dem ukrainischen Team, die zu den Verletzten Zugang hatten und ihnen beigestanden sind. – Es ist eine echte Freundschaft daraus entstanden)”

Foto: Christoph Müller
Foto: Christoph Müller

Am. 23. 12. waren wir vormittags bei meiner Mutter im Demenzzentrum und hatten ein längeres Einkaufsmarathon, am Nachmittag fuhren die Krawtschuks alleine mit dem Bus in die Bonner Innenstadt und besichtigten sie ‘auf eigene Faust’.

Heiligabend ist traditionell ein Familienfest, und dieses Jahr war es ein Fest von zwei Familien, ein deutsch-finnisch-ungarisch-ukrainisches Patchwork-Fest.

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Am ersten Weihnachtsfeiertag holte Noelie Uhlmann die Familie in Bonn ab, man feierte ebenfalls in großer “Familie” – nunmehr deutsch-ukrainisch.

Der 26.12. war für Saschko ein großer Tag, sein 8. Geburtstag.

Vormittags ein Besuch im Kölner Schokoladenmuseum. Noelie Uhlmann schrieb dazu:

“…Elena Ykraina und Natalia Likhacheva haben etwas besonderes ausgedacht und luden den Kleinen zum Ausflug ins Schokoladenmuseum Köln.
Da Saschko nicht alleine gehen wollte, durfte Jurij Krawtschuk (sein Vater) mitkommen 😉
Danke an Elena und Natalia für diesen wundervollen Vormittag! Saschko und Jurii waren begeistert! Danke an Elena für Lego Geschenk, als Saschko nach Hause kam, zeigte er stolz was er von Dir bekam und packte es sofort aus. 😉
Danke, dass Ihr das alles organisiert und all die Unkosten übernommen haben!
Mädels Ihr seid toll!”

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und weiter:

Natalia Likhacheva brachte Saschko und Jurij nach Hause, und es wurde weiter gefeiert.
Alle Gäste sangen für Ihn : Happy Birthday !!! und er pustete 8 Kerzen aus. Danach bekam er ein weiteres Geschenk – ein Elektrofahrzeug Lamborghini -:) – er vergaß Alles!!!
Herzlichen Dank an Alle die gestern sich Mühe gemacht haben und Danke an Spender, für wundervollen Tag und Geburtstag, den Saschko bestimmt nicht vergessen wird!”

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Am 27.12. waren Krawtschuks im Kölner Zoo:

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Der Bericht wird im neuen Jahr fortgesetzt [Update: Bericht 2/2016].

[Alle Fotos von Natalia Kravchuk – es sei denn, es ist anders angegeben.]


Wer für den Aufenthalt der Familie noch spenden möchte, gibt bitte auf der Überweisung “Unterstützung Krawtschuk” an – auf das bekannte (und unten genannte) Konto – oder über Paypal:

hilfsprogramm.de.ua@gmail.com

Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

Geplant ist u.a. ein Besuch des Benefizkonzerts von Martin Luithle und Christoph Müller u.a. am 2.1.2016 im Klavierhaus Klavins in Bonn, zu dem wir alle hiermit ausdrücklich einladen wollen!

In der Einladung heißt es:

“Im Krieg in der Ukraine verlieren immer noch Soldaten und Freiwillige für die Verteidigung ihrer Heimat ihr Leben. Statt Eintritt möchten wir Euch herzlich bitten für den Verein EuroMaidan NRW e.V. einen kleinen Geldbetrag zu spenden. Die Mitarbeiter des Vereins EuroMaidan e.V. betreuen die Witwen und Halbwaisen sehr liebevoll und bringen Eure Spenden persönlich und direkt zu ihnen in die Ostukraine. Auf Wunsch können vom Verein auch Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.
Darüber hinaus können auch weitere Geldbeträge auf folgendes Konto des Vereins EuroMaidan e.V. überwiesen werden.
Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011 – BIC GENODED1BRS
EuroMaidan NRW e.V. – Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, BonnVerwendungszweck : Hilfsaktion Witwen”

nrwMit den besten Wünschen für das Neue Jahr 2016

Klaus H. Walter und das gesamte Team von Euromaidan NRW e.V.

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