Spendenübergabe an Witwe Tatjana und ihren Sohn Timur am 30.03.2015 – Oblast Schytomyr – Bericht 10 (mit Nachtrag 20.06.2015)

Nachtrag: 20.06.2015:
Witwe Tatjana und ihr kleiner Timur senden liebe Grüße an alle!
timur2——————-

Oleh Bojko
Oleh Bojko

Dieser Tag beginnt mit einem schönen Treffen. Zuerst treffen wir (Oleh Bojko und Noelie Uhlmann) die Volontärin aus der Partei „Swoboda“ Наталья Черняева (Natalja Tschernjajewa), in unserer Abwesenheit hat sie sich um die junge Witwe gekümmert. Das heißt, sie ist zwischendurch vorbei gegangen und hat ihr nötige Sachen mitgebracht, sie hat auch nach dem Rechten geschaut und versucht, der jungen Frau zu helfen, wo sie nur konnte. Wir fahren zusammen zu dieser Witwe, denn sie wartet schon auf uns. Der kleine Timur ist wach und spielt gerade mit seiner Mutter, als wir das Haus betreten. Die junge Witwe besuchten wir zuerst im Oktober 2014, den damaligen Bericht könnt ihr unter diesem Link lesen.

Wir haben in der Zwischenzeit immer Kontakt zueinander gehabt und Sachspenden an sie gesandt, aber jetzt nach fünf Monaten sehe ich sie wieder und freue mich zu sehen, wie der kleine Timur gewachsen ist. Am 21. Mai wird der Junge schon 1 Jahr alt. Die Zeit vergeht viel zu schnell, wenn ihr mich fragt. Was passierte in der Zeit und welche Veränderungen sind im Leben dieser jungen Witwe eingetreten?

Das Haus sieht immer noch aus wie damals, leider schafft sie es alleine nicht, daran etwas zu ändern. Tatjanas Mutter geht zu Arbeit, und Tatjana versorgt in der Zeit ihren kleinen Sohn und kümmert sich um ihre kleinere Schwester, die noch zur Schule geht. Zum Glück hat sich etwas bei der Witwenrente geändertm und seit kurzem bekommt sie auch das Geld, das ihr und ihrem Sohn zusteht. Sie hat auch eine einmalige Zahlung der Sterbeversicherung für ihren Mann von der Regierung bekommen. Eine Wohnung ist leider noch nicht in Sicht.

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Da sie in einem kleinen Dorf lebt, wird da eher nie etwas passieren. Darüber sprach ich auch damals mit Tatjana, sie sagte mir auch, dass sie wirklich in die Stadt Schytomyr ziehen muss, weil da die Möglichkeit besteht, etwas Richtiges zu bekommen. Also hat sie einen Auszug aus dem Elternhaus geplant und denkt darüber nach, wie sie vorgehen sollte. In diesem Dorf hat sie auch nicht viel Kontakt zu den Menschen, und die meiste Zeit verbringt sie sowieso Zuhause mit ihrem Sohn, welches auch der Grund ist warum sie über den Umzug nachdenkt. Keine Perspektive, keine Chance, einen Job zu finden oder einen Kindergartenplatz zu bekommen. Aber hier muss sie eben selber die Entscheidung treffen.

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Der kleine Timur ist richtig groß geworden, ist sehr lieb und zeigt zwischendurch seinen Charakter. Er versucht schon zu sprechen, und das klingt einfach herrlich. Er beobachtet uns und kommt nach langem Überlegen doch auf meinen Arm. Neugierig schaut er mich an und kontrolliert sofort meine Tasche die direkt in der Nähe liegt. Kleiner Rabauke. Die ganze Zeit schaut er aber auch zu seiner Mutter, da merkt man sofort, die Bindung zwischen den beiden ist sehr stark. Man kann ihn nicht ablenken mit Spielzeug oder anderem Zeug. Die Mama muss immer in Sicht sein. Tatjana erzählt sehr viel über Timur.

Video:

Das Thema verstorbener Ehemann versucht sie zu vermeiden, um nicht mehr darüber nachdenken zu müssen, aus Taktgefühl frage ich sie nun auch nicht, wie sie sich jetzt persönlich fühlt. Aber man sieht, dass die junge Frau doch langsam auftaut, denn sie lacht sehr viel, und ist sehr offen und herzlich zu uns.

Tatjana hat an verschiedenen Witwen-Programmen teilgenommen, das heißt: Gruppentherapien, Ausflüge mit anderen Witwen, Basteln, psychologische Unterstützung, einfach Tapetenwechsel, und sogar einen Kurzurlaub. Das hat der jungen Frau sehr gut getan. Ich habe mich für sie sehr gefreut, dass sie sehr offen damit umgeht und die Angebote nicht ablehnt.

Im Namen Tatjanas soll ich mich bei Euch für all die Kliedungsstücke für ihren Sohn und sie bedanken. Dank Ihnen hat der Timur ausreichend Kleidung, Schuhe, Spielzeug etc. bekommen. Das hat ihr sehr geholfen, als es ihr finanziell so schlecht ging.

Ich überreiche ihr ein paar kleine Geschenke und natürlich die Geldspende in Höhe von 250,00€, die von der ukrainischen Hromada (Gemeinde) aus Frankfurt  an unseren Verein Euromaidan NRW e.V. gespendet wurde: Vielen herzlichen Dank dafür.

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Wir unterhalten uns noch etwas über ihre Zukunft, und dann ist die Zeit auch schon zum Gehen.

Die Volontärin Natalja verspricht, dass sie öfters versucht vorbeizuschauen, um die nötigen Infos auch dann an unseren Mitarbeiter Oleg zu leiten. Wir verabschieden uns, und Tatjana bringt uns zum Auto. Damit ist das Treffen hier abgeschlossen.

Wir möchten uns ganz herzlich für eure Spenden bedanken, diese Hilfe ist sehr nötig für die ukrainischen Kriegswitwen. Mit Euren Spenden können die Frauen ihre Kinder mit sowohl medizinischen als auch lebenswichtigen Sachen versorgen.

Für weitere Spenden benutzt bitte diese Angaben:

Bank: IBAN-Nr. DE12380601861502025011, BIC GENODED1BRS
Kontoinhaber: Euromaidan NRW e.V. Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn

oder über Paypal: hilfsprogramm.de.ua@gmail.com
Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.

Verwendungszweck : Hilfsaktion Witwen (falls eine Spendenbescheinigung erwünscht ist, bitte die Anschrift – Straße, Hausnr., PLZ und Ort im Verwendungszweck angeben)

Herzliche Grüße, euer Team EuroMaidan NRW e.V.

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