Spendenübergabe an die Witwe Walentina Korolko am 2.4.2015 in Kyiw – Bericht 24

wal3Dieses Foto ging um die ganze Welt! Und ihr fragt euch sicherlich warum poste ich das hier ?! Weil es in diesem Bericht genau um diese kleine, zusammengebrochene Frau geht, die das Grab ihres Mannes nicht los lassen will.

wal2Walentina, ist 25 Jahre alt. Sie ist klein, zierlich und sieht noch mädchenhaft aus, und wenn man sie anschaut, fallen einem sofort ihre großen Schmerz erfüllten Augen auf. Sie ist Mutter von zwei kleinen Mädchen: Solomija (drei Jahre alt) kommt ganz nach ihrem Papa, und die kleine Anastasia (eineinhalb Jahre alt) kommt nach ihrer Mutter. Zwei Sonnenscheine, die der jungen Witwe Trost und Liebe geben.

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Walentina kommt aus dem Gebiet Wolhnyien, aber wir treffen uns in Kyiw, da Walentina immer wieder hierher reisen muss. Sie hat mehrere Termine bei Anwälten, Gerichten und Behörden. Und so betritt sie das Büro, und wir treffen uns endlich nach all den Telefonaten, die wir seit Monaten miteinander führen.

Meine Eindrücke über das Treffen: “Mein Gott, sie ist so klein, zierlich, zerbrechlich, so jung, und musste schon solch tragisches Leid erleben!“

Die Behörden machen das Leben dieser jungen Frau nicht gerade leichter. Seit dem 22.07.2014 kämpft sie um ihre Rechte, und leider geht dieser Kampf immer noch weiter.

Ein Video über Walentina des Senders TSN vom 10.06.2015:

http://tsn.ua/bin/player/embed.php/384754545

Ihr Ehemann Mykola war 26 Jahre alt, als er starb, und war als Freiwilliger Soldat im Bataillon „Aidar“. Er war ein sehr gebildeter junger Mann, der die Universität erfolgreich beendet hatte. Mykola sprach mehrere Fremdsprachen und kämpfte schon in friedlichen Zeiten gegen das „System“ in der Ukraine.Kennengelernt hat er Walentina an der Uni, und so haben sich zwei Hälften gefunden und ergaben Eins! Diese jungen Menschen hatten gleiche Wertschätzungen, den gleichen Blick auf das Leben – und vor allem teilten sie eine große Liebe zueinander. So entstand eine starke junge Familie, die sehr viel bewegen und schaffen wollte.

Aber als der Krieg anfing, konnte Mykola nicht Zuhause sitzen, denn mit Leib und Seele wollte er seine Kinder und seine Heimat beschützen, kurz überlegt ging er also an die Front. Walentina wusste nichts davon, denn ihr Mann sagte ihr, dass er sich auf einem Übungsplatz befinde und dort trainiere. Sie glaubte ihm auch, da er sie bis dahin noch nie angelogen hatte.

Am 21. Juli 2014 wurde Mykola Korolko durch eine Panzergranate getötet. An diesem Tag hatte Mykola eine Scharfschützenposition eingenommen und schützte damit intensiv die ukrainische Armee . Aber die Lage wurde von einer Panzerformation der (pro-) russischen “Separatisten” angegriffen. Mykola ging von uns, und die tragische Nachricht brachte Walentina gefühlsmäßig fast um, denn die junge Witwe konnte nicht glauben, dass ihr Liebster – Mykola, ihr Herz – nicht mehr bei ihr ist. Aber sie hatte ihre kleinen Kinder, die ihr Kraft gaben, aufzustehen und weiter zu leben.

Walentina und Ihre zwei Kinder bekommen keine Witwenrente, weil ihr Mann als Freiwilliger im Krieg war. Seit elf Monaten fährt die junge Witwe hin und her, wendet sich an die Instanzen der Behörden und versucht, alle Papiere legalisieren zu lassen, damit endlich anerkannt wird, dass Miykola ein Soldat war. Es ist einfach eine Schande, was die Behörden sich erlauben und wie sie diese Frau und ihre Kinder behandeln. Ich bin froh, dass Walentina nicht allein ist, dass sie Unterstützung bekommt. Wir hoffen nun, dass dem Ganzen ein Ende bereitet wird und, dass diese kleine Familie bekommt, was ihnen zusteht.

Mykola war ein sehr lieber Mensch, er beschenkte seine Familie sehr gerne. Er genoss es einfach, Vater zu sein und seine drei Mädels zu verwöhnen!

Walentina sagt zu mir: „Alles hat sich in meinem Leben verändert, aber ich spüre unglaubliche Kraft, und ich denke, dass es mein Mann ist, der mir hilft. Ich liebe Ihn und vermisse ihn so unendlich!“

„Meine kleine Solomija träumt manchmal von Papa, und wenn sie aufwacht, sagt sie auch zu mir, dass sie Papa gesehen hat und dann sagt sie, dass sie sich benehmen wird. Das macht mich unglaublich traurig.“

Die kleine Familie lebt bei Walentinas Eltern, sie haben ein Zimmer zur Verfügung, das ca. 16 qm groß ist, besser so als garnichts, sagt Walentina. „Uns wurde es versprochen, dass wir eine Wohnung hier in Kyiw bekommen.“ Sie hofft sehr, dass sie nicht belogen wurde. Das hoffen wir auch und gehen über zur Spendenübergabe.

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Im Namen des Vereins „EuroMaidan-NRW e.V.“ überreiche ich ihr 500,00€ sowie die kleinen Geschenke, die Tatjana Götz mir kurz vor meiner Abreise für Walentina zugesandt hatte.

Walentina bedankt sich für die Geldspende und Geschenke und für all die Sachspenden, die sie schon früher aus Deutschland bekam. Diese Hilfe machte ihr Leben etwas leichter und sie ist sehr dankbar dafür.

Wir, EuroMaidan NRW e.V., möchten uns ebenfalls ganz herzlich bei all unseren Spendern bedanken. Danke für all die Geld- und Sachspenden, die ihr spendet. Danke, dass ihr da seid und uns helft, den Witwen und Kindern weiter zu helfen! Nur mit eurer Hilfe und Unterstützung ist es möglich, all die Witwen und Kinder zu unterstützen. Ihr setzt damit ein Zeichen in dieser Welt, in der Ukraine, dass Euch das Leid und der Schmerz dieses Landes nahe geht, und das ist ein großartiges Zeichen! Wir bedanken uns auch bei der Anwältin Valeriya Vershynina, Die sich um die Witwen im rechtlichen Bereich kümmert und uns die Räume zur Verfügung gestellt hat, in denen wir die Spendenübergaben und das Kennenlernen von neuen Witwen in Ruhe durchführen konnten. Herzlichen Dank, Valeriya!

Wir möchten erneut um Eure Hilfe und Unterstützung für die hinterlassenen Witwen der Ukraine bitten:

PayPal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com
Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn- Konto: Euromaidan NRW e.V.
IBAN-Nr. DE12380601861502025011 – BIC GENODED1BRS
Verwendungszweck: Hilfsaktion Witwen

Falls eine Spendenbescheinigung erwünscht ist, bitte auch die Anschrift – Straße, Hausnr., PLZ und Ort im Verwendungszweck angeben

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