Ausflug mit Familie Krawtschuk, Weihnachtsmarkt in Köln, 21.12.2015 – Bericht: 56/2015

Wir, meine ukrainischen Freundin Vika und ich, hatten für den 21.12. eine Verabredung mit Familie Krawtschuk, um ihnen den Weihnachtsmarkt in Köln zu zeigen und somit unsere Tradition aus gemischtem Kommerz und Fröhlichkeit etwas nahe zu bringen.

Wir wollten sie mit dem Auto bei Klaus abholen und dann von Bonn mit dem Zug nach Köln rein fahren. Wer braucht schon weihnachtlichen Verkehrsstau. 😉

Gegen 10:10 Uhr waren wir bei Klaus. Nach ein paar Minuten setzten wie uns alle ins Auto, und nach kurzer Erinnerung an das Anlegen der Sicherheitsgurte [Ich kenne das ja selbst aus der Ukraine – kaum jemand nutzt die Sicherheitsgurte. Und wenn dann nur wegen möglicher Strafzahlungen. Dass diese Dinger einem das Leben retten können, scheint in der Ukraine fast niemandem bewusst zu sein…] fuhren wir zur S-Bahn-Haltestelle. Da kamen wir dann an, als die Bahn gerade losfuhr…

OK, also mit dem Auto nach Köln. Auch gut. Juri saß neben mir und war voll des Lobes über unsere guten Straßen, während Natalia mit Vika hinten fröhlich plapperte. Von Saschko war nicht viel zu hören. Vielleicht kam er auch gegen die Frauen einfach nicht an… Ich verstand nur einen kleinen Teil der Unterhaltung, sind meine Russisch-Kenntnisse doch nicht so weit reichend, schon gar nicht, wenn in der für Russisch-Sprechende anscheinend üblichen Geschwindigkeit gesprochen wird. Und Ukrainisch spreche ich leider gar nicht.

Nach etwa 15 Minuten waren wir in Köln, fünf weitere Minuten und wir waren im Parkhaus hinter dem Bahnhof. Mit Noelie waren wir für 11:30h im Bahnhof verabredet (denn eigentlich wollten wir ja mit dem Zug kommen…).

Da noch etwas Zeit war, ging es erst einmal zu McDonalds für Kaffee und Tee. Dort unterhielten wir uns und lernten uns etwas kennen. Ich kannte Familie Krawtschuk bisher nur aus den Berichten, Vika kannte Krawtschuks nicht weiter als aus meinen Informationen zu deren Deutschlandreise und der Vorgeschichte, und Krawtschuks kannten mich und Vika gar nicht. Juri bekam noch etwas Taschengeld (60,00€) für sich und seine Familie von mir, damit sie sich später Souvenirs kaufen und bleibende Erinnerungen mitnehmen könnten.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Schließlich trafen wir uns mit Noelie. Dima wollte auch noch zu uns kommen, musste aber seine Ankunft verschieben. Wir gingen zuerst in den Kölner Dom. Dort begann gerade eine Messe. Ich warnte eindringlich vor Taschendieben. Auch Noelie erinnerte daran, die Umhängetasche unter den Arm zu klemmen und die Taschen der Jacken zu schließen und auf Wertgegenstände aufzupassen. Nirgendwo in Deutschland wird so viel geklaut wie auf der Domplatte und in der direkten Umgebung selbiger…

Vom Dom waren Krawtschuks erneut beeindruckt. Sie waren schon einmal im Dom gewesen in den letzten Tagen, deshalb war es nicht so tragisch, dass wir uns wegen der Messe nur im hinteren Raum bewegen konnten.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nach dem Dom folgte der erste Weihnachtsmarkt. Noelie erklärte unsere deutschen Traditionen, und Krawtschuks besahen sich die Marktstände. Dabei interessierte sich Natalia vor Allem für die Handwerksstände, deren Werke sie ausgiebig begutachtete. Natalia ist ja selbst handwerklich sehr geschickt. Ich habe ihre Ikonen gesehen. Tolle Arbeit!

Um nicht nur zwischen touristischem Kommerz, Völlerei und Tradition umherzulaufen, gingen wir langsam am Römkisch-Germanischen Museum vorbei zum Rhein und auf die Hohenzollernbrücke. Die vielen, vielen „Liebes“Schlösser an den Brückengittern hatten Juris Ehrgeiz geweckt. Aber auch nach mehrmaligen Versuchen schaffte er es nicht, wenigstens eines davon zu knacken. 😉 Der Blick auf den Rhein war für alle eine willkommene Erholung von dem Massenauflauf der Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt. Aber diese Pause währte nicht lange, denn dann ging es in Richtung der Altstadt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Noelie erwies sich als perfekte Fremdenführerin. Sie erzählte eine Anekdote nach der anderen und erklärte den ukrainischen Gästen allerlei Kölsche Gegebenheiten. So kamen wir schließlich zum nächsten Weihnachtsmarkt, auf welchem wir Juri, Natalia und Saschko dazu ermunterten, unsere traditionellen Kartoffelpuffer mit Apfelmus zu essen. Außerdem war Frühstück ja schon eine Weile her. 😉 Die Eisbahn auf diesem Teil des Weihnachtsmarktes konnten wir leider nicht ausprobieren, der Andrang war doch zu groß.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wenig später trafen wir uns mit Dima und seiner Frau. Zusammen ging es zum nächsten Weihnachtsmarkt. Und wieder interessierte sich Natalia ausgiebig für die handwerklichen Fertigkeiten der Aussteller. Es ging von einer Bude zur nächsten, und es schien, als seien Krawtschuks von der Summe der Eindrücke manchmal wie erschlagen gewesen. Die Menschenmassen taten ihr Übriges. Und so schienen alle langsam zu ermüden.

Saschko schließlich wollte in einem „Riesenrad“ mitfahren – naja, „Riesen“Rad ist riesig übertrieben 😉 , und so warteten wir alle, bis Juri und Saschko ihre Runden gedreht hatten. Das war eine angenehme Unterbrechung, und es war eine gute Gelegenheit, einmal eine Pause einzulegen.

Wir entschlossen uns, noch zum Weihnachtsmarkt auf dem Neumarkt zu gehen. Durch seinen Aufbau und die Umschließung durch die Straße war er hervorragend geeignet, dass jeder selbst sich umsehen konnte. Niemand konnte wirklich verloren gehen. Wie praktisch.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Vika und ich gingen zum Bahnhof zurück und holten unser Auto. Noelie und Dima blieben bei unseren Gästen. Diese machten sich dann alleine auf den Weg durch den dortigen Weihnachtsmarkt. Es dauerte eine Weile, bis wir durch den Weihnachts- und Berufsverkehr zum Neumarkt durchgekommen waren. Schließlich war es schon 17:00 Uhr.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Letztendlich verabschiedeten sich Noelie und Dima von uns, nachdem Familie Krawtschuk wieder im Auto Platz genommen hatte. Wie gut, dass ich in dieser Stadt viele Jahre gearbeitet hatte. So konnte ich einen Teil des Verkehrsstaus umfahren.

Wir fuhren größtenteils schweigend nach Bonn zurück. Die Eindrücke waren entweder zu viel gewesen, oder es war einfach Müdigkeit, denke ich.

In Bonn angekommen, verabschiedeten wir uns von unseren Gästen. Wir hatten einen schönen Tag zusammen erlebt. Krawtschuks dankten uns für unsere „Mühen“, die wirklich keine Mühen waren. Wir verabredeten, dass wir uns noch einmal wiedersehen, solange sie in Deutschland blieben.

Nun war es aber an der Zeit, wieder heimwärts zu fahren. Am folgenden Tag würde mich der Wecker um 05:00 Uhr aus dem Schlaf holen. Und so ging ein schöner aber anstrengender Tag zu Ende.

Vielen Dank an Noelie und an Dima für die tatkräftige und ausdauernde Unterstützung. Ihr seid wundervoll!

Es grüßt – der Wolf

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s