Spendenübergabe an die Witwe Iryna P. in Radomyschl (Schytomyr), 8. Juli 2015 – Bericht 37

Zusammen mit Oleg Boyko und der örtlichen Freiwilligen Natalija Tschernjajewa besuchten wir eine Familie mit zwei Töchtern in der Kleinstadt Radomyschl. Der Spendenaufruf für diese Witwe enthält alle Informationen über das grausame Schicksal des Vaters, ein Opfer des berüchtigten Berufsverbrechers und Separatistenkommandanten ‘Motorola”.

Vor dem Haus am Rande von Radomyschl:

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Wir wurden sehr freundlich empfangen, Iryna hatte sich eine “verlängerte Mittagspause” genommen, um uns empfangen zu können. Sie hat nämlich eine feste Stelle im örtlichen Krankenhaus als Krankenschwester. Die beiden Töchter Karina und Polina wirken älter und reifer als sie wirklich alt sind, beide sind gut in der Schule und können auf sich selbst aufpassen. Sie waren auch nicht scheu, ihre rudimentären Englischkenntnisse aus dem Schulunterricht mit mir auszuprobieren – sie haben ja auch praktisch nie Gelegenheit, das Gelernte praktisch anzuwenden. Um diese beiden braucht man sich keine Sorgen zu machen!

Die Wohnung der Familie ist zweckmäßig gut eingerichtet, der Außeneindruck des Hauses ist jedoch “landestypisch mangelhaft”, wie solche Wohnblöcke halt sind. Die Zufahrtswege sind nicht besser als ausgefahrene Feldwege.

Iryna kämpft derzeit allerdings mit Problemen, die für sie gefährlich werden können: Die Eltern des gefallenen Mannes, mit denen er jahrzehntelang keinen Kontakt hatte, erheben jetzt nach seinem Tod plötzlich Anspruch auf alles mögliche: die Wohnung, die Garage, das Auto usw. Sein Vater kam extra aus einem der baltischen Länder (in dem er wohnt) angereist und hat offensichtlich angefangen, Schmiergelder bei den Behörden zu verteilen, um so an die Immobilie und die Wertsachen zu kommen. Oleg und Natalija haben ihr Unterstützung durch Anwälte der Freiwilligenorganisationen zugesagt, die Verfahren können aber noch dauern… Jedenfalls ist das Ganze für Iryna – die für alles alleine sorgen muss und selbst keine eigenen Verwandten mehr hat, die ihr zur Seite stehen – eine ziemlich traumatisierende Situation. Wir werden die Entwicklung verfolgen und gegebenfalls erneut berichten.

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Bei Kaffee, Tee, Teilchen und belegten Broten saßen wir zusammen und überreichten danach die Unterstützungszahlung des Vereins Euromaidan NRW e.V. – eure Spenden – in Höhe von 400.- € an die Witwe. Sie und ihre Töchter freuten sich spürbar und bedanken sich bei allen Spendern.

Leider blieb uns keine Zeit, das örtliche Schloss von Radomyschl zu besichtigen, obwohl uns die Mädchen das gerne gezeigt hätten – wir hatten schließlich noch weitere Besuche an diesem (heißen) Tag vor.

Wir danken Euch herzlich für Eure Unterstützung, Euer Engagement und die praktische Hilfeleistung, welche die Witwen und deren Kindern in der Ukraine gerade so dringend benötigen.

PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com
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Spendenkonto: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS, Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn – Kontoinhaber: EuroMaidan NRW e.V. – Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen

Herzlichst

Klaus H. Walter und Euer Team “Deutschland für die Ukraine” und “EuroMaidan NRW e.V.”

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